Brustkrebs

Brustkrebs - Symptome, Diagnose und Therapie

Die häufigste Krebsart bei Frauen ist Brustkrebs (Mammakarzinom), das heißt etwa jede achte Frau muss damit rechnen, im Laufe ihres Lebens an Brustkrebs zu erkranken. Das Risiko steigt mit höherem Alter (siehe Grafik 1), dennoch gibt es einen Hoffnungsschimmer: Brustkrebs ist bei etwa 70 bis 80 Prozent der Patientinnen mit einer nicht metastasierenden Krankheit im Frühstadium heilbar.

Wichtig für die Männer unter Ihnen: Brustkrebs ist nicht nur eine Frauenkrankheit, auch Männer sind gefährdet. Deshalb ist zum einen eine regelmäßige Brustkrebsvorsorge für Frauen und zum anderen Vorsorgeuntersuchungen für Männer notwendig.

Haben Sie oder eine Angehörige die Diagnose Brustkrebs und Sie wollen mehr über die Krankheit erfahren? Wir informieren Sie über die Ursachen, Anzeichen und die Behandlungsmöglichkeiten sowie die Heilungschancen.

Inhalt

Was ist Brustkrebs und welche Arten gibt es?

Bei Brustkrebs, auch Mammakarzinom genannt, handelt es sich um ein unkontrolliertes Zellwachstum in der Brust.

Der aus unkontrolliertem Wachstum von Zellen entstandene Tumor, also eine Zellgeschwulst ist typischerweise als Knoten in der Brust zu ertasten. Bei sich außerhalb der Brust, wie beispielsweise in das Blut- und Lymphgefäßsystem ausbreitendem Krebs, wird von Brustkrebs-Metastasen gesprochen. Diese sind allerdings bösartig.

Bei einem ertastbaren Knoten handelt es sich allerdings nicht zwangsläufig um Krebs. Der Brusttumor, der keine Metastasen bildet, wird als nicht-krebsartiger Tumor (gutartig) bezeichnet und ist nicht lebensbedrohlich. Er erhöht allerdings das Risiko an Brustkrebs zu erkranken.

Unterschiedliche Zelltypen, wie beispielsweise duktale (Milchgänge betreffende) und lobuläre (Milchdrüsen betreffende) Zellen in der Brust können sich zu Krebs entwickeln. 

Duktale Karzinome entstehen mit einer 70 bis 80 prozentigen Häufigkeit, währenddessen lobuläre Karzinome mit einer 10 bis 15 prozentigen Häufigkeit vorkommen. Der Brustkrebs wird nicht nur auf diese Art unterschieden, sondern auch hinsichtlich der Prognose.

In jedem Fall ist es ratsam, schon bei kleinsten Veränderung in der Brust Ihre Ärztin aufzusuchen. Sie ist in der Lage festzustellen, ob es sich um einen gutartigen oder krebsartigen Tumor handelt und bespricht mit Ihnen darauf das weitere Vorgehen.

Grafik 1: Wahrscheinlichkeit nach Alter für Frauen in Deutschland, in den nächsten zehn Jahren an Brustkrebs zu erkranken oder zu sterben.

Was sind die frühen Anzeichen für Brustkrebs?

Die häufigsten Anzeichen von Brustkrebs sind neue Knoten in der Brust. Hierbei handelt es sich oft um eine schmerzlose, harte Masse, die unregelmäßige Ränder hat.

Weitere mögliche Anzeichen sind:

  • Schwellung der Brust auch ohne spürbaren Knoten
  • Schmerzen der Brust oder der Brustwarzen
  • Nach innen zeigende Brustwarze
  • Rote, trockene, schuppige oder verdickte Brustwarzen oder Brusthaut
  • Ausfluss aus der Brustwarze (nicht Muttermilch)
  • Geschwollene Lymphknoten ohne vorherige Anzeichen eines Knotens in der Brust 

Weiterhin weist beispielsweise der inflammatorische Brustkrebs Entzündungssymptome, wie Schwellungen und Rötungen auf.

Stellen Sie derartige Veränderung der Brust fest, empfiehlt sich einen Arzt aufzusuchen.

Wie wird Brustkrebs diagnostiziert?

Brustkrebs wird durch verschiedene Tests von Ihrer Ärztin festgestellt. Dazu gehören Diagnoseverfahren, wie die Mammographie, Ultraschall, MRT und Biopsie.

Mammografie

Wenn Sie bereits einen Knoten in der Brust ertastet haben, kann eine diagnostische Mammographie dabei helfen festzustellen, ob es sich dabei um Krebs handelt. Eine Mammographie ist eine Röntgenaufnahme der Brust

Ultraschall

Ergänzend zur Mammografie wird die Ultraschall-Untersuchung durchgeführt. Diese Methode wird besonders bei dichtem Brustgewebe angewandt.

MRT

Bei der MRT-Mammografie erfolgt die Untersuchung der Brust mittels Kernspintomografie, welche es ermöglicht den Krebs im Anfangsstadium festzustellen. Die MRT-Mammografie wird insbesondere bei der Nachsorgeuntersuchung von Brustkrebspatientinnen eingesetzt.

Biopsie

Bei der Brust Biopsie handelt es sich um eine Entnahme einer Gewebeprobe mit einer Nadel, die anschließend unter einem Mikroskop auf Krebseigenschaften untersucht wird.

Welcher Brustkrebs ist am gefährlichsten?

Aufgrund der guten Behandelbarkeit von Brustkrebs ist die Lebenserwartung von Betroffenen hoch, weshalb nach der Diagnose fünf Jahre später 87 Prozent der Patientinnen noch leben.

Dennoch ist die Wahrscheinlichkeit, Brustkrebsmetastasen zu entwickeln, die durch die Ausbreitung von Brustkrebszellen in andere Körperteile verursacht werden, stark erhöht. Brustkrebsmetastasen sind für 90 Prozent der durch Brustkrebs verursachten Todesfälle verantwortlich. Diese so genannten invasiven Tumore haben beispielsweise Metastasen in den Lymphknoten und sind daher gefährlicher als nicht metastasierende Tumore (nichtinvasive Tumore).

Folgende Faktoren sind ebenfalls entscheidend für den Schweregrad:

  • Größe des Tumors
  • Histologischer Tumortyp
  • Grad der Bösartigkeit
  • Eindringen des Tumors in Gefäße
  • Ausprägung von Her2-Rezeptoren

Die Prognosen Ihrer Ärztin für das Wiederkehren von Brustkrebs (Rezidiv) müssen nicht immer zutreffen. Außerdem ist eine gründliche Nachsorge nach der Bekämpfung ratsam, da so durch eine Hormon-Therapie die Rückfallquote bei hormonabhängigem Brustkrebs verringert wird.

Wie schnell wächst und streut Brustkrebs?

Um einen Brustkrebs zu fühlen, muss er einen halben Zentimeter groß sein. Dafür müssen durchschnittlich dreißig Zellteilungen erfolgt sein. Demzufolge ist er im Schnitt bereits zwei bis fünf Jahren in der Brust bevor er entdeckt wird.

Folgende Faktoren haben einen Einfluss auf die Wachstumsgeschwindigkeit:

  • Die Art des Krebses: Besonders schnell wächst der Inflammatorische Brustkrebs
  • Alter der Patientinnen bei der Diagnose: Brustkrebs von älteren Frauen wächst langsamer als von jüngeren Frauen.
  • Zustand der Wechseljahre: Brustkrebs wächst vor der Menopause schneller als nach der Menopause.
  • Rezeptortyp des Brustkrebs: Dreifach negative Tumore (besitzen keine Rezeptoren für Östrogen oder Progesteron) wachsen schneller als Östrogenrezeptor-positive Tumore.
  • Tumorgrad (0-4): Bei Brustkrebs im Stadium 4 ist es sehr wahrscheinlich, dass der Krebs in andere Körperregionen streut.

Einige Arten von Brustkrebs metastasieren (streuen) schneller als andere Arten. So metastasieren sogenannte duktale Karzinom mit größerer Wahrscheinlichkeit schneller als das lobuläre Karzinom.

Wie wird Brustkrebs behandelt?

Zur Behandlung von Brustkrebs wird zunächst die Chemotherapie, die Antihormon-Therapie, die Bestrahlung und die sogenannte „Biologicals“ angewandt, um den Brusttumor zu verkleinern oder komplett zu zerstören. Nachfolgend wird der restliche Tumor mit Hilfe einer Operation entfernt. Anschließend ist beispielsweise eine weitere Hormon-Therapie möglich, wodurch das Wiederkehren von Rezidiven vorgebeugt wird.

Chemotherapie

Bei einer Chemotherapie werden Zytostatika verabreicht, die die Zellteilung verhindern. Sie beeinflussen vermehrt die Zellteilung und damit das Wachstums von Krebszellen, aber auch von gesunden Zellen. Daher kommt es bei der Chemotherapie zu den typischen Nebenwirkungen wie Übelkeit, Erbrechen und Haarausfall.

Antihormonen-Therapie

Brustkrebs hängt in vielen Fällen mit Hormonen wie den Östrogenen zusammen. Daher können Antihormone das Tumorwachstum verlangsamen.

Dabei kommen folgende Medikamente zum Einsatz:

  • Antiöstrogene: Die Antiöstrogene besetzen die Bindungsstelle des Östrogens auf den Tumorzellen und blockieren damit die Bindung von Östrogen, wodurch das Wachstum gehemmt wird. Ein prominenter Vertreter ist das Tamoxifen.
  • Aromatasehemmer: Diese kommen vor allem bei älteren Patientinnen zum Einsatz. Nach der Menopause wird Östrogen in geringen Mengen in anderen Geweben als den Eierstöcken unter Verwendung des Enzyms Aromatase hergestellt. Durch Aromatasehemmer wird die Bildung von Östrogen aus dem Vorläufer-Östrogen gehemmt.

Strahlentherapie

Bei der Strahlentherapie wird der Krebs mit Röntgenstrahlen bestrahlt, um die DNA der Krebszellen zu schädigen. Da Krebszellen ein schlechtes DNA-Reparatursystem besitzen, sterben die Brustkrebszellen durch die Bestrahlung ab.

Operation

Ziel der Operation ist es, alle Tumorzellen aus der Brust zu entfernen. Dabei wird so operiert, dass die Brust möglichst erhalten bleibt. Nur in Einzelfällen kommt es zur vollständigen Entfernung der Brust. 

Zielgerichtete Therapie mit Biologicals

Die zielgerichtete Krebstherapie ist neu und soll mit spezifischen Medikamenten nur Krebszellen in ihrem Wachstum hemmen. Hierbei werden sogenannte Brustkrebs Tumormarker eingesetzt, um das Vorhandensein bestimmter Krebsarten zu diagnostizieren, wodurch spezifische Behandlungsmethoden möglich werden.

Wie kann ich mich vor Brustkrebs schützen?

Es gibt keine direkte Möglichkeit sich vor einer Brustkrebserkrankung zu schützen, denn bis heute sind die eigentlichen Ursachen unbekannt. Jedoch hilft eine gründliche und regelmäßige Krebsvorsorge durch Ihre Ärztin, den Krebs so früh wie möglich zu erkennen. Die rechtzeitigen Diagnose Krebs verringert die Wahrscheinlichkeit, dass sich Metastasen bilden. Die notwendigen Eingriffe werden bei frühzeitiger Entdeckung verringert, wodurch die Lebenserwartung steigt.

Folgende Faktoren tragen dazu bei das Risikos an Brustkrebs zu erkranken zu verringern:

  • Gesunde Ernährung: Achten Sie auf die Vermeidung von Lebensmitteln die einen hohen Fett- und/oder Zuckergehalt haben:
    • Zuckerhaltige Getränke
    • Industriell verarbeitetes Fleisch
    • Rotes Fleisch

Es besteht ein Zusammenhang zwischen Diabetes Typ II und Brustkrebs. Auf dem Speiseplan sollten daher gesunde Lebensmittel, wie Hülsenfrüchte, Obst und Gemüse stehen.

  • Durch Bewegung Übergewicht vermeiden: Vor allem nach den Wechseljahren wird Übergewicht zum Problem, wodurch das Brustkrebsrisiko steigt. Achten Sie daher auf vermehrte Bewegung in Ihrem Alltag. 
  • Keinen Alkoholkonsum: Je mehr Alkohol konsumiert wird, umso höher ist das Brustkrebsrisiko.
  • Nicht Rauchen
  • Jüngeres Fortpflanzungsalter
  • Langes Stillen der Babies

Risikofaktoren auf die Sie keinen Einfluss ausüben:

  • Höheres Lebensalter
  • Vererbte Brustkrebs Gene
  • Bestrahlungen des Brustkorbes in der Kindheit
  • Frühe erste und späte letzte Menstruation

Quellen: 

https://www.nature.com

https://www.cancer.org

https://de.statista.com

https://www.nationalbreastcancer.org

https://www.krebsdaten.de

https://www.krebsgesellschaft.de

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