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Erhöhung der Pauschale für Pflegehilfsmittel

Informationen zur Erhöhung der Pauschale für Plegehilfsmittel

Im Zuge der neuen COVID-19-Versorgungsstrukturen-Schutzverordnung des Bundesministeriums für Gesundheit wurde der in § 40 SGB XI geregelte Höchstbetrag für Aufwendungen zum Verbrauch bestimmter Pflegehilfsmittel, der von Pflegekassen übernommen wird, vorübergehend von 40€ auf 60€ angehoben. Diese Anpassung gilt seit dem 04.05.2020 und ist bis auf weiteres bis Ende Dezember 2020 gültig. Die erhöhte Pauschale soll die gestiegenen Beschaffungskosten u.a. für Handschuhe, Desinfektionsmittel und Mundschutz ausgleichen. Durch die enorme weltweite Nachfrage sowie die Rohstoffknappheit sind Einkaufspreise teilweise um das 30-Fache angestiegen.

Mögliche Änderungen in der Zusammenstellung

Falls der Inhalt Ihrer Pflegebox von der gewohnten Zusammenstellung abweicht, kann dies verschiedene Gründe haben.
Wir arbeiten mit Hochdruck an der Beschaffung der notwendigen Pflegehilfsmittel, sind unsererseits gleichzeitig auch auf die verlässliche Belieferung durch unsere Partner angewiesen. Das ist in aktuellen Krisenzeiten eine besondere Herausforderung. Vor allem bei Mundschutz kann es zu Verzögerungen kommen.
Darüber hinaus gibt es Lieferengpässe bei Sterillium, Manusept und Bacillol. In diesem Fall legen wir bereits seit einiger Zeit Alternativprodukte bei, die teilweise in einer exklusiven Kooperation mit Apotheken hergestellt wurden. Auch wenn die Desinfektionsmittel in Geruch und Farbe abweichen, können Sie sich sicher sein, dass die Produkte höchsten Qualitätsstandards entsprechen.
Sobald sich die Versorgungslage durch unsere Lieferanten normalisiert hat, werden Sie Ihre Pflegebox selbstverständlich in der gewohnten Zusammenstellung erhalten.

Veränderte Lieferzeiten

Aktuell arbeiten wir im Mehrschichtsystem, um Ihre Pflegebox rechtzeitig auf die Reise zu bringen. Wegen unvorhersehbarer Verzögerungen in der Warenverfügbarkeit, kann es in Einzelfällen vorkommen, dass Sie Ihre Lieferung nicht im gewohnten Rhythmus erhalten. Darüber steht auch unser Logistikpartner DHL momentan vor großen Herausforderungen, die mit der erhöhten Stückzahl an deutschlandweit verschickten Paketen einhergehen. Wir tun weiterhin alles, um Sie pünktlich mit Ihrer Pflegebox zu versorgen. Bitte haben Sie Verständnis, falls es trotzdem zu Unregelmäßigkeiten bei den Lieferdaten kommt.

Haben Sie weitere Fragen?
Unser Kundenservice berät Sie gerne
030 6098413-23
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Prosenio versendet „Danke“-Pakete an Pflegedienste

proSenio versendet „Danke“-Pakete an Pflegedienste

Berlin/Augsburg/München/Kitzbühel, 21.04.2020 – Der Einsatz und die Expertise der Pflegefachkräfte sind in aktuellen Krisenzeiten unsere Lebensretter. Deshalb möchten wir uns bei allen Kräften, die sich meist in Verborgenen um hilfs- und pflegebedürftige Menschen aller Altersstufen kümmern, mit einem besonderen Paket bedanken.

#alludesagtdanke, #sportalmsagtdanke, #proseniosagtdanke… unter diesen Hashtags starten Frau Prof. Susanne Porsche, Frau Andrea Karg von Allude und Frau Ulli Ehrlich von Sportalm Kitzbühel eine Aktion, in deren Rahmen hochwertige Kollektionsteile an Pflege- und Fachpersonal versandt werden um die großartige Arbeit zu honorieren und eben danke zu sagen.

Mit Hilfe der proSenio, u.a. Betreiber der PflegeBox und der Aktivwelt, werden in dieser Woche Pakete mit Fashionbekleidung sowie hochwertigem Cashmerestrick auf die Reise zu über 400 Pflegediensten geschickt.

„Wir unterstützen das Vorhaben sehr gerne und übernehmen den Versand an Pflegedienste aus unserem bundesweiten Netzwerk. Wir wissen, wie hart und aufopfernd die Pflegeeinrichtungen derzeit arbeiten und freuen uns darum, Teil der Aktion zu sein.“ ergänzt Ulli Papke, Geschäftsführer der proSenio.

Über Allude

Die 1993 von Andrea Karg gegründete Marke Allude mit Sitz in München ist das Synonym für luxuriösen Cashmerestrick.

Über Sportalm Kitzbühel

Das Familienunternehmen Sportalm Kitzbühel mit Inhaberin Ulli Ehrlich produziert Fashion-, Ski- und Trachtenkollektionen mit außergewöhnlichen Details und femininer Sportivität von hoher Qualität.

Über Prof. Susanne Porsche

Neben ihrer Tätigkeit als Produzentin in der Film-und Fernsehbranche investiert Susanne Porsche in Start Ups und engagiert sich vielfältig im gesellschaftlichen und sozialen Bereich.

Über proSenio

ProSenio bietet eine Vielzahl an Lösungen für die Bedürfnisse im Alter und im Speziellen für Pflegehaushalte. Neben der PflegeBox und Dienstleistungen rund um das Thema Pflege, bietet proSenio Hilfsmittel für Senioren sowie Hör- und Sehgeschädigte an.

Ansprechpartner proSenio GmbH

Ulli Papke
Geschäftsführung
+49 (0)163 7767788
[email protected]

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Prosenio/Pflegebox unterstützt Münchner Initiative „Kochen für Helden“

proSenio/PflegeBox unterstützt Münchner Initiative „Kochen für Helden“

Berlin/Augsburg, 15.04.2020 – Die Initiative „Kochen für Helden“ startet nun auch in München. Eine Kooperation der Spitzenköche von MURAL & MURAL Bar, Xaver’s, Frank Weinbar und Tian versorgen Personal unter dem Hashtag #mingahoitzam die Helden der Corona-Krise. In Münchner Kliniken, Pflegeeinrichtungen, Praxen und Pflegediensten versorgen hunderte von Mitarbeitern mit aufopferndem Einsatz unsere Mitmenschen. „Kochen für Helden“ möchte für dieses Engagement danken. Nicht nur mit Essen zum Sattwerden, sondern mit Genussmomenten. Einer kleinen Auszeit vom Stress voller Menschlichkeit, die kurz die eigenen Bedürfnisse in den Vordergrund rücken lässt. proSenio/PflegeBox unterstützt „Kochen für Helden“ und vermittelt Pflegeeinrichtungen, deren Helden diese Auszeit verdient haben.

Seit der Osterwoche stehen die #mingahoitzam-Köche hinter dem Herd. Fertig verpacke Essen wurden bereits an die ersten Pflegedienste verteilt. Mit einfacher Kücheneinrichtung können die kulinarischen Leckerbissen aufgewärmt werden. Aber auch in größeren Mengen wird für Klinik-Kantinen gekocht. Qualität und Genuss für große Teams.

Regionale Zulieferer unterstützen durch ihre Lebensmittelspenden mit Frische und höchster Güte. Der Münchner Hofbräukeller stellt den Köchen für Ihr Vorhaben die eigene Großküche zur Verfügung.

Durch die Unterstützung von proSenio, u.a. Betreiber der PflegeBox und der Aktivwelt, findet die Aktion die richtigen Adressaten. „Wir haben mit unserem großen Partner-Netzwerk zahlreiche Kontakte zu Pflegeeinrichtungen, um im Großraum München möglichst viele Pflegekräften durch die Aktion „Kochen für Helden“ zu unterstützen. Darüber hinaus sind, dank unserem deutschlandweiten Netzwerk, keine regionalen Grenzen gesetzt. Einer Ausweitung der Aktion steht also nichts im Wege“, so die Geschäftsführer der proSenio GmbH, Ulli Papke und Christian Fleck.

Medizinische sowie Pflegeeinrichtungen können sich alternativ jederzeit unter [email protected] zur Belieferung anmelden.

Über proSenio

proSenio bietet eine Vielzahl an Lösungen für die Bedürfnisse im Alter und im Speziellen für Pflegehaushalte. Neben der PflegeBox und Dienstleistungen rund um das Thema Pflege, bietet proSenio Hilfsmittel für Senioren sowie Hör- und Sehgeschädigte an.

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In der Krankenpflege zu arbeiten kann sehr erfüllend sein!

Erzähl mal, wie ist es in der Pflege zu arbeiten?

Wir haben mal nachgefragt und eine Schülerin der Gesundheits- und Krankenpflege hat geplaudert. Sie hat uns einen sehr offenen Einblick über ihre Ausbildung in der Pflege gegeben! Erzählt von bewegenden Momenten, von Problemen in der Praxis und von ihren Zielen und Wünschen nach der Ausbildung!

Mein Name ist Jenny und ich bin 20 Jahre alt. Ich befinde mich im zweiten Lehrjahr meiner Ausbildung als Gesundheits- und Krankenpflegerin im dualen Zweig. Das bedeutet ich studiere gleichzeitig noch Therapie- und Pflegewissenschaften. In meiner Freizeit arbeite ich ehrenamtlich im Rettungsdienst und Bevölkerungsschutz bei der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. in Dortmund und treibe zum Ausgleich dazu viel Sport.

Je mehr mir davon abgeraten worden ist die Ausbildung zu machen, desto größer wurde mein Interesse und das Bedürfnis, die Menschen die mir davon abraten vom Gegenteil zu überzeugen.

Interview mit Jenni

Warum ist es ausgerechnet die Gesundheits- und Krankenpflege geworden?

Ich wollte wie viele in diesem Beruf nach dem Abitur studieren. Allerdings habe ich nicht direkt einen Studienplatz bekommen und mich dann für eine Ausbildung in der Krankenpflege entschieden. Dabei wurde mir schnell klar, dass es ein Beruf mit Zukunft ist und dass ich definitiv nichts Anderes mehr machen möchte.

Hattest du bei der Entscheidung bestimmte Erwartungen?

Meine Erwartung war eine sehr gute Vermittlung der Lehrinhalte. Schließlich wollte ich die Theorie in der Praxis mit einer gewissen Sicherheit anzuwenden, um die bestmögliche Patientenversorgung sicherstellen zu können. Außerdem war mir vor vorab klar, dass ich sowohl physisch, als auch psychisch an meine Grenzen kommen werde. Nichtsdestotrotz hat es mich nicht davon abgehalten die Ausbildung anzutreten.

Es gibt ja ein bestimmtes Bild über den Gesundheitssektor in der Öffentlichkeit. Hat dich dieses bei deiner Berufswahl beeinflusst?

Absolut! Es gab Momente in denen mir aktiv davon abgeraten wurde eine Ausbildung in der Krankenpflege zu machen. Natürlich wurde ich diesbezüglich mit den (leider) klassischen Klischees konfrontiert: „Eine Pflegekraft verdient doch nichts”, oder “Mit deinem Abschluss kannst du in besseren Berufen arbeiten, als in der Pflege.”. Da hat keiner so wirklich ein Blatt vor den Mund genommen oder dem Beruf eine Chance gegeben. Aber ich muss sagen, je mehr mir davon abgeraten worden ist die Ausbildung zu machen, desto größer wurde mein Interesse und das Bedürfnis, die Menschen, die mir davon abrieten, vom Gegenteil zu überzeugen.

Was genau gefällt dir in diesem Feld besonders?

In der Krankenpflege zu arbeiten kann sehr erfüllend sein. Ich trage als Pflegekraft dazu bei Patienten zur bestmöglichen Gesundheit zu verhelfen und lernt den menschlichen Körper sehr gut kennen. Das geht mit einer großen Verantwortung einher.  Hinzukommt, dass es gar nicht verkehrt ist Kontakte zu einem guten Krankenhaus zu haben.

Wie sieht denn ein typischer Arbeitstag für dich aus?

Zum Frühdienst muss ich gegen 4:30 Uhr aufstehen, um 6:00 Uhr den Dienst anzutreten. In der Regel erfolgt als erstes eine Übergabe, in der alle Pflegekräfte auf den neuesten Stand gebracht werden. Bevorstehende OPs und Untersuchungen eines Patienten, Besonderheiten wie Allergien oder Krankheitsverläufe – sowohl positiv als auch negativ. Besondere ärztliche oder pflegerische Maßnahmen – Einfach alles, was für die folgende Schicht wichtig ist. Danach werden die Stationen aufgeteilt, da jeder seinen eigenen Bereich hat für den er zuständig ist. Anschließend werden die ersten Parameter gemessen, das heißt Puls, Blutdruck, Temperatur und Schmerzen. Parallel dazu werden die Patienten von anderen Pflegekräften bei der Körperpflege unterstützt. Gegen 8:00 Uhr wird dann das Frühstück verteilt, oder vorbereitet und, sofern nötig, Patienten beim Frühstück unterstützt. Gegen Mittag stehen weitere Pflegemaßnahmen an. Dazu gehören z.B. Sonden legen, Infusionen anhängen und vorbereiten, den Patienten zur Prophylaxe lagern. Natürlich klingeln auch viele Patienten, wenn sie etwas benötigen. Darum müssen wir uns genauso kümmern, wie um die Sicherung der Hygiene und vieles Mehr, was den Rahmen hier sprengen würde. Wichtig zu sagen ist, dass die Maßnahmen die getroffen werden immer vom Patienten und dessen pflegerisches Bedürfnis bzw. Krankheit abhängig ist.

Darauf folgt das Mittagessen: ggf. ist es nötig vorher den Blutzucker und erneut die Vitalparameter zu messen. Bei Auffälligkeiten wird der Arzt informiert und es wird interveniert. Über den Tag verteilt und auch nachdem die letzten Vitalparameter erhoben worden sind, wird dokumentiert. Das stellt mittlerweile eine zentrale Aufgabe dar. Gegen 13:30 ist dann der Schichtwechsel, bei dem der Spätdienst ebenfalls eine Übergabe bekommt und gegen 14 Uhr ist dann Feierabend. Die Abläufe im Spät- und Nachtdienst sind im Vergleich zum Frühdienst nahezu identisch.

Gibt es im Allgemeinen Situationen in der Praxis, auf die du in der Theorie nicht genug oder gar nicht vorbereitet wirst?

Sagen wir mal so: Das theoretische Grundwissen erhalten wir zwar für die Praxis, dennoch muss man sich viel eigenständig erarbeiten, da es sich bei der Ausbildung um Erwachsenenbildung handelt. Es ist in der Praxis alles zu sehen, was ich in der Schule gelernt und behandelt habe. Leider kommt es oft dazu, dass man auf Station nicht sehr viel beigebracht bekommt, weil die Stationen oftmals unterbesetzt sind.

Gab es in deiner Ausbildung bisher einen Moment, der dich besonders berührt hat?

Also ich muss sagen, mein erster Einsatz in der Ausbildung war in der Diabetologie. Ich wusste bereits von Kollegen, dass dieser Einsatz vom Arbeitsaufkommen anstrengend wird. Es kam allerdings noch schlimmer als erwartet: Ich wurde so mit Eindrücken überladen, dass man diese kaum verarbeiten konnte. Das Team war super lieb, sie haben mich herzlich aufgenommen und haben meinen vollsten Respekt. Dadurch, dass der Großteil der Patienten an Diabetes erkrankt ist oder an DFS (Diabetisches Fußsyndrom) ist der Tagesablauf da sehr strikt vorgegeben und terminiert. Es muss regelmäßig gemessen, die Visite muss vorbereitet werden und unzählige Verbandswechsel, jeden Tag! Das bereitet einen sehr gut für die Ausbildung vor. Aber einen Patienten habe ich nie vergessen. Es war ein älterer Herr der extra aus einer anderen Stadt anreiste, um sich in unserer Klinik behandeln zu lassen. Leider ging es ihm gesundheitlich überhaupt nicht gut und wurde schon als Palliativpatient eingestuft. Wir haben uns sehr gut verstanden. Ich als Schülerin habe immer etwas mehr Zeit als die examinierten Kräfte und diese habe ich mir dann auch genommen, um mich um die Patienten zu kümmern. Am Ende meines Einsatzes ging es ihm immer besser und er konnte dann auf eine neue Station verlegt werden. Eines Tages kam seine Frau auf mich zu und wollte mir einen Präsentkorb mit regionalen Leckereien aus Aachen überreichen, weil sie so glücklich und erleichtert gewesen ist, dass wir uns so gut um ihren Mann gekümmert haben. Ich habe den Korb nicht angenommen, aber die Geste zählt. Das ein oder andere Tränchen ist da auch von meiner Seite aus geflossen.

Wie würdest du jemanden, der eine Ausbildung sucht, deinen Beruf beschreiben bzw. nahebringen?

Der Beruf des Gesundheits- und Krankenpflegers ist unglaublich facettenreich und niemals langweilig. Wenn man in einem Beruf arbeiten möchte der Zukunft hat und einem viele Perspektiven bietet, dann ist die Pflege genau das Richtige! Kein Tag ist wie der nächste. Es gibt immer etwas Neues.

In der Regel ist einem nach der Ausbildung der Arbeitsplatz bereits gesichert und es werden einem oft Weiterbildungsmöglichkeiten eröffnet, die einen dann auch beruflich weiterbringen. Es gibt unglaublich viele Fachrichtungen und Abteilungen. Eins muss ich aber klarstellen: Es ist nicht wie bei „Greys Anatomy“, oder „Schwester Stefanie“. Ich kann es jedem empfehlen, der Freude am Leben und am Umgang mit Menschen hat und etwas Produktives und sehr Dankbares mit seiner Zeit machen möchte.

Musstest du schon einmal in der Praxis beobachten, wie Pflegekräfte nicht fachgerecht mit einem Patienten umgegangen sind? Aus Zeitmangel zum Beispiel?

Bis jetzt blieb mir das zum Glück erspart. Wenn es zeitlich knapp ist, holt man sich einen Kollegen dazu, um solche Situationen zu umgehen. Krankenpflegeschüler sind da eine große Stütze. Trotzdem lässt sich der Umstand des Pflegenotstandes nicht beschönigen. Man ist dem System einfach ausgesetzt. Trotz allem: Die Community und der Wille gegen den Notstand anzukämpfen sind sehr groß, wodurch doch noch Hoffnung besteht etwas verändern zu können.

Welche Eigenschaften sollte ein Gesundheits- und Krankenpfleger in deinen Augen mitbringen?

Eine hohe Arbeitsbereitschaft ist wichtig. Der Beruf eines Krankenpflegers ist nun mal anstrengend und erfordert viel Kraft, sowohl mentale als auch körperliche. Die Motivation und Fröhlichkeit einer Pflegekraft färbt sich auf den Patienten ab, wodurch dieser sich wohler fühlt und seine Beschwerden auch für einen Moment vergessen kann. Zunehmend gewinnen Eigenschaften wie Geduld und Professionalität immer mehr an Bedeutung, weil man auch mit schwierigen und belastenden Situationen umgehen können und dementsprechend handeln muss. Ach und Spaß und Freude sind bei der Arbeit nie verkehrt!

Woran liegt es deiner Meinung nach, dass die Pflege nicht die erste Wahl in der beruflichen Zukunft ist?

Es wird immer mehr über den Zustand innerhalb der Krankenhäuser aufgeklärt. Es geht immer wieder um Themen wie dem Pflegenotstand, schlechten Arbeitsbedingungen und Bezahlung. Das ist natürlich sehr abschreckend. Hinzukommt, dass immer mehr Jugendliche Abitur machen und studieren. Eine Ausbildung ist da oftmals keine Option. Übrigens kann man auch in der Krankenpflege ein duales Studium absolvieren. Mache ich auch und kann es nur empfehlen.

Wo siehst du dich beruflich in 5 Jahren und was genau wünscht du dir für die Pflege?

Ich sehe mich eindeutig in Mosambik. Ich möchte gern als Krankenschwester einen Auslandseinsatz in Afrika machen und dann wieder in der Notausnahme arbeiten. Anschließend möchte ich als Lehrerin für Gesundheitsberufe arbeiten. Mein Wunsch für die Pflege ist ganz klar Veränderung hinsichtlich des Pflegenotstandes und des Gesundheitssystems. Heißt: Bessere Arbeitsbedingungen, bessere Vergütung und familienfreundlichere Arbeitszeitenmodelle.

Ach und grundsätzlich fände ich für mich ein kleines Häuschen klasse!

Wir wünschen Dir für deine persönliche und berufliche Zukunft nur das Beste liebe Jenny!
Vielen Dank für deine offenen Worte zu deiner Ausbildung in der Pflege.

Wer mehr von Jenny wissen möchte, dem können wir ihren Instagram Account pflege_welt sehr ans Herz legen!

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Informationen zu Erkrankungen durch das Coronavirus

Informationen zu Erkrankungen durch das Coronavirus

Coronaviren identifizierten Forscher erstmals in den 60er Jahren. Sowohl Menschen als auch Tiere können durch dieses Virus infiziert werden. Das Virus verursacht im menschlichen Organismus verschiedene Krankheiten: Unter anderem ist es möglich, dass sich ähnliche Symptome wie bei einer Erkältung zeigen. In extremen Fällen führen Coronaviren jedoch auch zu einem tödlichen Ende.

Bei den verwandten Viren SARS und MERS  handelt es sich um weniger leicht übertragbare Krankheiten. Rückblickend haben sie allerdings zu großen Ausbrüchen, unter anderem in Krankenhäusern, geführt.

Aktueller Kenntnisstand zu 2019-nCoV

Besonders betroffen und Herd der Ausbreitung ist die chinesische Metropole Wuhan. Erste Fälle sind Anfang des Dezembers 2019 registriert worden und bis zum Ende Januar rasant angestiegen. Mittlerweile sind nicht nur Regionen rund um den Ausbruchsort betroffen, sondern auch europäische Länder.

Der Ausbruch wurde durch das neuartige Coronavirus 2019-nCoV verursacht. Genetisch ist es eng mit dem SARS Virus verwandt, jedoch sind eine Vielzahl an Eigenschaften bisher unbekannt. Dazu gehören unter anderem Informationen zur Schwere des Krankheitsverlaufs sowie die exakte Quelle des Ausbruchs.Die Inkubationszeit des Virus beträgt gemäß derzeitigen Erkenntnissen bis zu 14 Tage. Das aktuelle Virus scheint laut des Robert Koch Instituts mit einem vergleichsweise schweren Krankheitsverlauf einher zugehen. Neben grippeähnlichen Symptomen wie Husten oder Schnupfen treten weiterhin Fieber und starke Atembeschwerden auf. Betroffen sind die unteren Atemwege, welche zumeist eine Pneumonie nach sich ziehen.

Eine Pneumonie (Lungenentzündung) ist eine akute oder chronisch verlaufende Entzündung. Betroffen sind dabei die Lungenbläschen oder das Lungengewebe.

Wie wird das Corona Virus übertragen?

Zu Beginn vermuteten Behörden in China, dass sich Personen auf einem Fischmarkt in Wuhan infiziert hätten. Mittlerweile wurde eine Mensch-zu-Mensch Übertragung mittels Tröpfcheninfektion bestätigt. So verzeichneten Behörden erste Ansteckungsfälle zuerst in China und Vietnam und zuletzt in Deutschland. In Einzelfällen wurde bekannt, dass sich Personen bei bereits Infizierten angesteckt haben.

Besonders anfällig für dieses Virus sind bereits geschwächte Personen. Das heißt mit einer bereits vorhandenen chronischen Erkrankung oder einem geschwächten Immunsystem. Weiterhin sind ältere Personen betroffen.

Prävention statt Panik

Um die Ansteckung bei übertragbaren Krankheiten zu vermeiden, gilt allgemein eine gründliche Händehygiene: Regelmäßiges Hände waschen in Verbindung mit Desinfektion. Außerdem sollten Hust- und Nies-Ettikette genauso beachtet werden, wie ein angemessener Abstand von einem Meter zu Personen.

Zu beachten ist, dass in Anbetracht der Grippewelle diese Hinweise zu jeder Zeit angeraten sind.

Wann sollte ich einen Mund-Nasen Schutz tragen?

Es ist wissenschaftlich nicht belegt, dass das Tragen eines solchen Schutzes das Risiko einer Ansteckung verringert. Ausgenommen hiervon sind besondere Situationen wie sie zum Beispiel in der Gesundheits-, Kranken- und Altenpflege vorzufinden sind. Es ist dennoch sinnvoll, wenn bereits erkrankte Personen einen Mund-Nasen Schutz tragen, wenn sie in öffentlichen Orten zugegen sind. Somit wird die Verbreitung eines Virus eingedämmt. Es ist dabei vielmehr die Rede von Fremdschutz, als sich selbst zu schützen.

Wichtig: Der Mund-Nasen Schutz muss, um optimal vorzubeugen, korrekt sitzen: Enganliegend und vor einer Durchfeuchtung auswechseln.

Das raten Experten in dieser Pandemie

Sollten Sie sich in dem Risikogebiet aufhalten oder im Verlauf des vergangenen Monats dort gewesen sind, Kontakt mit infizierten Personen haben oder hatten und innerhalb von 14 Tagen die oben beschriebenen Symptome aufzeigen, kontaktieren Sie ihren Arzt.

Wichtig hierbei ist, dass das Krankenhaus oder die Arztpraxis telefonisch vorher in Kenntnis gesetzt wird, um entsprechende Maßnahmen einzuleiten. Schildern Sie Ihren Verdacht und folgen Sie die darauffolgenden Anweisungen des behandelnden Arztes.

Eine Pandemie ist eine länder- beziehungsweise kontinentübergreifende Ausbreitung einer Krankheit beim Menschen. Speziell die Ausbreitung einer Infektionskrankheit. Die begrenzte Ausbreitung einer solchen Krankheit wird Epidemie genannt.

Die WHO ruft den Gesundheits-Notstand aus

Was bedeutet das genau?

Die derzeitige Lage aufgrund des Coronavirus wurde von den UN Behörden als „außergewöhnliches Ereignis“ definiert. Es stellt insbesondere für arme Länder mit schwach ausgeprägtem Gesundheitssystem eine Gefahr dar. Die 190 Mitgliedsländer sollen nun von der WHO angeratene Krisenmaßnahmen einleiten, um einer weiteren Ausbreitung entgegenzuwirken. Mit einem nationalen Notstand werden für Gewöhnlich mehr finanzielle und andere Ressourcen freigegeben, um Unterstützung zu leisten. Es ist nicht undenkbar, dass durch diese Notlage sowohl der Reiseverkehr, als auch der Handel eingeschränkt werden.

Ist Deutschland auf den 2019-nCoV vorbereitet?

Das Bundesministerium für Gesundheit äußert sich dazu wie folgt:

Deutschland ist bestmöglich vorbereitet. Vor allem das Netzwerk von Kompetenzzentren und Spezialkliniken in Deutschland ist international beispiellos. Wir verfügen über ein sehr gutes Krankheitswarn- und Meldesystem und Pandemiepläne. Außerdem werden in Deutschland regelmäßige Notfallübungen an Flughäfen durchgeführt. Die Koordinierung und Informationen übernimmt das Robert Koch-Institut. Die Gesundheitsbehörden der Flughäfen von Hamburg, Düsseldorf, Frankfurt, München und Berlin stimmen sich aktuell eng mit dem RKI und dem Bundesverkehrsministerium ab und haben Informationsmaterial für ankommende Reisende aus China vorbereitet. Abhängig von der Risikoeinschätzung für Deutschland werden fortlaufend weitere mögliche Maßnahmen geprüft.

Derzeit lägen noch kein sicherer Impfschutz und ebenfalls keine spezifische Therapiemethode zur Bekämpfung des Virus vor. Australischen Forschern jedoch ist es gelungen, diese Form des Coronavirus im Labor nachzuzüchte