Grundpflege

Grundpflege - Überblick der Maßnahmen und Finanzierung

Inken Ostendorf
Inken Ostendorf

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Unter dem Begriff „Grundpflege“ versteht man Unterstützung bei alltäglichen Aufgaben. Mit steigendem Alter steigt die Wahrscheinlichkeit, dass wir unseren Alltag nicht mehr allein meistern können und Unterstützung brauchen. Aber auch bei Erkrankungen oder Verletzungen kann es dazu kommen, dass wir Hilfe brauchen. Für solche Fälle gibt es die Grundpflege und Behandlungspflege.

So wird Ihnen zum Beispiel dabei geholfen, sich umzuziehen, bei der Körperpflege, bei der Zubereitung und Einnahme von Mahlzeiten oder bei der Mobilität. Die Grundpflege kann zuhause, stationär oder teilstationär durchgeführt werden.

Sie muss nicht unbedingt von Pflegepersonal übernommen werden, sondern kann auch von Freunden oder Angehörigen erbracht werden. Davon abzugrenzen ist der Begriff „Behandlungspflege“, der sich auf ärztlich verordnete Behandlungen wie Medikamenteneinnahme und Verbandswechsel bezieht.

Im folgenden Artikel wollen wie Ihnen genauer vorstellen, was man unter der Grundpflege versteht.

Inhalt

Was heißt Grundpflege genau?

Die Bezeichnung „Grundpflege“ umfasst all solche Hilfestellungen im Alltag, welche grundlegende, alltägliche und daher wiederkehrende Tätigkeiten betreffen. Darunter fallen Hilfeleistungen bei der Körperpflege, wie Duschen, Haarewaschen, Nahrungsaufnahme, Mobilität oder Kleiderwechsel. So kann die zu betreuende Person zum Beispiel dabei unterstützt werden, sich zu waschen, zu duschen, die Zähne zu putzen oder sich zu kämmen.

Hilfe bei der Zubereitung und beim Verzehr von Lebensmitteln fällt ebenso unter Grundpflege wie Hilfe beim Aufstehen, beim Treppensteigen und beim Verlassen der Wohnung.

Hier geht es auch darum, Folgeerkrankungen oder Verschlechterungen des Zustandes zu vermeiden. So wird die pflegebedürftige Person dabei unterstützt, Gedächtnisübungen zu machen oder Tätigkeiten im Haushalt soweit wie möglich selbstständig zu erledigen.

Wie hoch ist der Pflegeaufwand bei der Grundpflege?

Der Pflegeaufwand richtet sich also sehr nach der Hilfsbedürftigkeit der Person. Dabei gehören einige Tätigkeiten nicht mehr zum Bereich dieser Pflegeform: Zum Beispiel gehören Hilfe bei der Einnahme von Medikamenten oder Verbandswechsel nicht dazu.

Je nach Bundesland gibt es verschiedene Kategorien, nach denen Grundpflege unterschieden wird. So gibt es zum Beispiel die Grundpflege im Bett oder die Grundpflege am Waschbecken. Am häufigsten wird jedoch in große und kleine Grundpflege unterteilt. Der Unterschied besteht hauptsächlich im Aufwand, der bei den GrundpflegeTätigkeiten entsteht.

So beinhalten zwar große und kleine Grundpflege die Körperpflege, bei der kleinen Grundpflege werden jedoch einzelne Körperteile am Waschbecken gewaschen, wie zum Beispiel Gesicht und Oberkörper. Dagegen wird bei der großen Grundpflege der gesamte Körper entweder unter der Dusche oder in der Badewanne gewaschen. Zur Grundpflege kann aber auch die Unterstützung bei der Aufrechterhaltung von sozialen Kontakten zählen.

Wer hat Anspruch auf Grundpflege?

Anspruch auf diese Pflege haben Menschen, die nach einer Begutachtung durch einen Mitarbeiter des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen (MDK) einen anerkannten Pflegegrad zugeordnet bekommen.

Bei Pflegegrad 1 steht für die Grundpflege lediglich der sogenannte Entlastungsbetrag von 125 Euro zur Verfügung.

Zu Hause Gepflegte ab Pflegegrad 2 erhalten mehr Unterstützung für die Grundpflege in Form von Pflegegeld oder Pflegesachleistungen.

Hierbei kann es sich um eine vorrübergehende oder dauerhafte Pflegebedürftigkeit handeln.

Wer zahlt die Kosten für die Grundpflege?

Für die Kostenübernahme kommen unterschiedliche Träger in Frage. Der Grund, weshalb eine Person Grundpflege erhalten soll, ist für den Kostenträger entscheidend:

Unfall oder Erkrankung

Verordnet ein Arzt nach einem Unfall oder einer Erkrankung die Grundpflege, fallen die Leistungen unter die häusliche Krankenpflege. Sie werden somit von der Krankenkasse übernommen.

Verordnung bei dauerhafter oder vorrübergehender Pflegebedürftigkeit

In diesem Fall werden die Kosten von der Pflegeversicherung übernommen. Wird die Betreuung durch Angehörige übernommen, gibt es dafür ein Pflegegeld von den Pflegekassen. Wie hoch dieses ausfällt, ist abhängig vom festgestellten Pflegegrad. Das Pflegegeld kann zwischen 316 Euro (bei Pflegegrad 2) bis zu 901 Euro (bei Pflegegrad 5) variieren.

Tipp: Da die Pflichtversicherung meist nicht die kompletten Kosten für die Grundpflege abdeckt, ist eine private Pflegeversicherung eventuell eine Überlegung wert.

Alternativ kann diese Pflegeform von einem ambulanten Pflegedienst geleistet werden. Dafür steht Pflegebedürftigen ab Pflegestufe 2 der Betrag der Pflegesachleistungen zur Verfügung.

Welche Maßnahmen zählen zum Bereich „Körperpflege“?

Unter den Bereich der Körperpflege fallen hier folgende durch einen Pfleger unterstütze Maßnahmen:

  • Unterstützung beim Duschen oder Baden
  • Hilfe beim Waschen,
  • Kämmen
  • Zähne putzen
  • Rasieren
  • Unterstützung bei der Darm- oder Blasenentleerung

Zusätzlich wird die pflegebedürftige Person bei der Hautpflege unterstützt.

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Welche Maßnahmen zählen zum Bereich „Ernährung“?

Im Rahmen der Grundpflege erhalten Sie Hilfe bei der mundgerechten Zubereitung von Mahlzeiten und bei der Nahrungsaufnahme. Auch kann die zu betreuende Person mit Unterstützung der Pflegeperson selbst Mahlzeiten zubereitet.

Welche Maßnahmen zählen zum Bereich „Mobilität“?

Ein wichtiger Aspekt innerhalb der ist die Unterstützung bei der Mobilität von Pflegebedürftigen. Dazu gehören Hilfestellungen bei:

  • Aufstehen und Schlafengehen
  • An- und Ausziehen
  • Treppensteigen
  • Gehen
  • Stehen
  • Verlassen der Wohnung oder Pflegeeinrichtung, sowie bei der Heimkehr

Je nach Notwendigkeit wird dem Pflegebedürftigen auch mit kleineren Übungen dabei geholfen, eigene Mobilität zu erhalten oder wiederzuerlangen. In diesem Fall spricht man von ergotherapeutischen Maßnahmen. Die pflegebedürftige Person wird jedoch nicht beim Einkaufen unterstützt oder bei sonstigen Besorgungen oder Tätigkeiten außerhalb der Wohnung oder des Pflegeheimes. Diese Art von Unterstützung fällt in die häusliche Pflege.

Was sind Pflegestandards in der Grundpflege?

Pflegestandards dienen der Optimierung und Vereinheitlichung der Pflegeleistungen. Unterschieden wird zwischen Ablaufstandards, Durchführungsstandards und Standardpflegepläne.

Ablaufstandards regeln die organisatorischen Abläufe bei Pflegetätigkeiten, Durchführungsstandards sehen bestimmte Maßnahmen vor, um ein vorgegebenes Pflegeziel zu erreichen. Standardpflegepläne werden für bestimmte Diagnosen und Krankheitsbilder erstellt, um die für diese Erkrankung bestmögliche Pflege zu gewährleisten. Universalstandards sind grundsätzliche ethische Normen, die von der WHO festgelegt sind und länderübergreifend gleich sind.

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