• Schlaganfall - keine Minute verlieren!

Beim Schlaganfall, der medizinisch als Apoplex oder Hirnschlag bezeichnet wird, handelt es sich um eine akute Durchblutungsstörung im Gehirn. Die Erkrankung muss so schnell wie möglich ärztlich behandelt werden. Sonst sterben viele Gehirnzellen ab, sodass bleibende Schäden wie Lähmungen und Sprachstörungen möglich sind. Apoplex kann sogar tödlich enden.

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Es handelt sich hierbei um eine akute Funktionsstörung des Gehirns. In mehr als 80 Prozent der Fälle ist die Ursache ein verminderter Blutfluss und in rund 15 Prozent eine Blutung. Die betroffenen Hirnbereiche erhalten nicht mehr genügend Sauerstoff und Nährstoffe, wodurch diese Areale absterben und ihre Funktionen ausfallen. Das Gehirn reagiert auf einen Sauerstoffmangel sehr empfindlich. Innerhalb weniger Minuten wird Gehirngewebe zerstört und es kommt zu entsprechenden Ausfällen, die oftmals nicht reparabel sind. Der Schlaganfall ist die häufigste Erkrankung, die zu einer dauerhaften Behinderung führt und weltweit die zweithäufigste Todesursache. Jedes Jahr erleiden rund 275.000 Menschen einen Schlaganfall. Innerhalb eines Jahres sterben etwa 40 Prozent daran. Meist tritt Apoplex bei älteren Menschen auf, doch die Erkrankung kann jeden treffen, auch Kinder.

Schlaganfall – Ursachen und Symptome

Was passiert bei einem Schlaganfall?

Die häufigste Ursache sind plötzliche Durchblutungsstörungen. Diese sind vorwiegend durch eine akute Minderdurchblutung bedingt. Der Auslöser einer akuten Minderdurchblutung ist meistens ein Gefäßverschluss aufgrund einer fortschreitenden Arteriosklerose. Der Schlaganfall resultiert aus einem Missverhältnis zwischen der Blutzufuhr und dem Bedarf. Doch auch ein Bluterguss im Gehirn, Störungen des Blutgerinnungssystems, Gehirnentzündungen oder Tumore können die Ursachen sein.

Schlaganfall erkennen

Mögliche Symptome eines Schlaganfalls sind:

  • heftige Kopfschmerzen, da der Blutdruck stark ansteigt, um die verminderte Versorgung im Gehirn auszugleichen

  • Übelkeit und/oder Erbrechen

  • Empfindungsstörungen wie Kribbeln in einem Arm, Bein, einer Gesichtshälfte oder gesamten Körperhälfte

  • plötzliche Sprachstörung

  • Bewusstseinsstörungen

  • teilweise oder halbseitige Lähmung wie hängender Mundwinkel

  • Gehschwierigkeiten

  • Sehstörungen, beispielsweise Augenflimmern

Die Symptome richten sich danach, welche Areale betroffen sind. Es gibt auch unbemerkte Schlaganfälle in Hirnbereichen, die keine auffälligen Anzeichen zeigen.

Diagnose, Behandlung und Verlauf

Die meisten Schlaganfälle treten plötzlich auf und zeigen deutliche Symptome. Dann sollte möglichst schnell ein Notarzt alarmiert werden, da beim Schlaganfall jede Minute zählt. Die Diagnose ergibt sich meistens bereits anhand der neurologischen Ausfälle. Ein Beweis ist durch eine Computertomographie oder ein MRT möglich. Umso früher die Behandlung beginnt, desto größer sind die Überlebenschancen. Zudem können dadurch Behinderungen verhindert werden. Zu den lebensrettenden Maßnahmen gehören die Aufrechterhaltung und Überwachung des Herzschlags, Kreislaufs und der Atmung. Auch der meist erhöhte Blutdruck muss gesenkt werden.

Kann eine Hirnblutung ausgeschlossen werden, können Medikamente das Blutgerinnsel auflösen, um den betroffenen Gehirnabschnitt wieder zu versorgen. Bei großen Hirnblutungen kann eine Operation notwendig sein. Rehabilitationsmaßnahmen wie Krankengymnastik, Physiotherapie sowie Sprach- und Ergotherapie können im Anschluss die Folgeschäden begrenzen und einen Pflegebedarf vorbeugen.

Schlaganfall – wer zahlt das Pflegeheim?

Wird ein Familienmitglied pflegebedürftig und muss im Heim untergebracht werden, geht dies für die Betroffenen meistens mit hohen Kosten einher. Nicht immer genügt das Vermögen des Erkrankten. Die Pflegeversicherung übernimmt den gesetzlich festgelegten Anteil. Die Höhe hängt von dem jeweiligen Pflegegrad ab. Der Pflegebedürftige muss für den Rest aufkommen. Reichen die finanziellen Mittel nicht aus, zahlt das Sozialamt oder die Familie des Pflegebedürftigen.

Unser Fazit

Ein Schlaganfall ist lebensbedrohlich. Bei einem Verdacht sollte umgehend der Notarzt gerufen werden. Zur Vorbeugung ist es sehr wichtig, Erkrankungen, die das Risiko erhöhen, zu behandeln. Dazu gehören der Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen, Herzrhythmusstörungen und Diabetes. Achten Sie daneben auf eine gesunde Ernährung mit reichlich Obst und Gemüse, ausreichend Bewegung, die Vermeidung von Übergewicht sowie den Verzicht auf Alkohol und Nikotin.