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Corona Pandemie - Darauf sollten Senioren beim Einkaufen achten

Uta Leyke
Uta Leyke

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Nach wie vor wird unser gewohnter Alltag durch die Corona Pandemie auf den Kopf gestellt. Regional und überregional werden je nach Infektionsausbreitungen Maßnahmen ergriffen, die uns in unserem Handlungsspielraum stark einschränken. Dazu gehört zum Beispiel auch die Thematik in der Corona Pandemie einkaufen. Durch diese Maßnahmen sollen die Menschen vor einer Ansteckung mit Covid-19 geschützt werden.

Besonderer Augenmerk gilt dem Schutz von vulnerablen Menschen. Da das fortgeschrittene Alter ein Risikofaktor für einen schweren Verlauf einer Coronaerkrankung gilt, gehören Senioren schon alleine wegen ihres Alters zur Risikogruppe. Viele Senioren bringen dabei weitere chronische Erkrankungen, weshalb sie zu weiteren Risikogruppen gehören.

Verständlicherweise können und wollen sich Senioren aber nicht über Wochen und Monate zu Hause einsperren. Manche Besorgungen, wie das Einkaufen von Lebensmitteln, sind auch für Senioren unabdingbar.

Wir haben daher ein paar Tipps zusammengestellt, wie Sie sich als Senior beim Einkaufen vor einer Coronainfektion schützen können.

Inhalt

Wie schützen Senioren sich am besten beim Einkaufen vor Corona?

Viele Senioren verhalten sich an die Infektionszahlen angepasst vorsichtig. Dazu gehört es, immer Abstand zu anderen zu halten und Menschengruppen zu vermeiden. Beides fällt jedoch beim Einkaufen schwer. 

Auch auf dem Weg zum Einkaufen gilt es, möglichst keinen Kontakt zu anderen Menschen zu haben. Am einfachsten geht das, wenn Sie mit dem eigenen PKW fahren können. Nur haben nicht alle Senioren einen Führerschein und ein Auto oder haben das Autofahren bereits aufgegeben. 

Wenn der Supermarkt dann nicht gerade um die Ecke ist oder Senioren nicht mehr gut zu Fuß sind, kann der corona-sichere Weg zum Supermärkte schwer umzusetzen sein. Um eine Ansteckung in öffentlichen Verkehrsmitteln auf dem Weg zum Einkaufen zu vermeiden wäre es sicherer, wenn Senioren auf andere Transportmöglichkeiten zurückgreifen. Vielleicht können Angehörige oder Nachbarn sie zum Einkaufen fahren oder die Senioren fahren mit dem Taxi.

Noch sicher wäre es für Sie sogar, wenn Sie – vor allem bei hohem Infektionsgeschehen – die Einkäufe von jemand anderem besorgen lassen. Falls weder Angehörige noch Freunde oder Nachbarn für Sie einkaufen gehen können, bieten viele Supermärkte einen Online-Shop an. Hier können Sie bequem von zu Hause alle benötigten Produkte aussuchen und Sie sich frisch und gekühlt zu Ihnen nach Hause liefern lassen.

Diese Tipps sollten Sie beim Einkaufen beachten

Es gibt eine Reihe an Verhaltensregeln, an die Sie sich während der Corona Pandemie beim einkaufen grundsätzlich halten sollten. Dazu gehören die vielfach zitierten AHA Regeln: Abstand halten, gründliches Händewaschen und Alltagsmaske tragen. Zu den weiteren Hygieneregeln gehören:
  • Niesetikette: In ein Papiertaschentuch niesen und dieses anschließend entsorgen
  • Hustenetikette: In den eigenen Ärmel husten
  • Sich außer Haus nicht ins Gesicht fassen
  • Handdesinfektionsmittel benutzen, wenn Händewaschen nicht möglich ist

Tipps für den Einkauf im Supermarkt

  • Erkundigen Sie sich in Ihrem Supermarkt, wann die ruhigsten Zeiten sind und vermeiden Sie Stoßzeiten am Abend und vor dem Wochenende
  • Tragen Sie in geschlossenen Räumen eine Mund-Nasen-Bedeckung
  • Das Tragen von Einweghandschuhen kann bei rissigen Händen oder kleinen Verletzungen sinnvoll sein
  • Halten Sie in den Gängen und an der Kasse mindestens 1,5 Meter Abstand 
  • Bringen Sie Geduld mit, damit Sie Zeit haben auf freien Zutritt zu Regalen zu warten
  • Unterhalten Sie sich im Geschäft nicht mit Bekannten sondern verschieben Sie das auf später
  • Zahlen Sie wenn möglich bargeldlos
  • Die Desinfektion der Hände nach Verlassen des Geschäfts kann sinnvoll sein
  • Vermeiden Sie wenn möglich den öffentlichen Nahverkehr

Zum Einkaufen dazu gehört während der Corona-Krise auch, dass Sie den Einkauf bereits im Vorfeld so planen, dass Sie möglichst selten in den Supermarkt müssen. Das bedeutet, dass Sie eventuell mehr Lebensmittel als gewohnt auf ein Mal einkaufen. Schreiben Sie sich einen Einkaufszettel und gleichen Sie Ihre Vorräte ab, die Sie noch zu Hause haben und die aufgebraucht werden müssen.

  •  Planen Sie im Voraus, wann Sie was kochen und machen Sie sich einen Einkaufszettel
  • Sortieren Sie die Produkte auf Ihrem Einkaufszettel nach ihrem üblichen Laufweg im Supermarkt
  • Schreiben Sie separate Einkaufslisten, wenn Sie in verschiedene Geschäfte müssen
  • Achten Sie auf das Haltbarkeitsdatum: Mitunter können lang-haltbare Lebensmittel aktuell eine gute Alternative sein
  • Besorgen Sie sich einen Einkaufstrolley um die möglicherweise ungewöhnlich großen Einkäufe nach Hause zu bringen
  • Falls Ihnen nur ein paar wenige Lebensmittel für die nächsten Tage fehlen, bitten Sie Ihre Nachbarn, es für Sie mitzubringen.

Natürlich können nicht alle Senioren sämtliche Tipps befolgen. Oft gehen Senioren lieber etwas regelmäßiger einkaufen und kaufen jedes Mal dafür nur wenige Lebensmittel. So können sie die Einkäufe besser nach Hause bringen. Oft sagen sie auch, dass sie ja nur für sich alleine kochen und nicht so große Portionen zubereiten. Die Angst, dass Lebensmittel schlecht werden könnten, ist insbesondere bei Senioren sehr ausgeprägt, weshalb sie zu kleineren Packungen tendieren.

Dabei können Senioren durchaus Zeit und Geld sparen, wenn sie größere Mengen auf einmal kaufen und auch größere Portionen kochen. Vor allem bei frischen, saisonalen Produkten, die oft im Angebot sind, lässt sich damit sogar Geld sparen.

Wenn Sie einen Tiefkühlschrank haben, können Sie sich viel Zeit sparen, wenn Sie zwei, drei oder vier Portionen auf einmal kochen und den Rest einfrieren. So haben Sie immer etwas im Eisfach wenn Sie einmal keine Muße haben, sich an den Herd zu stellen.

Für den Transport von größeren Mengen Lebensmittel kann sich die Investition in einen guten Einkaufstrolley lohnen. Diese gibt es häufig auch gebraucht zu kaufen. Senioren, die noch gut zu Fuß sind, können diese in der Regel mühelos hinter sich her ziehen. Für das Hochtragen können Sie ja vielleicht einen Nachbarn bitten.

Ist Ihnen während der Corona-Pandemie das Einkaufen und Kochen von warmen Mittagessens zu viel, können Sie auch auf eines der lokalen Angebote von Essen auf Rädern umsteigen.

Tipps für die Vorratshaltung

Gerade die Corona Pandemie hat uns gezeigt, dass sich die Vorratshaltung in solchen Krisenzeiten stark verändert. Aus Angst vor leeren Regalen neigen viele dazu, Hamsterkäufe zu tätigen. Dabei betont die Bundesregierung immer wieder, dass es in Deutschland keine Lieferengpässe bei Lebensmitteln oder anderen wichtigen Produkten kommen wird.

Eine Bevorratung mit Grundlebensmitteln, die für etwa zwei Wochen reichen, ist für Senioren aber auch ohne Corona-Pandemie ein gute Vorgabe. Das gilt besonders für ältere Menschen, die vielleicht nicht jeden Tag gleich viel Kraft haben, Besorgungen zu machen. Oder aufgrund der Witterung einmal ein paar Tage nicht zum Einkaufen kommt.

Typische Lebensmittel, die Sie zu Hause haben sollten

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Sicher gibt es noch viele weitere Lebensmittel, die Sie stets zu Hause haben möchten. Zum Beispiel auch Konservendosen oder Eingekochtes

Je nachdem, wie viele Vorräte jemand zu Hause hat, kann es im Vorratsschrank schnell etwas unübersichtlich werden. Schade wäre es dabei, wenn Lebensmittel vergessen werden und unbemerkt ablaufen.

Unser Tipp: Räumen Sie 1x im Monat alle Ihre Vorräte aus und sortieren Sie sie nach dem Haltbarkeitsdatum. Überprüfen Sie dabei gleich auch, dass keine Schädlinge an die Lebensmittel herangegangen sind. Sortieren Sie die Lebensmittel wieder so zurück, dass die mit der kürzesten Haltbarkeit vorne stehen. So wissen Sie genau, was Sie als erstes verbrauchen sollten.

Muss ich sämtliche Einkäufe zu Hause desinfizieren?

Laut Bundesregierung ist eine Übertragung von Coronaviren über die Oberflächen von Lebensmitteln und Produktpackungen unwahrscheinlich. Daher empfiehlt sie derzeit nicht, dass sämtliche Einkäufe zu Hause erst einmal desinfiziert werden müssen.

Durchaus empfehlenswert ist es aber, dass Sie sich nach dem Verräumen der Einkäufe zu Hause gründlich die Hände waschen

Wie finde ich jemanden, der für Senioren einkauft?

Haben Sie sich dazu entschlossen, zu Ihrer eigenen Sicherheit nicht mehr selbst einkaufen zu gehen, gibt es verschiedene Personen, die das für Sie erledigen könnten. Viele Nachbarn, Verwandte oder Freunde bieten von sich aus an, älteren Menschen die Einkäufe abzunehmen. Ist das in Ihrem Fall nicht so und möchten Sie auch keinen dieser Personen darum bitten, gibt es aber auch andere Möglichkeiten.

Viele gemeinnützige Organisationen vor Ort, Vereine, Kirchgemeinden und Wohlfahrtsinstitutionen bieten Einkaufshilfen für ältere Menschen an. Die Solidarität während der Corona-Pandemie sorgt auch dafür, dass sich mehr Menschen ehrenamtlich engagieren wollen. 

Nehmen Sie daher einfach telefonisch Kontakt mit einer Organisation in Ihrer Nähe auf. Weiterhelfen kann Ihnen zum Beispiel das lokale Seniorenbüro, eine Nachbarschaftshilfsorganisationen oder Niederlassung der Caritas. Gerade in der Krisenzeit sind diese gut vernetzt und können Ihnen sicher weiterhelfen.

Sie müssen sich lediglich überlegen, ob Sie einen Einkaufsservice engagieren möchten, so dass jemand komplett für Sie den Einkauf übernimmt. Oder aber einen Einkaufsbegleiter, der Sie abholen und in den Supermarkt begleiten kann. So müssen Sie eventuell nicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln fahren, wo Sie sich eher mit Corona anstecken könnten als bei einer Person im Auto. Und Ihr Einkauf wird Ihnen anschließend auch bis zur Haustür getragen.

Als Alternative können Sie aber auch einen Lieferservice von Ihrem Supermarkt in Anspruch nehmen.

Kann ich mir als Senior meine Einkäufe auch nach Hause schicken lassen?

Die meisten Supermärkte bieten mittlerweile einen Heimlieferservice an. In der Regel kann man bei diesen online sämtliche benötigte Produkte in einen virtuellen Warenkorb legen. Die freien Lieferzeiten können Sie ebenfalls online einsehen. 

Die Kosten für den Lieferservice von Supermärkten sind unterschiedlich. In etwa müssen Sie so mit 5 Euro als Liefergebühr rechnen. Je nach Warenwert können Ihnen die Lieferkosten aber auch erlassen werden.

Quellen:

https://www.bundesregierung.de

https://www.berlin.de