Wichtige Begriffe

Das Pflegeversicherungsgesetz ist komplex und an vielen Stellen nicht leicht verständlich. Deshalb haben wir für Sie eine Auswahl zentraler Begriffe zusammengestellt und erklärt. Wenn Sie darüber hinaus Fragen haben oder Sie weitere Begriffe erklärt haben möchten, wenden Sie sich gerne an uns. Kontaktmöglichkeiten finden Sie hier.


Hilfsmittel

Eine Übersicht zu den wichtigsten zum Verbrauch bestimmten Hilfsmitteln für die Pflege finden Sie hier.


Kostenträger

Verschiedene Kostenträger finanzieren die häusliche Alten- und Krankenpflege, abhängig davon, in welcher Situation die/der Versicherte ist und welcher Pflegebedarf besteht. Das sind die Krankenkassen (SGB V), die Pflegekassen (SGB XI) und die Sozialhilfe (SGB XII).

Leistungserbringer
Im deutschen Gesundheitssystem sind Leistungserbringer alle diejenigen, die Leistungen für die Versicherten der Krankenkassen erbringen. Dazu gehören z.B. Ärzte, Pflegedienste oder Physiotherapeuten, aber auch Firmen wie wir. Wichtig: Jeder Leistungserbringer muss sich bei den Kassen qualifizieren. Der Begriff „Leistungserbringer“ ist unter anderem im Sozialgesetzbuch V Kapitel 4 ausgeführt.


MDK
Der „Medizinische Dienst der Krankenkassen“ begutachtet Patientinnen und Patienten im Auftrag der Kranken- und Pflegekassen und trifft die Entscheidung über Pflegebedarf und Pflegegrad. In manchen Fällen entscheidet der MDK auch über die Kostenübernahme von Pflegehilfsmitteln.


Pflegestufen

Nach dem Pflegeversicherungsgesetz wird die Pflegebedürftigkeit in vier Pflegestufen eingeteilt und unterschieden:

Pflegestufe 0 – Eingeschränkte Alltagskompetenz (z. B. bei Demenz)

Pflegestufe I – Erhebliche Pflegebedürftigkeit

Pflegestufe II – Schwerpflegebedürftigkeit

Pflegestufe III – Schwerstpflegebedürftigkeit

Die Pflegestufe entscheidet darüber, in welchem Umfang pflegerische Hilfe in Anspruch genommen werden kann (Pflegesachleistung/Kombinationsleistung) und/oder wieviel Pflegegeld bezahlt wird.

Bitte beachten Sie: Ihr bewilligter Anspruch auf Pflegehilfsmittel gilt bei jeder Pflegestufe (0, I, II oder III). Der Anspruch beträgt immer bis zu 40 Euro im Monat.


SGB V

Das fünfte Buch des Sozialgesetzbuches regelt die Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung. Leistungen zur Pflege werden erbracht, wenn dadurch ein Klinikaufenthalt vermieden wird oder eine Krankheit verkürzt werden kann. Die Leistungen werden vom Hausarzt verschrieben (Rezept) und können maximal vier Wochen in Anspruch genommen werden.

Bitte beachten Sie: Pflegehilfsmittel, wie sie mit der PflegeBox geliefert werden, werden nicht rezeptiert und auch nicht von den Krankenkassen, sondern den Pflegekassen erstattet.


SGB XI

Das elfte Buch des Sozialgesetzbuches regelt die Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung. Dazu gehört auch die Möglichkeit, Pflegehilfsmittel, wie sie mit der PflegeBox geliefert werden, erstattet zu bekommen.

Bitte beachten Sie: Im Gegensatz zu Leistungen aus der Krankenversicherung brauchen Sie für den Erhalt von Pflegehilfsmitteln (PflegeBox) kein Rezept, sondern müssen diesen Bedarf selbst beantragen.


SGB XII
Das zwölfte Buch des Sozialgesetzbuches regelt die Leistungen der Sozialhilfe. Sie kommt u.a. zum Tragen, wenn zu pflegende Personen nicht pflegeversichert sind oder die Kosten für die Pflege die Zuwendungen der Pflegeversicherung überschreiten.