Thrombose Bein

Thrombose: Anzeichen, Ursachen und Therapiemöglichkeiten

Bei Thrombosen handelt es sich um eine sehr häufige Erkrankung. Ungefähr 1 von 1.000 der über 50-Jährigen ist pro Jahr in Deutschland von einer Venenthrombose betroffen. Dabei handelt es sich um die Bildung von Blutgerinnseln, die in der Folge sowohl venöse als auch arterielle Gefäße verstopfen und zu lebensbedrohlichen Komplikationen führen können. 

Eine Sensibilisierung für bestimmte Risikofaktoren und Symptome von Thrombosen ist somit für Sie und Ihre Angehörigen entscheidend. So kann frühzeitig eine entsprechende Prävention, Diagnostik und Therapie eingeleitet werden.

Inhalt

Was genau ist eine Thrombose?

Thrombosen gehören zu den häufigsten Herz-Kreislauferkrankungen in Deutschland. 

Unter unter einer Thrombose versteht man ein Blutgerinnsel, auch Thrombus genannt, welches ein Blutgefäß verengt oder ganz verschließt. Dabei kann das Blutgerinnsel am Ort der Entstehung das Gefäß blockieren, aber auch in Form einer Embolie ein anderes Gefäß verstopfen. 

Es können sowohl arterielle als auch venöse Gefäße betroffen sein.

Welche unterschiedlichen Thromboseformen gibt es?

Thrombosen können an verschiedensten Lokalisationen auftreten und sind somit auch mit verschiedenen Symptomen assoziiert. 

Am häufigsten kommt es zu venösen Blutgerinnseln, welche vor allem die Beinvenen betreffen. Hierbei spielen vor allem die oberflächliche Venenentzündung (Thrombophlebitis) und die tiefe Beinvenenthrombose (TVT) eine entscheidende Rolle. 

Im Rahmen einer tiefen Beinvenenthrombose kann es durch Ausschwemmung des Blutgerinnsels auch zu einer Verlegung der Lungenarterien kommen. Das Krankheitsbild der Lungenembolie äußert sich durch Symptome, wie plötzliche Atemnot und Brustschmerzen und kann lebensbedrohlich sein. Wobei andere venöse Gefäße sehr viel seltener betroffen sind. 

Des Weiteren können Blutgerinnsel auch in arteriellen Gefäßen entstehen. 

Meist sind dann die versorgenden Gefäße des Herzen, die sogenannten Koronargefäße, oder aber versorgende Gefäße des Gehirns betroffen. Eine Thrombose der arteriellen Gefäße kann sich somit in Form eines Herzinfarktes oder eines Schlaganfalles äußern.

Welche Symptome treten bei einer Thrombose auf? 

Thrombosen können sich durch verschiedene Symptome äußern, je nachdem welches Gefäß betroffen ist. 

Symptome von Thrombosen in den Beinen

Zu den typischen Thrombose Symptomen an den Beinen gehören: 

  • Rötung 
  • Schwellung 
  • Überwärmung 
  • Schmerzen 
  • Spannungsgefühl
  • Verstärkte Zeichnung von Gefäßen

Klinisch lässt sich eine Thrombose meist nicht sicher diagnostizieren, da typische Beschwerden häufig fehlen. 

Haben Sie bei sich oder Ihren Angehörigen vor allem in den Beinen einen Verdacht auf eine Thrombose, können Sie bereits durch Abfragen einiger Risikofaktoren und Symptome einen Selbsttest durchführen.

  • Gehen Sie entsprechende Risikofaktoren für eine Thrombose durch: aktive Krebserkrankung, frühere Thrombosen, Immobilität, Operationen und Bettruhe in den letzten Wochen?
  • Sind die typischen Symptome vorhanden: Erwärmung, Schmerz, verstärkte Zeichnung von Gefäßen, Spannungsgefühl, Schwellung, Rötung?
  • Entstehen Schmerzen beim Drücken in die Wade?
  • Entstehen Schmerzen, wenn Sie den Fuß zu sich heranziehen?
  • Haben Sie Schmerzen, wenn Sie auf die innere Seite der Fußsohle drücken?

Ein Besuch bei Ihrer behandelnden Ärztin ist bei jedem Verdacht auf eine Thrombose notwendig. 

Gerade Thrombosen bei älteren Menschen, welche pflegebedürftig oder bettlägerig sind, werden schnell übersehen. Regelmäßige Untersuchungen der Extremitäten und eine Sensibilisierung für das Auftreten von Thrombosen sind somit von immenser Bedeutung. 

Bemerken Sie bei sich oder Ihrem Angehörigen eines der genannten Thromboseanzeichen, sollten Sie unbedingt zügig einen Arzt aufsuchen, um weitere Untersuchungen und eine mögliche Therapie einzuleiten. 

Symptome von Thrombosen in der Lunge

Eine mögliche Komplikation der tiefen Beinvenenthrombose, wäre die Entwicklung einer Lungenembolie. Durch die Ausschwemmung des Thrombus in die Lungenarterien, können folgende Symptomen auftreten: 

  • Plötzliche Atemnot
  • Brustschmerzen 
  • Blutiger Husten 
  • Herzrasen 

Bemerken Sie bei sich oder Ihrem Angehörigen diese Symptome, zögern Sie nicht umgehend den Notruf zu wählen. Es handelt sich um ein lebensbedrohliches Krankheitsbild, welches eine sofortige ärztliche Behandlung notwendig macht. 

Symptome arterieller Thrombosen

Arterielle Thrombosen können unter anderem die Koronargefäße des Herzens betreffen und sich in Form eines Herzinfarktes mit Brustschmerz und Atemnot äußern. 

Falls die versorgenden Gefäße des Gehirns durch einen arteriellen Thrombus verlegt sind, besteht die Möglichkeit eines Schlaganfalls. Hierbei kommt es zu neurologischen Ausfällen, wie einer Halbseitenlähmung oder Sprachproblemen. 

Bei Verdacht auf einen Herzinfarkt oder Schlaganfall, ist umgehend der Notruf zu wählen.

Thrombose-Ursachen – Warum entstehen Blutgerinnsel?

Thrombosen entstehen durch das Zusammenwirken verschiedenster Einflussfaktoren. In der Folge kann es zu Veränderungen der Fließeigenschaften des Blutes, der Blutgerinnung sowie der Gefäßwand kommen. 

Liegt eine reduzierte Strömungsgeschwindigkeit vor, ist die Blutgerinnungsneigung erhöht oder sind die Gefäßwände verändert, können sich Thrombosen in den Gefäßen bilden. 

Zu den wichtigsten Einflussfaktoren gehören dabei: 

  • Immobilität 
  • Operationen
  • Tumorerkrankungen 
  • Schwangerschaft 
  • Infektionserkrankungen
  • Hormontherapien
  • Familiäre Disposition  
  • Gerinnungserkrankungen 
  • Bluthochdruck 
  • Übergewicht 
  • Höheres Alter 

Besonders bettlägerige und pflegebedürftige Patienten sind durch eine Thrombose stark gefährdet. Durch die Immobilität verändern sich die Eigenschaften des Blutes, die schnell zur Bildung von Blutgerinnseln führen. 

Ebenfalls junge Patienten sind bei Immobilisierung, beispielsweise durch Operationen oder Knochenbrüche durch Blutgerinnsel gefährdet. Hier ist eine adäquate Hemmung der Blutgerinnung entscheidend um Komplikationen vorzubeugen. 

Ihr behandelnder Arzt wird Ihnen bei Bedarf ein entsprechendes Präparat verschreiben.

Sind Sie oder Ihre Angehörigen durch eine Erkrankung oder Operation längere Zeit nicht mobil oder haben ein erhöhtes Risiko für Thrombosen, denken Sie daran die von Ihrem Arzt verschriebenen Medikamente zur Risikoreduktion regelmäßig zu nutzen.

Wie wird ein Blutgerinnsel diagnostiziert?

Haben Sie den Verdacht auf eine Thrombose der Beinvenen, suchen Sie zunächst Ihre Hausärztin auf. Diese wird umgehend eine ausführliche Anamnese erheben, um mögliche Risikofaktoren zu erkennen und eine körperliche Untersuchung durchzuführen. 

Anschließend wird eine Ultraschalluntersuchung der Venen durchgeführt, um ein Blutgerinnsel der venösen oberflächlichen Gefäße (Phlebothrombose) oder eine tiefe Beinvenenthrombose auszuschließen. 

Hierbei wird die sogenannte Farbduplexsonographie oder auch Kompressionssonographie durchgeführt. Es handelt sich dabei um eine nicht-invasive Möglichkeit der Diagnostik bei der durch Darstellung der Flusseigenschaften des Blutes und Kompression der Gefäße die Durchgängigkeit der Beinvenen untersucht wird. 

Bei Verdacht auf eine Lungenembolie zögern Sie nicht sofort den Notarzt anzurufen, der zunächst die Vitalparameter, wie Blutdruck, Puls und Sauerstoffsättigung misst. Anschließend nimmt er eine Blutuntersuchung vor und bestimmt die Parameter, welche auf eine Lungenembolie hindeuten. Dazu gehören vor allem die D-Dimere, die auf den Abbau von Thromben hinweisen. Sind dies Werte nicht erhöht, wird eine Lungenembolie ausgeschlossen. 

Ebenso kann eine Röntgenuntersuchung der Lunge erste Hinweise auf das Vorliegen einer Lungenembolie geben. 

Die sichere Diagnose einer Lungenembolie erfolgt jedoch nur durch eine Darstellung der Lungengefäße. Hierfür wird meist eine Computertomographie mit Darstellung der Gefäße, auch CT-Angiographie genannt, angewendet. 

Gegebenenfalls sind weitere Untersuchungen notwendig, um die Beteiligung anderer Organe auszuschließen oder Hinweise auf die Ursache der Thrombose zu finden. 

Wie wird eine Thrombose therapiert?

Die Therapie der venösen Thrombose besteht vor allem aus einer Kompressionstherapie der entsprechenden Extremität, die mehrere Monate andauert. 

Die entsprechende Extremität muss entlastet werden, wobei eine vollständige Immobilisation nicht notwendig ist. Allerdings wird das Risiko von Komplikationen erhöht.

Des Weiteren wird eine medikamentöse Therapie eingeleitet, welche die Blutgerinnung hemmt. Hierfür wird häufig zu Beginn ein Heparin verordnet, welches über Spritzen in das Fettgewebe appliziert wird. 

Im Verlauf der therapeutischen Maßnahmen,besteht die Möglichkeit die Therapie auf Tabletten umzustellen. Die Fortsetzung der gerinnungshemmenden Medikation ist, je nach Ursache der Thrombose für mehrere Monate notwendig. Während der Therapie wird das Blutungs- und Thromboserisiko immer wieder neu abgewogen. 

In einigen Fällen ist aber auch eine chirurgische Entfernung des Thrombus notwendig, um die Durchgängigkeit des Gefäßes wiederherzustellen. Dies ist beispielsweise bei ausgeprägten Thrombosen im Bereich des Beckens erforderlich. 

Die Therapie arterieller Thrombosen unterscheidet sich stark und ist abhängig von der  Lokalisation des Thrombus. 

Wie kann ich einer Thrombose vorbeugen?

Besonders der Prävention von Blutgerinnseln kommt eine entscheidende Bedeutung zu. 

Durch die Adaption und Reduktion von Einflussfaktoren, wird das Risiko der Entwicklung einer Thrombose stark reduziert. 

Dabei können folgende Verhaltensweisen unterstützend sein: 

  • Reduktion von Nikotinkonsum
  • Ausgewogene und gesunde Ernährung
  • Reduktion von Übergewicht 
  • Bewegung 

Sie können sich in der Familie hierbei gegenseitig unterstützen und so einen gesunden Lebensstil etablieren. So reduzieren Sie und Ihre Angehörigen gemeinsam Ihr Risiko für diverse Erkrankungen.

Zudem ist es entscheidend bei bestehenden Erkrankungen oder anderen Umständen, wie Immobilität durch Operationen das erhöhte Risiko von Thrombosen durch Präventionsmaßnahmen zu reduzieren. Dazu gehören vor allem gerinnungshemmende Medikamente, wie Heparin, welche meist über Spritzen in das Fettgewebe des Bauches oder Oberschenkels appliziert werden. Diese Wirkstoffe hemmen die Gerinnung des Blutes, sodass das Thromboserisiko stark sinkt. 

Desweiteren wirken Kompressionsstümpfe vorbeugend, da diese durch die Kompression der Venen den venöse Blutfluss zum Herzen verbessern. Die Strömungsgeschwindigkeit des Blutes wird somit erhöht. 

Bei Immobilität nach Operationen, bei Erkrankungen, Unfällen oder pflegebedürftigen Menschen ist zudem eine frühe Mobilisierung zur Reduktion des Thromboserisikos von entscheidender Bedeutung. 

Quellen:

Herold, G. (2016). Herold Innere Medizin 2018.

https://www.awmf.org

https://next.amboss.com

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