Pflegeversicherung

Pflegeversicherung

Die Pflegeversicherung ist eine Versicherung, die erst im Jahr 1995 als eigenständiger Zweig der Sozialversicherung eingeführt wurde. Sie ist an die gesetzliche Krankenversicherung angliedert. Jeden Monat werden die Beiträge zur Pflegeversicherung bei gesetzlich Krankenversicherten automatisch mit den Krankenkassenbeiträgen abgeführt.

Den gesetzlichen Rahmen für die soziale Pflegeversicherung bildet das 11. Sozialgesetzbuches (SGB XI). Es regelt zum Beispiel den Begriff „pflegebdürftig“, die Pflegegrade oder auch die Leistungen der Pflegekassen.

Dank dem vielseitigen Leistungskatalog der Pflegeversicherung, haben Pflegebedürftige in Deutschland selbst die Wahl der Art ihrer Pflege.

Inhalt

Was ist die Pflegeversicherung?

Die Pflegeversicherung ist eine Versicherung, bei der Versicherte finanzielle Hilfe oder andere Sachleistungen bekommen. Voraussetzungen sind Einschränkungen in der Bewältigung des Alltags, die körperliche, kognitive oder psychische Ursachen haben. Nützlich ist eine Pflegeversicherung ab eine Dauer von mindestens 6 Monaten.

Wenn unabhängig vom Alter eine Pflegebedürftigkeit auftritt, kann sich der Pflegebedürftige direkt an seine Pflegeversicherung wenden. Hier erfährt die betroffene Person, welche Leistungen ihm zustehen. Dabei richten sich die Leistungen der Pflegeversicherung in erster Linie nach den eingestuften Pflegegrad

Wie erhalte ich Leistungen über die gesetzliche Pflegeversicherung?

Zuerst müssen Sie oder Ihr Angehöriger bei der zuständigen Pflegeversicherung einen Antrag auf Pflegegrad stellen. Ein formloser Antrag reicht in der Regel aus. Normalerweise werden die Antragsformulare für Pflegeversicherungen per Post angefordert oder sie stehen zum Download bereit.

Die Pflegeversicherung schickt nach der Bearbeitung des Antrags in der Regel innerhalb weniger Wochen einen Mitarbeiter des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen (MDK) persönlich zum Antragsteller. Dieser macht sich vor Ort ein Bild über die genauen Einschränkungen. Anschließend erstellt der Mitarbeiter ein Gutachten mit dem zugewiesenen Pflegegrad. In Deutschland gibt es die Einstufungen von Pflegegrad 1 bis 5. Je höher ein Pflegegrad, desto größer sind die Einschränkungen und desto höher fallen die Leistungen der Pflegeversicherung in Form von finanzieller Hilfe und Sachmittell-Leistungen aus.

Welche monatlichen Leistungen bietet die Pflegeversicherung?

Alle Leistungen der Pflegeversicherung richten sich nach dem Pflegegrad. Sie umfassen finanzielle Unterstützungen sowohl für zu Hause Gepflegte als auch für Pflegebedürftige in anderen Wohnformen in stationären und teilstationären Pflegeeinrichtungen.

Bei zu Hause Gepflegten wird weiterhin unterschieden, ob sie durch einen professionellen Pflegedienst oder durch eine Privatperson (Laienpflege) aus der Familie oder Freundeskreis gepflegt werden. Für die Laienpflege bekommen Pflegebedürftige ab Pflegegrad 2 das sogenannte Pflegegeld überwiesen, welches der pflegenden Privatperson als Aufwandsentschädigung dient.

Es besteht die Möglichkeit einen professionellen ambulanten Pflegedienst zur teilweisen oder ausschließlichen Pflege eines Pflegebedürftigen in häuslicher Pflege zu beauftragen. Die Kosten werden bis zum Höchstbetrag über die sogenannten Pflegesachleistungen direkt zwischen Pflegeversicherung und Pflegedienst abgerechnet. Anfallende Kosten bei teilstationärer und stationärer Pflege werden ebenfalls direkt zwischen der Pflegestelle und der Pflegekasse abgerechnet.

Über die Pflegesachleistungen hinaus gibt es die Möglichkeit monatlich den sogenannten Entlastungsbetrag in Höhe von 125 Euro zu beantragen. Dieser steht allen Pflegebedürftigen (auch bei Pflegegrad 1) zu. Dafür ist eine Notwendigkeit dieser finanziellen Hilfe nachzuweisen.

In der Tabelle sind die Höchstbeträge für die verschiedenen monatlichen Leistungen zu finden.

Pflegegrad 1

Pflegegrad 2

Pflegegrad 3

Pflegegrad 4

Pflegegrad 5

Pflegegeld

316 €

545 €

728 €

901 €

Pflegesachleistungen

689 €

1.298 €

1.612 €

1.995 €

Entlastungsbetrag

Einheitlich 125 € bei Nachweis der Notwendigkeit

Zusätzlich zu den monatlichen Leistungen gibt es auch verschiedene andere Leistungen, die die Pflegeversicherung übernimmt. Zum Beispiel einmalige Leistungen wie den Zuschuss zu Umbaumaßnahmen für das Zuhause. Bei der Kurzzeitpflege oder Verhinderungspflege, übernimmt die Pflegekasse auf eine bestimmte Wochenanzahl beschränkte Leistung. Das geschieht, wenn die pflegende Privatperson einmal selbst verhindert ist und die Pflege des Pflegebedürftigen somit zeitweise anders organisiert wird. Auf der Webseite des Bundesgesundheitsministeriums können Sie ab Seite 34 die genauen Leistungen der Pflegeversicherung nachlesen.

Sind in einem Pflegefall die anfallenden Kosten der Pflege höher als der erstattungsfähige Höchstbetrag, müssen der Pflegebedürftige oder dessen Angehörige die übrigen Kosten selbst tragen.  Vorausgesetzt die Finanzierungslücke wird nicht durch eine private Pflegezusatzversicherung abgedeckt. Immerhin können die aus eigenen Mitteln geleisteten Restbeträge der Pflege bei der Steuererklärung als haushaltsnahe Dienstleistungen steuerlich geltend gemacht werden. Kann niemand für die Zusatzkosten aufkommen, bezahlt das Sozialamt die Kosten.

Wann benötigt man eine private Pflegeversicherung?

Privatversicherte sind seit der Einführung der Pflegeversicherung im Jahr 1995 gesetzlich verpflichtet eine Pflegeversicherung bei einem privaten Krankenversicherungsunternehmen abzuschließen. Sie wird deshalb auch als Pflegepflichtversicherung bezeichnet, deren Regelungen sich aus dem Elften Sozialgesetzbuch (SGB XI) ergeben.

Ein Sonderfall stellen freiwillig in der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) versicherte Personen dar. Man kann sich von der Versicherungspflicht in der sozialen Pflegeversicherung (also der an die GKV angeschlossenen Pflegeversicherung) befreien lassen und stattdessen eine private Pflegeversicherung abschließen.

Im Falle einer Pflegebedürftigkeit wendet sich der Versicherte an seine private Pflegeversicherung. Daraufhin wird ein Gutachter eines privaten Versicherungsunternehmens MEDICPROOF beauftragt, der die Pflegebedürftigkeit und den Pflegegrad feststellt. MEDICPROOF übernimmt damit dieselbe Aufgabe wie der Medizinische Dienst der gesetzlichen Krankenkasse bei Feststellung des Pflegegrads eines gesetzlich Versicherten.

Die Leistungen der privaten Pflegeversicherung sind identisch mit denen der sozialen Pflegeversicherung und sind in der Broschüre des Bundesgesundheitsministeriums einzusehen. Alle Beiträge für die private Pflegeversicherung richten sich nach dem Alter und dem Gesundheitszustand des Antragstellers. Sie werden bundesweit einheitlich vom Verband der Privaten Krankenkassen (PKV-Verband) kalkuliert, der die Beiträge gemäß den gesetzlichen Vorgaben für die gesamte Branche festlegt.

Was bietet eine private Zusatzversicherung?

Die private Zusatzversicherung deckt die Kosten für die Pflege eines Versicherten ab, die über die Höhe der Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung hinausgehen. In der privaten Zusatzversicherung schließt die Person mit einem Versicherungsunternehmen einen Versicherungsvertrag ab. Darin sind die monatlichen Beiträge, eine Wartezeit, die Leistungsmodalitäten, Kündigungsmöglichkeiten und vieles mehr geregelt. Bei der festgelegten Wartezeit wird vorerst lediglich die monatlichen Versicherungsbeträge gezahlt, aber es besteht noch kein Anspruch auf Leistungen Die Zusatzkosten für die Pflege wird durch die private Pflegeversicherung bis zur vereinbarten Summe bezahlt, sollte der Versicherungsnehmer in der Zeit pflegebedürftig werden.

Eine Pflegezusatzversicherung ist eine sogenannte Risikoversicherung, die das Risiko einer Pflegebedürftigkeit abdeckt. Tritt diese jedoch nicht ein, ist das Geld weg. Auch wenn die Versicherung gekündigt wird, geht das bis dahin eingezahlte Geld je nach Zusatzversicherung verloren.

Es gibt verschiedene Arten von privaten Pflegezusatzversicherung, wobei die Leistungen und Versicherungsprämien vom jeweiligen Unternehmen festgelegt werden. Daher lohnt sich auf jeden Fall der Vergleich.

Die Pflegetagegeldversicherung

Pflegetagegeld: Hier erhält der Versicherte den im Versicherungsvertrag für den vorliegenden Pflegegrad festgeschriebenen Tagessatz, der je nach Einzahlungsbetrag sehr stark variieren kann. Ob die Pflege zu Hause von Angehörigen oder einem ambulanten Pflegedienst, stationär oder in einer anderen Wohnform ist irrelevant für die Auszahlungshöhe für die Pflege. Der vorher festgelegte Tagessatz wird überwiesen und kann auch für andere als direkte Pflegeleistungen verwendet werden, z.B. für Einkaufshilfen oder Alltagsbegleiter.

Die Pflegekostenversicherung

Pflegekostenversicherung: Pflegeversicherungen zahlen hier oft nur jene tatsächlich entstandenen Pflegekosten, die in einem Katalog der gesetzlichen Pflegeversicherungen aufgenommen sind. Die private Pflegekosten-Zusatzversicherung deckt die Mehrkosten bis zum vereinbarten Höchstbetrag ab. Bedeutet, wenn die Höchstgrenze der gezahlten Leistungen bei der gesetzlichen Pflegeversicherung überschritten wurde, tritt die die Zusatzversicherung ein. Dabei kann sich die Kostenübernahe auf einen Prozentsatz der zusätzlichen Kosten belaufen (auch 100 Prozent können vereinbart werden). Oder die zusätzliche Erstattung ist auf einen absoluten Höchstsatz beschränkt.

Die Höhe der monatlichen Versicherungsprämie richtet sich dabei nach der vom Versicherten gewünschten Leistung im Pflegefall.

Die Pflegerente

Pflegerente: es werden in der Regel bereits zu Vertragsabschluss sowohl die Beitragszahlungen als auch die Leistungen im Pflegefall festgelegt, wobei die zu zahlenden Versicherungsbeiträge konstant sind. Die Verwendung der Pflegerentenzahlungen im Pflegefall ist nicht zweckgebunden und steht dem Pflegebedürftigen zur freien Verfügung. Dabei hängt die Höhe der Rentenzahlung vom Pflegegrad der gesetzlichen Pflegeversicherung ab.

Die monatlichen Beiträge für die Pflegerente sind deutlich höher als die Versicherungsbeiträge andere Formen der Pflegezusatzversicherungen. Dafür ist aber bei einer Kündigung anders als bei den anderen Formen nicht das gesamte eingezahlte Geld verloren.Eine

Lohnt sich eine private Zusatzversicherung?

Wer eine private Pflegezusatzversicherung abschließen möchte, sollte sich am besten gut beraten lassen. Der Wunsch, im Pflegefall gut versorgt zu sein und den eigenen Kindern oder Angehörigen keine Zusatzkosten aufzubürden, ist nachvollziehbar.

Man muss sich aber im Klaren sein, dass man beim Abschluss einer privaten Pflegezusatzversicherung eine sehr lange finanzielle Verpflichtung eingeht, ohne eventuell davon zu profitieren. Auch mögliche Hinterbliebene erhalten von den eingezahlten Beiträgen keine Rückzahlungen.

Wenn man sich schon früh im Arbeitsleben Gedanken um das Alter und seine Altersvorsorge macht, kann rechtzeitig Geld für eine mögliche Pflegebedürftigkeit beiseite legen oder sich Vermögenswerte wie Immobilien oder andere sichere Investitionen aufzubauen. Wird im Pflegefall eine mögliche Versorgungslücke durch eigene finanzielle Mittel bezahlt, ist das in den meisten Fällen die bessere Lösung als das jahrelange Einzahlen in eine Pflegezusatzversicherung.

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