Krebsvorsorge Männer

Krebsvorsorge für Männer

Krebs ist ein unangenehmes Thema, das gerne weit weggeschoben wird. Heimlich denkt man, Krebs könnte die anderen treffen, einen selbst aber nicht. Dabei wir leicht vergessen, dass viele Krebsarten in heutigen Zeiten längst nicht mehr eine hoffnungslose Diagnose darstellen. Im Gegenteil: Rechtzeitig erkannt können viele Krebsvorstufen und frühe Krebsstufen in harmlosem Zustand entfernt werden, bevor sie größeren Schaden im Körper anrichten können.

Um diese frühen Stufen zu erkennen, gibt es empfohlene Untersuchungen als Krebsvorsorge für Männer. Diese beginnen bereits in jungem Alter, um so viele frühe Krebserkrankungen wie möglich rechtzeitig zu erkennen.

Aber auch im fortgeschrittenen Alter und auch, wenn bereits andere Erkrankungen und damit verbunden möglicherweise eine Pflegebedürftigkeit vorliegt, ist die Krebsvorsorge für Männer wichtig. Hier obliegt es den pflegenden Angehörigen, die regelmäßigen Krebsvorsorgeuntersuchungen auch für Pflegebedürftige zu organisieren.

Inhalt

Welche Arten von Krebsvorsorge für Männer gibt es?

Krebsvorsorgeuntersuchungen machen für jeden Erwachsenen Sinn – egal ob gesetzlich oder privat versichert. Sind Sie privatversichert, erkundigen Sie sich bei Ihrer Krankenkasse, welche Vorsorgeuntersuchungen Sie in welchem Alter wahrnehmen können.

Folgende Untersuchungen zur Krebsfrüherkennung für erwachsene Männer werden in Deutschland von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen:

Ab diesem Alter

Art der Krebsfrüherkennung

ab 35 Jahren

Hautkrebsfrüherkennung:

  • Alle zwei Jahre vollständige Untersuchung der Hautoberfläche

ab 45 Jahren

Früherkennung von Krebsformen der Genitalien und der Prostata:

  • Einmal jährliche Untersuchung der Genitalien sowie Fingeruntersuchung der Prostata und Abtasten der Leistenlymphknoten

50-54 Jahre

Darmkrebsfrüherkennung:

  • Entweder einmal jährliche Untersuchung einer Stuhlprobe auf verborgenes Blut
  • oder einmalige Darmspiegelung mit Wiederholung nach zehn Jahren

ab 55 Jahren

Darmkrebsfrüherkennung:

  • Entweder Darmspiegelung sowie Tastuntersuchung des Enddarms alle zehn Jahre (Standardmethode)
  • oder Enddarmspiegelung alle zehn Jahre sowie einmal jährliche Untersuchung einer Stuhlprobe auf verborgenes Blut
  • oder einmal jährliche Untersuchung einer Stuhlprobe auf verborgenes Blut

Für Menschen, die familiär bedingt ein erhöhtes Risiko für bestimmte Krebserkrankungen haben, bieten die gesetzlichen Krankenkassen angepasste, intensivere Früherkennungsprogramme an.

Die Krebsfrüherkennung wird in der Regel bei einem entsprechenden Facharzt durchgeführt: Die Darmkrebsfrüherkennung beim Gastroenterologen und die Krebsfrüherkennung von Prostata und Genitalien beim Urologen. Die Hautkrebsvorsorge kann entweder beim Hautarzt oder von einem Allgemeinmediziner bzw. Hausarzt mit entsprechender Weiterbildung durchgeführt werden.

Wenn Sie unsicher sind, welche Krebsvorsorge wo durchgeführt werden kann, sprechen Sie Ihren Hausarzt darauf an. Er kann Ihnen weitere Informationen geben und geeignete Fachärzte empfehlen.

Wozu dient die Hautkrebsvorsorge?

Die bekanntesten Hautkrebsformen sind weißer (Basaliom) und schwarzer Hautkrebs (Melanom). Abgesehen davon gibt es noch weitere Krebsarten und Hautkrebsvorstufen. Das Ziel der Hautkrebsvorsorge ist, verdächtige Hautstellen möglichst frühzeitig zu entfernen, damit sich entweder kein Krebs entwickelt oder der Krebs so früh wie möglich aufgehalten wird.

Bei der Hautkrebsvorsorge sieht sich der Arzt mit einer speziellen Lupe, dem Dermatoskop, die gesamte Hautoberfläche, einschließlich Schleimhäute, Nägel, Kopfhaut und Augen, gründlich an. Fällt ihm hier ein Fleck auf, wird er ihn entweder nach einigen Monaten erneut beurteilen oder gleich zu einer operativen Entfernung raten. Diese kann, je nach Stelle, entweder bei einem Hautarzt oder in einem Krankenhaus erfolgen.

Was passiert bei der urologischen Krebsvorsorgeuntersuchung?

Ein besonderes Augenmerk bei der urologischen Krebsvorsorge liegt auf dem bösartigen Prostatakrebs, bösartigen Hodentumoren und dem seltenen Peniskrebs. Am wichtigsten ist hier der Prostatakrebs, der die häufigste Tumorerkrankung des Mannes darstellt. Das mittlere Erkrankungsalter liegt bei 70 Jahren.

Der Urologe tastet bei der Vorsorgeuntersuchung die äußeren Geschlechtsorgane, also Hoden und Penis, und die Leistenlymphknoten ab. Außerdem beurteilt er mit dem Finger durch den After die Beschaffenheit der Prostata. Auf Wunsch kann auch der PSA-Wert bestimmt werden, ein Blutmarker unter anderem für Prostatakrebs.

Die Untersuchung der Prostata und des Enddarms durch den After ist zwar für die meisten Männer etwas unangenehm. Sie ist jedoch ein wichtiger Bestandteil der Früherkennung und in der Regel schnell vorbei.

Wozu dient die Darmkrebsfrüherkennung?

Ab 40 Jahren steigt das Risiko für Darmkrebs zunehmend an. Rauchen, Alkoholkonsum, fett- und fleischreiche Ernährung tragen ebenfalls zu einem höheren Risiko bei. Der Darmkrebs ist tückisch, da es keine charakteristischen Frühzeichen gibt. Meistens fällt nach einiger Zeit eine plötzliche Veränderung der Verdauungsgewohnheiten auf.

Der Gastroenterologe führt daher bei der Vorsorge ein ausführliches Gespräch über Ernährungs- und Lebensgewohnheiten und untersucht anschließend mit dem Finger den Enddarm durch den After. Im Enddarm befinden sich etwa die Hälfte aller Darmkrebsformen, die durch die Tastuntersuchung gut erkannt werden können. Außerdem können im Abstand von zehn Jahren Darmspiegelungen durchgeführt werden, durch die der gesamte Dickdarm beurteilt und die meisten frühen Krebsformen entdeckt und entfernt werden können.

Wird der Darmkrebs rechtzeitig erkannt, kann durch eine Operation häufig eine vollständige Heilung ermöglicht werden.

Ab welchem Alter sollten Männer mit der Krebsvorsorge beginnen?

Idealerweise beginnen Sie so früh wie möglich mit der Krebsvorsorge. Das bedeutet: Mit 35 Jahren beginnt die Hautkrebsvorsorge, mit 45 Jahren die Vorsorge für Prostata- und Genitalkrebs und mit 50 Jahren die Darmkrebsvorsorge.

In jüngerem Alter wird Krebs häufig noch als etwas Abstraktes, Unwahrscheinliches abgetan. Das ist nicht ganz von der Hand zu weisen: Das Risiko, an einer Krebsart zu erkranken, steigt bei jedem Menschen an, je älter dieser wird. Jüngere Menschen erkranken deutlich seltener an Krebs als ältere. Allerdings schreiten Krebsformen in jüngeren Jahren wesentlich schneller voran, wodurch es rascher zu Streuungen (Metastasierungen) kommen kann. Daher ist es auch in jungen Jahren wichtig, die Krebsvorsorge wahrzunehmen.

Andererseits ist es nie zu spät, mit der Vorsorge zu beginnen. Auch wenn Sie bereits ein höheres Alter erreicht und bisher noch keine Früherkennungsuntersuchungen wahrgenommen haben, können Sie sich jederzeit bei Ihrem Hausarzt beraten lassen.

Trotz regelmäßiger Vorsorge kann es sein, dass sehr frühe oder unklare Anzeichen übersehen werden. Bitte suchen Sie oder Ihre Angehörigen daher umgehend einen Arzt auf, falls eines oder mehrere der folgenden Symptome neu auftreten und über mehrere Wochen anhalten:

  • Fieber über 38 Grad ohne offensichtlichen Grund
  • merklicher Gewichtsverlust, den Sie sich nicht erklären können
  • vermehrtes nächtliches Schwitzen, das nicht durch Außentemperaturen, Krankheit oder Ähnliches zu erklären ist und das einen Wechsel der Nachtkleidung erfordert
  • auffällige Abgeschlagenheit, Müdigkeit und ein Gefühl von Schwäche

Welche Vorteile bietet die Krebsvorsorge?

Die Früherkennungsuntersuchungen ermöglichen, Krebsvorstufen rechtzeitig zu erkennen und sie entweder genau zu beobachten oder sie zu entfernen. Auch, wenn sich bereits ein Krebs entwickelt hat, kann er häufig gut behandelt werden, wenn er frühzeitig bemerkt wird.

Viele Krebsarten, wie auch Haut- und Darmkrebs, verursachen oft sehr lange bei den Betroffenen keine Beschwerden und können daher beispielsweise nur durch eine Darmspiegelung oder eine Blutuntersuchung erkannt werden. Um den Krebs rechtzeitig behandeln zu können, damit er im besten Fall geheilt werden kann, sind Vorsorgeuntersuchungen unerlässlich.

Was kostet die Krebsvorsorge?

Die oben genannten Früherkennungsuntersuchungen sind für den Versicherten kostenlos. Möchte man mit bestimmten Vorsorgeuntersuchungen, wie beispielsweise der Hautkrebsvorsorge, bereits früher beginnen, müssen die Kosten für die Krebsvorsorge jedoch selbst getragen werden. Je nach Untersuchungsmethode variieren diese und der behandelnde Haus- oder Hautarzt kann darüber Auskunft geben.

Bei bekanntem erhöhten Risiko für bestimmte Krebserkrankungen kann der Hausarzt frühere und/oder häufigere Vorsorgeuntersuchungen empfehlen. In dem Fall sollte durch ein Gespräch mit der Krankenkasse die Kostenübernahme vorab geklärt werden. Die Chancen auf eine Kostenübernahme durch die Krankenkasse für individuell sinnvolle zusätzliche Krebsvorsorgeuntersuchungen stehen bei erhöhtem Risiko gut. Eine bzw. wiederholte Vorsorgeuntersuchungen sind für die Krankenkasse kostengünstiger als die meisten Krebstherapien.

Quellen:

https://www.krebsgesellschaft.de/

https://www.krebsinformationsdienst.de/tumorarten/prostatakrebs/index.php

https://www.krebsinformationsdienst.de/tumorarten/darmkrebs/index.php

https://www.krebsinformationsdienst.de/tumorarten/hautkrebs.php

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