Venenentzündung

Venenentzündung

Die oberflächliche Venenentzündung (Thrombophlebitis) ist ein häufiges Krankheitsbild und betrifft etwa 3 bis 11 Prozent der Allgemeinbevölkerung. Auch, wenn die Erkrankung in den meisten Fällen komplikationslos und nur mit lokalen Entzündungszeichen und Schmerzen einhergeht, kann es in einigen Fällen zu schwerwiegenden Verläufen mit einer tiefen Venenthrombose (TVT) und Lungenembolie kommen. Eine frühzeitige Diagnostik und gezielte Therapie durch erfahrende Ärzte ist somit zum Ausschluss von Komplikationen und anderen Erkrankungsbildern sowie deren erfolgreicher Behandlung entscheidend.

Inhalt

Was versteht man unter einer Venenentzündung?

Die Venenentzündung beschreibt die Entzündung oberflächlicher Gefäße (Phlebitis) mit anschließender thrombotischer Verlegung des Gefäßes (Thrombose) durch ein Blutgerinnsel. Man bezeichnet dies dann als Thrombophlebitis.

In über 90 Prozent der Fälle tritt die Venenentzündung an den venösen Gefäßen der Beine auf. In den meisten Fällen sind dabei Gefäße betroffen, die bereits durch ein Krampfaderleiden in ihrer Form verändert sind. Dies trifft auf 75 Prozent der Patienten mit Thrombophlebitis zu und wird als Varikophlebitis bezeichnet. Dieser Begriff leitet sich von dem Wort Varizen, auch Krampfadern genannt, ab und beschreibt eine Venenentzündung der Krampfadern.

Eine Thrombophlebitis kann auch an den venösen Gefäßen des Armes auftreten, ist jedoch hier weitaus seltener.

Wie erkennt man eine Venenentzündung?

Eine Thrombophlebitis geht mit verschiedenen Symptomen einher. Dazu gehören die typischen Entzündungszeichen wie Überwärmung der Haut, Rötung der betroffenen Stelle sowie Schmerzen in dem Bereich. Meist können Betroffene einen derben, schmerzhaften Venenstrang ertasten, der durch den thrombosierten und entzündeten venösen Gefäßabschnitt entsteht.

Im Gegensatz zu einer Thrombose der tiefen venösen Gefäße, bei denen der Abfluss des Blutes fast vollständig gestört ist, kommt es in der Regel nicht zu einer Schwellung der Extremität. In einigen Fällen ist jedoch eine Ausbreitung der oberflächlichen Thrombophlebitis auf die tiefen Venen möglich. Die tiefe Venenthrombose (Phlebothrombose) zeigt sich dann mit starker Schwellung, Druckschmerz, Spannungsgefühl und Blaufärbung der Extremität.

Als schwere Komplikation der tiefen Venenthrombose kann es zu einer Lungenembolie kommen, die sich durch Atemnot und Brustschmerzen äußern kann. Bemerken Sie bei sich oder einem Angehörigen Beschwerden, die auf eine Lungenembolie hindeuten, sollten Sie in jedem Fall sofort den Notarzt alarmieren. Dieser kann schwere Herz-Kreislauf-Erkrankungen ausschließen.

In seltenen Fällen kann eine Thrombophlebitis auch zu einer bakteriellen Infizierung oder im Verlauf zu der Bildung eines Abszesses führen. Der Übergang in eine Blutvergiftung (Sepsis) mit Fieber und Schüttelfrost ist in sehr seltenen Fällen möglich.

Bemerken Sie bei sich oder einem Angehörigen, den Sie zu Hause pflegen, Beschwerden, die auf eine Venenentzündung hindeuten, ist in jedem Fall ein Arzt aufzusuchen. Eine frühzeitige Behandlung und der Ausschluss schwerer Komplikationen oder anderer Krankheitsbilder ist entscheidend für einen günstigen Verlauf.

Wie kann eine Entzündung der Venen diagnostiziert werden?

Haben Sie den Verdacht auf eine Entzündung der Venen sollte zunächst Ihr behandelnder Hausarzt aufgesucht werden. Die Diagnose der Venenentzündung wird in erster Linie über die Symptomatik und das klinische Erscheinungsbild gestellt. Der Hausarzt wird somit zunächst eine eingehende Anamnese und eine körperliche Untersuchung durchführen. Bei Bedarf wird er weitergehende Untersuchungen vorschlagen oder den Betroffenen zu einem Spezialisten überweisen.

Meist wird hierbei die Ultraschalldiagnostik zum Auffinden oberflächlicher und tiefer Gefäßverschlüsse der Venen genutzt. Dabei kommen vor allem die Farbduplexsonographie und Kompressionssonographie zum Einsatz. Die Farbduplexsonographie wird speziell zur Diagnostik von Erkrankungen der Blutgefäße eingesetzt. Das fließende Blut erscheint dabei in Form von Farbreflexen, sodass Gefäßveränderungen wie Aussackungen, Verengungen und Verlegungen des Gefäßes erkannt werden können. Die Sonographie ist dabei nicht invasiv und somit für Sie ein nebenwirkungsfreies und schnelles bildgebendes Verfahren.

Des Weiteren wird auch die Kompressionssonographie angewendet. Die zu untersuchende Vene wird dabei durch den Schallkopf mit leichtem Druck komprimiert, sodass überprüft werden kann, inwiefern ein Thrombus das Gefäß verlegt. In diesem Fall wäre eine verringerte Komprimierbarkeit zu bemerken. In Zusammenschau aller Befund wird Ihr behandelnder Arzt anschließend die Befunde mit Ihnen besprechen und die entsprechende Therapie einleiten.

Was sind Ursachen und Risikofaktoren für eine Venenentzündung?

Entzündungen der Venen können sowohl an den Armen als auch an den Beinen auftreten. Hierbei sind unterschiedliche Ursachen für die Entstehung der Venenentzündung zuständig. Bei Entzündungen der oberflächlichen Beinvenen handelt es sich meist um bereits veränderte Gefäße in denen durch kleine Traumen eine Entzündungsreaktion entsteht. Dabei handelt es sich um Krampfadern, sogenannte Varizen, deren Entstehung auf Funktionsverluste der Venenklappen zurückzuführen und dadurch anfälliger für die Entwicklung von Gefäßentzündungen sind.

Auch an venösen Gefäßen der Arme kann es zu einer Thrombophlebitis kommen. Diese entstehen dann meist im Rahmen von Infektionen durch Venenverweilkatheter oder auch Injektionen und Infusionen.

Treten Entzündungen der Venen gehäuft auf, kann dies auch ein Hinweis auf Tumorerkrankungen oder Autoimmunerkrankungen mit Gefäßbeteiligung sein und sollte unbedingt genauer abgeklärt werden.

Wie können Entzündungen der Venen behandelt werden?

Die Behandlung der Thrombophlebitis konzentriert sich in erster Linie auf die Reduktion der Symptomatik. Dabei sind die Maßnahmen stark von der Ausprägung und möglichen Komplikationen abhängig.

Das Entfernen möglicher Infektionsquellen wie zum Beispiel der Venenverweilkanülen sowie hygienische Maßnahmen wie aseptische Umschläge sind in jedem Fall die Basistherapie.

Bei Schmerzen kann die Gabe von Schmerzmitteln erfolgen. Ergänzend kann die Anwendung kühlender Umschläge die Reduktion Ihrer Beschwerden unterstützen.

In einigen Fällen erfolgt zudem eine Stichinzision mit Ausräumung des thrombotischen Materials. Dies ist vor allem bei frischen Venenentzündungen indiziert. Anschließend erfolgt die Anlegung eines Kompressionsverbandes. Bei Venenentzündungen, welche bereits länger als 7 Tage bestehen, erfolgt nur die Therapie mithilfe eines Kompressionsverbandes.

Ein weiterer wichtiger Therapiepfeiler der Behandlung ist die ausreichende Mobilisierung. Bei Bettruhe besteht ein stark erhöhtes Risiko der tiefen Venenthrombose, sodass eine ausreichende Bewegung angestrebt werden sollten. Bei immobilisierten Patienten kann aufgrund des erhöhten Risikos eine Blutverdünnung prophylaktisch eingesetzt werden.

Beim Auftreten einer tiefen Thrombose muss jedoch in jedem Fall eine Blutverdünnung vorgenommen werden, um weitreichenden lebensbedrohlichen Komplikationen wie einer Lungenembolie vorzubeugen.

Bei Fieber erfolgt zudem die Gabe eines Antibiotikums, um eine bakterielle Infektion der Thrombophlebitis zu behandeln und eine mögliche Entstehung einer Sepsis oder eines Abszesses vorzubeugen.

Welche vorbeugenden Maßnahmen sind möglich?

Die Hauptursache der Thrombophlebitis ist in über 90 Prozent ein Krampfaderleiden, auch als Varikosis bezeichnet. Diese Erkrankung ist sehr häufig und betrifft mit einem Verhältnis von 1:3 vor allem ältere Frauen. Ursächlich sind hierbei meist Veränderungen der Venenklappen. Diese können den Blutfluss nicht mehr ausreichend in Richtung des Herzens unterstützen. In der Folge kommt es zum Rückfluss des Blutes in die oberflächlichen Venen und zur Ausbildung der Krampfadern durch den erhöhten venösen Druck. Dabei spielen bei der Entstehung verschiedenste Risikofaktoren eine Rolle, die entweder das umliegende Bindegewebe schwächen oder aber eine Erhöhung des venösen Druckes mit sich bringen. 

Folgende Risikofaktoren können zur Venenentzündung führen:

  • Familiäre Vorbelastung
  • Genetische Faktoren
  • Weibliches Geschlecht
  • Schwangerschaft
  • Übergewicht
  • Tätigkeiten mit langanhaltendem Stehen/Sitzen

Eine Reduzierung dieser Faktoren kann die Erkrankungswahrscheinlichkeit reduzieren und somit auch das Risiko für eine Thrombophlebitis senken.

Dabei ist vor allem eine ausreichende Bewegung entscheidend und kann beispielsweise schon durch regelmäßige Spaziergänge erhöht werden. Unabhängig davon, ob Sie oder ein Angehöriger betroffen sind: Regelmäßige Spaziergänge an der frischen Luft sind für jedes Alter gesund und machen zu zweit gleich doppelt so viel Spaß.

Bei einem bestehenden Übergewicht wäre auch eine Gewichtsabnahme und Veränderung des Essverhaltens zur Risikoreduktion hilfreich. Haben Sie selbst oder ein Angehöriger, um den Sie sich kümmern, ein erhöhtes Risiko für eine Venenentzündung, können Sie sich zur Reduzierung des Risikos von Ihrem behandelnden Arzt beraten lassen.

Eine weitere wichtige Maßnahme ist die Unterstützung des Blutflusses durch Kompression mit Kurzzugbinden oder auch Kompressionsstrümpfen. Dies verhindert ein Fortschreiten der Erkrankung und kann somit auch das Risiko einer Entzündung der Venen senken. Die Anpassung der Kompressionsstrümpfe und Kurzzugbinden sollten Sie unbedingt durch einen medizinischen Fachhandel vornehmen lassen.

Pflanzliche Arzneimittel wie Rosskastanienextrakt, Mäusedornwurzel und Extrakte des roten Weinlaubes können bei leichten Krampfaderleiden die Effekte unterstützen und förderlich auf den Blutrückfluss durch Aktivierung der Venenwand wirken. Auch kaltes Abduschen der Extremitäten oder Wassertreten in kaltem Wasser kann sich in frühen Stadien oder zur Prophylaxe positiv auswirken und ist leicht von zu Hause umsetzbar. Heiße Bäder und Saunagänge sollten hingegen reduziert oder ganz vermieden werden.

Quellen:

https://www.dga-gefaessmedizin.de/fileadmin/content/PDFs/dga_krampfaderbroschuere_screen.pdf

Thyssenkrupp Treppenlifte

 

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