Hoher Blutdruck

Ein hoher Blutdruck entwickelt sich meist schleichend und wird dementsprechend oft erst zu spät bemerkt. Der Ernst der Lage wird erst dann deutlich, wenn folgen wie etwa ein Schlaganfall auftreten. So weit muss es aber nicht kommen, Bluthochdruck Symptome lassen sich vorzeitig erkennen.

Beim Bluthochdruck (Hypertonie) handelt es sich um eine Volkskrankheit, deren Gefährlichkeit nicht unterschätzt werden sollte. Rund 25 Millionen Menschen leiden in Deutschland unter zu hohen Bluthochdruck. Er sollte optimal behandelt werden, denn mit einem zu hohen Blutdruck gehen verschiedene gesundheitliche Risiken wie Herzinfarkt, Schlaganfall oder Thrombose einher. Oftmals müssen zur Senkung des Blutdrucks Medikamente eingenommen werden. Der Verlauf und die Prognose eines zu hohen Blutdrucks sind in erster Linie von einer frühzeitigen Behandlung und einer gesunden Lebensweise abhängig. Eine Vorbeugung ist mit einer bewussten Ernährung und Bewegung möglich, so lässt sich ein Bluthochdruck auch natürlich senken.

Inhalt

Welche Symptome entstehen bei einem zu hohen Blutdruck?

Zu den häufigen Anzeichen für Bluthochdruck gehören Kopfschmerzen (insbesondere morgens),Übelkeit, Schwindelgefühle, starke Müdigkeit, Erschöpfung und verringerte Belastbarkeit, Schlaflosigkeit, Nasenbluten sowie Ohrensausen.

Achtung! Bei einem Auftreten von  Plötzlichen Sehstörungen oder Symptome wie Kribbeln, ein Taubheitsgefühl sowie Lähmungen auf einer Körperseite (am Arm, Bein oder im Gesicht), eine Sprachstörung oder plötzlich auftretende starke Kopfschmerzen sind Warnzeichen oder Symptome eines Schlaganfalls sein: Hier gilt es Unverzüglich den Notarzt (Rettungsleitstelle, Notruf 112) zu rufen!

Was sind die Ursachen für Bluthochdruck?

Lebensweisen, die Bluthochdruck begünstigen:

  • ungesunde Ernährung
  • zu wenig Bewegung
  • Übergewicht
  • Alkohol und Zigaretten
  • Stress

Weitere Faktoren, die zu Bluthochdruck führen können:

  • das Alter
  • Anstrengungen
  • Erkrankungen des Herzens, der Schilddrüse, der Nieren oder Lunge
  • bestimmte Medikamente wie selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer oder Kortisonpräparate
  • die Genetik

Was ist hoher Blutdruck und wie setzen sich die Blutwerte zusammen?

Bluthochdruck wird medizinisch als arterielle Hypertonie oder Hypertonie bezeichnet. Jeder vierte Erwachsene leidet in Deutschland darunter. Der zu hohe Blutdruck bedeutet, dass der Druck in den Blutgefäßen (Arterien) eine gewisse Grenze überschreitet.

Einteilung der Blutdruckwerte

Der obere Wert:

Der erste, obere Wert ist höher. Dabei handelt es sich um den systolischen Blutdruck, der dem Druck entspricht, welcher entsteht, wenn das Herz das Blut in die Blutgefäße pumpt. Dieser Wert sollte unter physiologischen Normalbedingun-gen und ohne körperliche Anstrengung 110 bis 130 mmHg betragen.

Der untere Wert:

Der untere Wert ist der diastolische Blutdruck, bei dem das Herz danach wieder erschlafft. Es handelt sich also um die Entspannungsphase bzw. die Druckverhältnisse zwischen den einzelnen Herzschlägen. Die Normalwerte liegen im entspannten Wachzustand bei 60 bis 85 mmHg.

Blutdruck Messen: wann besteht ein hoher Blutdruck und was ist normal?

Das regelmäßige Blutdruck messen ist wichtig um frühzeitig Bluthochdruck Symptome feststellen zu können.

Optimal sind Werte unter 120/80 mmHg. Bei wiederholten Messwerten ab 140/90 mmHg (Messung in der Arztpraxis) bedeuten nach allgemeiner Definition, dass ein Bluthochdruck vorliegt. Als normal werden Blutdruckwerte bis 139/89 mmHg eingestuft.

Welche Folgen hat ein hoher Blutdruck?

 Das Tückische ist, dass die Krankheit unbemerkt meistens schon Jahre lang Schäden angerichtet hat, bevor ein Mediziner die Diagnose gestellt hat. Ein erhöhter Blutdruck schadet dem Körper. Langfristig gesehen kann er das Herz und die versorgenden Gefäße, die Nieren, das Gehirn und die Augen schädigen. Diese lebenswichtigen Organe werden bei einem von Tag zu Tag hohen Blutdruck überlastet. Die natürliche Gefäßalterung setzt bei einem Bluthochdruck früher ein und schreitet schneller fort. Gefäße können so vorzeitig verkalken (Arteriosklerose).

Diese Schäden begünstigen Folgeerkrankungen wie einen Herzinfarkt oder Schlaganfall. Nur durch frühzeitige Gegenmaßnahmen können lebensbedrohliche Folgeschäden vermieden werden. Daher ist es sehr wichtig, auf die genannten Anzeichen zu achten.

Therapie: Blutdruck senken und erkennen

Bluthochdruck kann durch eine mehrmalige Überprüfung der Werte diagnostiziert werden. In der Regel wird zunächst einmal mit einem mobilen Blutdruckgerät eine 24-Stunden-Messung durchgeführt, bei der der Blutdruck regelmäßig über den Tag verteilt automatisch gemessen und gespeichert wird. Das Belastungs-EKG zeichnet zudem die Blutdruckwerte unter körperlicher Belastung auf. Dadurch soll ermittelt werden, wie lange der Blutdruck benötigt, um sich anschließend wieder zu beruhigen. Bei vielen Betroffenen kann keine eindeutige einzelne Ursache ermittelt werden. Hier liegt meist eine Kombination verschiedener Faktoren vor. Hierbei handelt es sich um den primären Bluthochdruck. Beim sekundären Bluthochdruck ist die Ursache eindeutig feststellbar. In diesem Fall muss die Grunderkrankung behandelt werden. Oft müssen Medikamente verschrieben werden, um den Blutdruck zu senken. Heilen lässt sich Bluthochdruck nicht. Doch das Fortschreiten der Hypertonie sowie Schäden an den Gefäßen können verhindert werden.

Für die medikamentöse Behandlung stehen beispielsweise zur Verfügung:

– Betablocker

– Diuretika

– Calciumantagonisten

– ACE-Hemmer

Hohen Blutdruck vorbeugen: So kann ein zu hoher Blutdruck verhindert werden

Regelmäßige Bewegung wie Radfahren, Joggen oder Walken gilt als Blutdrucksenker. Die Werte können dadurch um circa 5 bis 10 mmHg verringert werden. Zudem ist es möglich hohen Blutdruck mit Hausmitteln zu senken. Es wichtig, auf eine gesunde Ernährung mit viel frischem Obst und Gemüse, Vollkornprodukten und Hülsenfrüchten zu achten, auf Alkohol und Nikotin zu verzichten und Stress abzubauen. Entspannungsverfahren wie Meditation oder Yoga sorgen für einen guten Ausgleich zu stressigen Phasen im Alltag.

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