Demenz

Dank des heutigen wissenschaftlichen Standes in der Medizin, wird die Bevölkerung immer älter. In Deutschland liegt die durchschnittliche Lebenserwartung bei ca. 81 Jahren, wodurch gleichzeitig altersbedingte Erkrankungen immer häufiger in Erscheinung treten. Frauen haben vergleichsweise zu Männern eine höhere Lebenserwartung, weshalb bei den Demenzpatienten der Anteil der Frauen überwiegt.  

Die Diagnose Demenz ist sowohl für den Betroffenen als auch für die Angehörigen und Freunde ein großer Einschnitt in den gewohnten Alltag und den Umgang miteinander. Selbstverständlich kann der Betroffene seine Erkrankung für sich zu behalten, dennoch wäre es ratsam, enge Vertraute im Umkreis einzuweihen, damit sie sich ebenso auf die kommenden Veränderungen einstellen und dementsprechend reagieren können.

Inhalt

Was ist Demenz?

Der Begriff Demenz heißt aus dem Lateinischen übersetzt – „Weg vom Geist“, womit die Beeinträchtigung bis hin zum Verlust der geistigen (kognitiver), emotionalen und sozialen Leistungsfähigkeit bezeichnet wird, ausgelöst durch eine Gedächtnisstörung. Dabei wird Demenz nicht als Krankheit, sonders als Syndrom definiert, da verschiedene, zusammenhängende Symptome auftreten. Es gibt bis zu 50 verschiedene Demenzformen, wobei die Alzheimer-Krankheit und die vaskuläre Demenz den Großteil der Demenzerkrankungen ausmachen.

Grundlegend wird in primärer und sekundärer Demenz unterschieden. Allerdings gibt es auch Mischformen, da meist nicht eindeutig festgestellt werden kann, an welcher Form von Demenz der Patient leidet. Ähnliche Krankheitsbilder mit ähnlichen Symptomen weisen Krankheiten wie Depressionen und Delir auf, weshalb man diese häufig als „Pseudodemenz“ bezeichnet. 

Primäre Demenz

Der Ursprung von Demenz befindet sich im Gehirn, wo nach und nach die Nervenverbindungen abnehmen und die Nervenzellen absterben. Ein Grund hierfür sind z.B. Eiweißablagerungen. Je nach betroffener Hirnregion werden Verhalten, Denken, Sprache und Orientierung beeinflusst. Der Krankheitsverlauf lässt sich durch eine passende Therapie verzögern, jedoch ist die Krankheit selbst nicht heilbar. Hierzu zählen die Alzheimer-Krankheit und vaskuläre Demenz sowie die Frontotemporale und die Lewy-Körperchen-Demenz

Sekundäre Demenz

Die sekundäre Demenz macht nur einen geringen Anteil von Betroffenen aus und ist unter bestimmten Umständen heilbar. Der Auslöser dieser Krankheitsform sind Medikamente, Alkoholsucht, sowie vom Gehirn unabhängige Grunderkrankungen, wie Depressionen, Schilddrüsenerkrankungen oder ein Vitaminmangel. Werden diese Auslöser rechtzeitig erkannt und behandelt, kann diese Form der dementiellen Erkrankung geheilt werden.

Behandlungsansätze

Oftmals sind es die Angehörigen, die Verhaltensänderungen, z.B. Vergesslichkeit oder Antriebslosigkeit wahrnehmen. Wird der Verdacht von Angehörigen auf Demenz geweckt, ist es ratsam den Betroffenen vorerst du beobachten und sein Verhalten für eine längere Zeit zu dokumentieren, bevor er mit dem Thema konfrontiert wird. Besonders bei älteren Menschen ist viel Feingefühl gefragt, da Betroffene eine mögliche Erkrankung verleugnen und ablehnen. Bitten Sie Angehörige, Freunde, Nachbarn die Betroffenen und ihr Vehalten im Auge zu behalten, um später dem Arzt eine frühzeitige Diagnose zu erleichtern. Wenn sich die Vergesslichkeit und die Gedächtnislücken verschlechtern sowie Schwierigkeit in der Sprache oder Orientierung auftreten, ist eine umgehende fachärztliche Untersuchung notwendig.

Es gibt verschiedene Warnsignale, auf die Angehörige achten können:

  • Ereignisse, die kurz zurückliegen werden vergessen
  • gestörte Sprache
  • Ausführung gewohnter Tätigkeit fällt schwer
  • Interesse an Arbeit, Hobbys und Kontakten lässt nach
  • Orientierungsschwierigkeiten
  • weniger finanzielles Verständnis
  • Gefahren werden fehl eingeschätzt
  • Veränderung im Wesen: Stimmungsschwankungen, andauernde Ängstlichkeit, Reizbarkeit und Misstrauen
  • Fehler, Irrtümer oder Verwechslungen werden vehement abgestritten

Da Demenz nicht heilbar ist, ist eine frühe Erkennung von Demenz umso wichtiger. Mit Hilfe von verschiedenen Therapien kann die Lebensqualität für paar weitere Jahre verlängert werden. Die Behandlung kann medikamentös, aber auch nicht-medikamentös erfolgen und richtet sich nach den individuellen Wünschen des Patienten.  

Bei einer medikamentösen Behandlung kommen Antidementiva, wie Acetylcholinesterasehemmer oder Glutamat-Antagonist Memantin zum Einsatz, die bestimmte Enzyme oder Botenstoffe blockieren. Damit sollen die Hirnleistungen länger erhalten bleiben. Manche Patienten können Begleiterscheinungen entwickeln, wie z.B. Depression, was mit Antidepressiva behandelt wird.

Für die nicht-medikamentösen Behandlung kommen verschiedene Therapien und Trainings zum Einsatz, wie z.B.:

  • Verhaltenstherapie
  • Kognitives Training
  • Realitätsorientierung
  • Musiktherapie
  • Ergotherapie
  • Milieutherapie

Der Zustand des Patienten kann sich schlagartig ändern, deshalb ist es für beide Seiten angebracht sich rechtzeitig Gedanken um die Zukunft zu machen. Die Betroffenen sollten sich Gedanken um ihre zukünftige Pflege machen, falls sie nicht mehr in der Lage sind selbständig zu leben. Sowohl der Betroffene als auch die Angehörigen sollten Themen zur Pflegeplanung besprechen: Welche Pflege wird benötigt? Wie soll die Pflege stattfinden – in der Familie, ambulant oder stationär? etc.

Hierbei können Beratungen und Unterstützung von Verbänden, Organisationen und Institutionen, wie die Deutsche Alzheimer-Gesellschaft, die Deutsche Seniorenliga und der Verein „Freunde alter Menschen“ in Betracht gezogen werden. Sie helfen Betroffenen und Angehörigen beim Umgang mit der Erkrankung im Alltag, da es viel Verständnis und Geduld beider Seiten erfordert. 

Das kognitive Training beispielsweise, lässt sich prima in den Alltag integrieren: tanzen, stricken, lesen oder Kreuzworträtsel helfen den geistigen Abbau zu verlangsamen. Gesunde und ausgewogene Ernährung sowie viel Bewegung wirkt sich ebenfalls positiv auf Geist und Körper aus.

Ein Leben mit Demenz

Die meisten Betroffenen verlieren mit der Zeit ihre motorischen Fähigkeiten und ihre Kraft. Eine rechtzeitige Anpassung ihres Zuhauses, wie beispielsweise die Sicherung gefährlicher Gegenstände, ist daher sinnvoll und hilfreich. Knöpfe am Herd können abmontiert und Messer weggeschlossen werden.

Weitere hilfreiche Maßnahmen können folgende sein:

  • Notrufnummern an gut sichtbaren Positionen vermerken
  • Checklisten und Infokarten für die Alltagsbewältigung
  • Notfall-Armband oder -Kette mit den persönlichen Daten
  • Installation von Brandmeldern
  • Türschilder  für die räumliche Orientierung
  • sicherer Verschluss von Reinigungsmittel und Medikamente 
  • Beseitigung von Läufern und Teppichen sowie Kabel und andere Stolperfallen
  • strukturierter, gleichmäßiger Alltag schaffen
  • Installation von Sicherungen an Türen oder Steckdosen 

Hinweise für Angehörige

Einen dementen Angehörigen zu Pflegen ist vor allem emotional belastend. Informieren Sie sich daher rechtzeitig um mögliche Hilfsangebote, wie z.B. die Beauftragung von Pflegediensten. Als Angehöriger können Sie darauf achten die gewohnte Alltagsroutine beizubehalten und diese zu unterstützen.

Demente Personen sind schnell überfordert und können nicht mehr eindeutig begründen warum sie etwas gemacht haben. Begegnen Sie der Person mit Verständnis und vermeiden sie „entweder … oder“- Fragen. Fragen wie: Möchtest du Tee oder Kaffee? können eine demente Person überfordern. Formulieren Sie die Frage um in: Möchtest du Kaffee? Vermutlich kennen Sie ihren Angehörigen gut genug, um zu wissen was er/ sie gerne mag. Diese Vorgehensweise bezieht sich auf alle Lebensbereiche, wie z.B. Körperpflege oder Freizeitaktivitäten. 

Wie bereits erwähnt helfen gesunde Ernährung, Bewegung und kognitives Training der Demenz etwas entgegenzuwirken. Da es den Betroffenen teilweise schwer fällt ihren Aktivitäten selbständig nachzugehen, unterstützen Sie sie und gehen spazieren, machen Kreuzworträtsel oder achten Sie auf eine regelmäßige und gesunde Ernährung.

Die Situation ist sowohl für den Betroffenen als auch für die Angehörigen belastend. Versuchen Sie daher geduldig zu sein und den Betroffenen nicht in Diskussionen zu verwickeln. Es kommt vor, dass die betroffenen ablehnend oder sogar aggressiv reagieren, weil für ihn die Erkrankung ebenso belastend ist. 


Quellen: 

https://www.bundesgesundheitsministerium.de

https://www.netdoktor.de

https://de.statista.com

https://www.deutsche-alzheimer.de

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