• Die PflegeBox – Ihr verlässlicher Partner für die Pflege zuhause

Die PflegeBox im Dialog auf dem Pflegetag

Copyright: Schlütersche Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG / Stefan Melchior

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Der Deutsche Pflegetag ist die zentrale Fachmesse rund um das Thema Pflege. Die PflegeBox, der erste Komplett-Service für Pflegehilfsmittel in Deutschland, unterstützte die Veranstaltung, die in diesem Jahr erstmalig auf dem Gelände des ehemaligen Flughafens in Berlin-Tempelhof stattfand, inhaltlich und präsentierte sich an prominenter Stelle mit einem Messestand sowie als Gastgeber einer hochkarätig besetzten Fachdiskussion zur Zukunft der Pflege. Das Fazit: Das Interesse an Angeboten, die die Pflege erleichtern, ist riesig. Und genau deshalb besteht eine große Nachfrage nach kompetenter und Orientierung bietender Beratung.

Der Stand der PflegeBox in der ehemaligen Abflughalle war stets gut besucht. Sowohl das Fachpublikum als auch die privaten Messebesucher ließen sich das Konzept der PflegeBox im Gespräch genau erklären und versorgten sich mit Informationsmaterialien. Das Angebot, eine ProbeBox nach Hause zu bestellen, nahmen viele gerne an. Auch der Arzt und Kabarettist Dr. Eckart von Hirschhausen sowie Andreas Westerfellhaus, Präsident des Deutschen Pflegerats, informierten sich am Messestand über die PflegeBox. „Es ist uns wichtig, dass alle, die in der Pflege arbeiten, die PflegeBox auch kennen. Das Spektrum unserer Leistungen macht die häusliche Pflege wirklich leichter“, betonte Dr. Jörg Zimmermann, Gründer und einer der Geschäftsführer der PflegeBox.

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Das Angebot der PflegeBox richtet sich primär an Patienten und pflegende Angehörige, wird aber auch gerne von Pflegediensten empfohlen. „Wir arbeiten mit über 1.000 Pflegediensten bundesweit zusammen“, erläuterte Zimmermann, „Die PflegeBox stellt für die häusliche Versorgung der Patienten eine große Erleichterung dar“. Zimmermann wies auch auf die zukünftige Unternehmensstrategie hin: „Wir werden verstärkt Beratungsleistungen anbieten, denn wir wollen, dass die pflegenden Angehörigen ihre Rechte genau kennen“. Zu viele wüssten gar nicht, welche Unterstützung sie von den Pflegekassen erwarten können. In diesem Zusammenhang wurde der innovative Pflegerechner vorgestellt. Auf der Internetseite der PflegeBox kann sich jeder mit wenigen Klicks ausrechnen lassen, welche finanzielle Unterstützung von den Pflegekassen zu erwarten ist.

Wo geht es hin mit der Pflege?

Die PflegeBox denkt die Entwicklungen des Pflegemarktes immer ein Stück voraus. Die fachliche Expertise dazu lieferte das Symposium „Pflege der Zukunft oder Pflege ohne Zukunft?“. Die namhaft besetzte Diskussionsrunde wurde von Professorin Susanne Porsche moderiert, die hauptberuflich als Film- und TV-Produzentin tätig ist und selber über viel Erfahrung in der familiären Pflege verfügt. Zwei Themen dominierten die Diskussion: Beratung und – natürlich – Geld. Nach der Begrüßung durch Jörg Zimmermann führte Moderatorin Porsche in das Thema ein und wünschte sich weniger Defizitdenken in der Pflege, sondern die Betonung der positiven Aspekte. Dafür wären Informationen über die rechtlichen Rahmenbedingungen wichtig, betonte sie.

Das bestätigte auch Dr. Peter Müller, Journalist und Vorstandsvorsitzender der Stiftung Gesundheit, der mehr Transparenz im deutschen Gesundheitswesen forderte. Müller meinte, dass zwar eine ausreichende Menge an Informationen über Pflege zur Verfügung stände, das Problem sei deren unterschiedliche Qualität. Aktuelle, objektive und sinnvolle Informationen müssten mühsam herausgefiltert werden. Ebenfalls schwierig sei, dass die Informationen nicht selten die Adressaten verfehlten.

Beratung muss barrierefrei werden

Die politische Seite wurde von Dr. Martin Schölkopf repräsentiert, der als Leiter der Unterabteilung Pflegesicherung im Bundesministerium für Gesundheit tätig ist. Schölkopf wies auf die positive Entwicklung der letzten Jahre hin. Viel sei erreicht worden, zum Beispiel die Übernahme der Rentenversicherungsbeiträge, die die Pflegeversicherung etwa 1 Milliarde Euro im Jahr koste. Auch bei der Verhinderungs- und Kurzzeitpflege sowie bei der Tagespflege seien Verbesserungen erzielt worden. Dennoch musste auch er konstatierten, dass der Rechtsanspruch auf Beratung von zu wenigen wahrgenommen wird.

Silvia Schmidt saß von 1998 bis 2013 für die SPD im Deutschen Bundestag und war dort Behindertenbeauftragte. Heute ist sie Initiatorin und Vorsitzende der Bundesinitiative Daheim statt Heim e.V. und sagte ganz klar: „Die Menschen wollen lieber zu Hause gepflegt werden“. Sie forderte, dass Rehabilitation vor Pflege kommen müsse. Jeder hätte Anspruch auf Eingliederung in das gesellschaftliche Leben und – soweit möglich – auf die Wiederherstellung der Selbstständigkeit. Letztlich müsse die Pflegeversicherung auch ein Reha-Träger werden, sagte Schmidt und ergänzte: „Beratung muss barrierefrei und transparent sein“.

Die Geschäftsführerin der PflegeBox, Selma Oppermann kritisierte, dass die Unternehmen sich bisher zu kleinteilig auf Produkte oder Dienstleistungen konzentriert hätten. In Zukunft bräuchte man integrierte Angebote für alle Stufen des Pflegeprozesses, so Oppermann. Angebote ‚aus einer Hand‘ würden Abläufe vereinfachen. Grundsätzlich müsse „Pflege ein integraler Bestandteil unseres Lebens werden“, sagte sie.

Sabine Distler ist Gerontologin und Geschäftsführerin der ALWO Betriebs GmbH, eines privaten Trägers von vollstationären Pflegeeinrichtungen, und stellte fest, dass die Kurzzeit- und Verhinderungspflege und Pflege auf Zeit eine „gute Sache“ seien. Sie verwahrte sich dagegen, häusliche Pflege gegen die vollstationäre ausspielen. Auch Distler forderte Sensibilität bei der Beratung: „Informationsbedarf entsteht meist in Krisensituationen, die immer eine Überforderung für die Familien darstellen“.

Deutscher_Pflegetag_2015_Podiumsdiskussion_kleinAlte Rollenmuster müssen weg

Endris Heimer, Initiator und Vorstand einer Genossenschaft für den Pflege- und Gesundheitsbereich, geht davon aus, dass neue Technologien bei der Beratung eine größere Rolle spielen werden. Auch produktorientierte Angebote von privaten Trägern würden zunehmen.

Die pflegenden Angehörigen vertrat Brigitte Bührlen, Vorsitzende von „WIR! Stiftung pflegender Angehöriger“, die aus 20-jähriger Pflegeerfahrung mit ihrer Mutter berichtete. Als Tochter hätte sie wie selbstverständlich in der Pflicht gestanden, während ihre Brüder ihr „keine Steine in den Weg legen wollten“, wie sie ironisch erzählte. Alte Rollenmuster seien aber heute überholt. Hier widersprach Martin Schölkopf, der darauf hinwies, dass bereits ein Drittel der pflegenden Angehörigen Männer seien.

Die abschließende Diskussion des Symposiums widmete sich verschiedensten Zukunftsaspekten: Alternativen wie ambulante Wohngruppen oder Mehrgenerationenhäuser seien zu stärken, genauso wie die ambulante ärztliche Versorgung, hierin waren sich die Referenten einig. Bei den Pflegeleistungen müsse mehr Transparenz her: „Es gibt keine verfasste Kontrolle über die Verwendung der Gelder“, erklärte Brigitte Bührlen. Selma Oppermann beschrieb das Potential in der technologischen Entwicklung: „Wir gehen zukünftig weg von den Fun-Apps hin zu den Care-Apps“. Bei der sogenannten E-Help sei eine elektronische Datenübermittlung schneller und sicherer. Auch könnten z.B. Fenster mit Hilfe von Sensoren geschlossen oder ein Bewegungsprofil registriert werden.

Fazit der Diskussion war, dass die Leistungen in der Pflege immer komplexer werden und daher eine verbesserte, standardisierte und gleichzeitig situative Beratung notwendig ist. Diese Beratung müsse zu den Ratsuchenden kommen und nicht andersrum. Grundsätzliches Ziel sei es, die Rahmenbedingungen so zu schaffen, dass jeder selbstbestimmt entscheiden kann, ob er zuhause oder in einer Einrichtung gepflegt werden möchte.