• Pflegegrade - das ändert sich ab 2017!

Pflegegrade – die neuen Pflegestufen ab 2017

In Folge des zweiten Pflegestärkungsgesetzes lösen zum 1.1.2017 fünf neue Pflegegrade die sieben Pflegestufen ab.
Das betrifft durchschnittlich jeden dritten Menschen, der mit dem Thema Pflegebedürftigkeit konfrontiert ist. Aber was bedeutet diese Reform für die Pflege?

Aus Pflegestufen werden Pflegegrade

Die neuen Pflegestufen orientieren sich nicht mehr am Zeitaufwand, sondern am Grad der Selbstständigkeit und an den Fähigkeiten pflegebedürftiger Menschen. Damit wird ein neuer Pflegebedürftigkeitsbegriff eingeführt, der nicht mehr zwischen körperlichen, kognitiven und psychischen Problemen unterscheidet. So berücksichtigt diese Neuerung zukünftig auch Menschen mit Demenz.

pflegegrade-uebersicht

Die Umstellung in den jeweiligen Pflegegrad erfolgt automatisch. Dazu wird die vorhandene eingeschränkte Alltagskompetenz von der nicht vorhandenen eingeschränkten Alltagskompetenz unterschieden. Ist keine eingeschränkte Alltagskompetenz vorhanden, erfolgt die Einstufung um einen Sprung, zum Beispiel von Pflegestufe 1 in den Pflegegrad 2. Bei einer eingeschränkten Alltagskompetenz verdoppelt sich die Steigerung, zum Beispiel von Pflegestufe 1 in den Pflegegrad 3. Wurde eine attestierte eingeschränkte Alltagskompetenz (die sogenannte Pflegstufe 0) ermittelt, erfolgt die Einstufung in den Pflegegrad 2. Der Pflegegrad 1 wird nur nach einer Neueinstufung ab 2017 vergeben. Die Pflegebedürftigkeit prüft weiterhin der Medizinische Dienst der Krankenkasse.

Was ändert sich bei der Übernahme von Pflegehilfsmitteln?

Ab 2017 übernehmen die Krankenkassen zusätzliche Pflegehilfsmittel mit weniger bürokratischen Formalitäten. So reicht für die Übernahme wie für Gehhilfen die Empfehlung eines Gutachters des Medizinischen Dienstes. Auch für ein barrierefreies Wohnen unterstützt zukünftig die Pflegeversicherung die Betroffenen.

Der Anspruch auf Übernahme an Pflegehilfsmitteln wie Einmalhandschuhe oder Desinfektionsspray von bis zu 40 Euro bleibt wie für alle Pflegestufen auch für alle Pflegegrade unverändert bestehen. Die Leistungen werden nach wie vor bei der Pflegekasse beantragt. Bei der Pflegebox können Sie aus sechs Boxen Ihre passende PflegeBox auswählen. Das Team der PflegeBox übernimmt die Beantragung und rechnet direkt mit der Pflegekasse ab. Sie erhalten jeden Monat alle notwendigen Produkte in der praktischen Box kostenfrei nach Hause geliefert. Wählen Sie jetzt Ihre PflegeBox aus!