• Vorteile vs. Nachteile Lebensversicherung und Sterbegeldversicherung

lebensversicherungGedanken rund um die Altersvorsorge beschäftigen fast jeden Menschen. Damit Sie nicht vor drohender Altersarmut stehen, sollten Sie sich heute nicht nur Gedanken um die Rente machen. Mögliche Alternativen sind die Lebensversicherung oder eine Sterbegeldversicherung. Zwei Optionen, die finanzielle Absicherung auf unterschiedlicher Ebene bieten. Beide Varianten sind im Hinblick auf ein geringes oder mittleres Einkommen interessant.

 

Lebens- oder Sterbegeldversicherung? Klären Sie Ihre Bedürfnisse im Vorfeld ab

Vor dem Abschluss der einen oder anderen Versicherung sollten Sie sich überlegen, was Ihr gewünschtes Ziel ist:

Möchten Sie Ihren Angehörigen eine bestimmte Summe nach dem Ableben hinterlassen oder möchten Sie selbst von dem gesparten Geld während der Rentenzeit leben? Sofern Sie eine Auszahlung zu Lebzeiten wünschen, muss eine Lebensversicherung dementsprechend früh abgeschlossen werden. Denn je höher die Abschlusssumme ist, umso höher ist auch die ausgezahlte Summe nach der festgelegten Laufzeit. Darauf basiert dann der jeweilige monatliche Betrag, den Sie dann zahlen. Hierbei sollte jedoch bedacht werden, dass der Abschluss meist mit einer Gesundheitsprüfung verbunden ist. Ein guter Gesundheitszustand ist daher wichtig. Schon deshalb ist es sinnvoll, eine Lebensversicherung in jungen Jahren abzuschließen.

Zusätzlich sollten Sie wissen, dass die ausgezahlte Leistung aus einer Lebensversicherung steuerpflichtig ist.

Beerdigungskosten absichern und mit entsprechender Versicherung vorsorgen

Die Sterbegeldversicherung zeichnet sich durch ein unterschiedliches Konzept aus. Die Gesundheitsprüfung ist hier keinesfalls erforderlich, was für Senioren durchaus vorteilhaft ist. Diese Vorsorge wird in der Regel mit einer kleineren Versicherungssumme abgeschlossen, da sie in erster Linie nur die eigenen Bestattungskosten abdecken soll. Auch weitere finanzielle Aufwendungen, wie das Ausräumen der Wohnung können dann durch die Angehörigen bezahlt werden, ohne dass sie selbst in finanzielle Schwierigkeiten geraten. Diese Art der Vorsorge leitet sich schon aus der bestehenden Bestattungspflicht in Deutschland ab. Aufgrund der hohen Kosten einer Bestattung ermöglicht die Sterbegeldversicherung Ihnen eine angemessene Beerdigung nach Ihren Wünschen und entlastet gleichzeitig die Angehörigen. So müssen bei einer Erdbestattung ca. 6000 Euro eingeplant werden, während die Feuerbestattung etwas günstiger ausfällt. Aus diesem Grund spricht man hier auch häufig von der Bestattungsvorsorge. Denken Sie im Zuge dieser vorsorglichen Überlegungen auch über eine Patientenverfügung nach.

Keine Anrechnung durch das Sozialamt: Ein wichtiger Unterschied zur Lebensversicherung

  • Ein wichtiger Punkt zwischen der Sterbegeld- und der Lebensversicherung ist das Anrechnen bei Bedürftigkeit.
  • Die Lebensversicherung wird als Vermögen angesehen und kann von monatlichen Bezügen einberechnet bzw. eingefordert werden.
  • Anders bei der Sterbegeldversicherung, die nicht als Vermögen betrachtet wird. Hier kann sogar ein Mehrbedarf bei bestehender Sozialhilfe bei dem Sozialamt beantragt werden. Dies sollten Sie jedoch immer mit dem jeweiligen Amt individuell abklären, da die Entscheidungen unterschiedlich ausfallen. Damit die Sterbegeldversicherung als Mehrbedarf anerkannt wird, darf kein Bezugsrecht zu Lebzeiten bestehen. Ferner muss das Datum der Auszahlung als „mit dem Tod“ deklariert sein. Es ist also möglich, die gewünschte Bestattung zu erhalten, ohne dass das Sozialamt diese Versicherungssumme vom Einkommen abzieht. In diesem Fall darf den Angehörigen die Auszahlungssumme weder abgezogen noch als Vermögen berechnet werden.

Lebensversicherung:

Die Lebensversicherung kann zur Vorsorge im Alter genutzt werden.

 

 

Sterbegeldversicherung:

Sterbegeldversicherungen werden zur Aufwendung der Bestattungskosten verwendet. – Als Bestattungsvorsorge bekannt, wird sie mit einer geringen Versicherungssumme zwischen 2000 und 10.000 Euro abgeschlossen.