Pflegehilfsmittel deutschlandweit
030 - 609 84 13 23
Mo-Fr 8-18 Uhr
  • Die PflegeBox klärt auf: Wie werden die neuen Pflegegrade ermittelt?

Wie selbstständig ist der Pflegebedürftige und worin braucht er Unterstützung?

Das neue Begutachtungsverfahren des zweiten Pflegestärkungsgesetzes sieht ab dem 01.01.2017 diese Fragestellungen als zentrale Bemessungswerte vor.

So rücken mit der Umstellung von den Pflegestufen in Pflegegrade die individuellen Beeinträchtigungen des zu Pflegenden in den Vordergrund. Der damit einhergehende neue Pflegebedürftigkeitsbegriff knüpft den Grad der Pflege zukünftig an die Selbstständigkeit und die Fähigkeiten der Pflegebedürftigen.

Sechs verschiedene Aktivitätsbereiche entscheiden über den Pflegegrad

Der medizinische Dienst der Krankenkassen ermittelt mit dem neuen Begutachtungsverfahren den Grad der Pflegebedürftigkeit zukünftig anhand von Punkten. Diese werden für sechs pflegerelevante Module vergeben, die unterschiedlich gewichtet werden. Die Summe bestimmt daraufhin den Pflegegrad. Dabei spielt die Gewichtung der Module eine entscheidende Rolle. Die Selbstversorgung findet im Modul 4 mit 40 Prozent die größte Bedeutung. Die zweitgrößte Gewichtung findet die ärztliche und therapeutische Behandlung im Modul 5 mit 20 Prozent. Modul 6 mit der Alltaggestaltung und das Modul 2 mit der Kognition und dem Verhalten gehen je zu 15 Prozent in die Begutachtung ein. Die Mobilität des Betroffenen wird im Modul 1 lediglich mit 10 Prozent gewichtet. Je mehr Punkte der Betroffene erhält, desto höher ist der eingestufte Pflegegrad. So erhält ein Pflegebedürftiger mit einer niedrigen Punktezahl die geringste Beeinträchtigung der Selbstständigkeit und somit den Pflegegrad 1.
psg2-begutachtungsverfahren

Im Zusammenhang mit dem Begutachtungsverfahren werden folgende erreichte Punkte den Pflegegraden zugeordnet:

Pflegegrad 1 – 12 bis unter 27 Punkte
Pflegegrad 2 – 27 bis unter 74,5 Punkte
Pflegegrad 3 – 47,5 bis unter 70 Punkte
Pflegegrad 4 – 70 bis unter 90 Punkte
Pflegegrad 5 – 90 bis unter 100 Punkte

Wurde vor dem 01.01.2017 eine Pflegestufe vergeben, informiert die zuständige Krankenkasse den Betroffenen automatisch über den neuen Pflegegrad. Die Umstellung kann jedoch den 01.01.2017 überschreiten. Das Anrecht auf die Übernahme verschiedener Pflegehilfsmittel zum Verbrauch nach § 40 SGB XI von bis zu 40 Euro im Monat bleibt für jeden Pflegegrad bestehen. Die Beantragung übernimmt das Team der PflegeBox dabei kostenlos und liefert die Pflegeprodukte in einer praktischen Box direkt nach Hause. Melden Sie sich bei uns unter 030 / 609 84 13 23 oder füllen Sie unser Kontaktformular aus. Wir melden uns schnellstmöglich bei Ihnen. Ihre PflegeBox