Sturzprophylaxe – Risiken erkennen, Gefahren minimieren

Etwa ein Drittel aller Menschen erleiden im Alter wenigstens einen Sturz und die medizinischen Folgen können schwerwiegender sein als der Sturz selbst. Dabei können viele Risikofaktoren des Alltags ohne viel Mühe durch Sturzprophylaxe eliminiert werden. Erfahren Sie hier mehr über die Ursachen und Folgen von Stürzen im Alter und wie Sie sie vermeiden können.

 Wie kommt es zum Sturz?

Ein Sturz kann viele Ursachen haben. Zum einen können äußere Faktoren, wie beispielsweise ein nasser, rutschiger Fußboden oder kleine Stolperfallen einen Sturz verursachen. Zum anderen können innere Faktoren, wie Gangunsicherheit, eine bestehende Sehschwäche oder Bewusstseinsveränderungen, zum Sturz führen. Manchmal genügt auch schon die Angst vor einem Sturz, um diesen herbeizuführen: Wer im sich im Alter seiner schwindenden körperlichen Fitness bewusst wird und sich aus Angst zu stürzen immer weniger bewegt, der verursacht unnötigen Muskelabbau und erhöht dadurch wiederum sein eigenes Sturzrisiko. Ein Teufelskreis, der nicht sein muss.

 Welche Gefahren bringt ein Sturz mit sich?

sturzgefahrEin Sturz kann immer Verletzungen nach sich ziehen. Bei älteren Menschen ist dies häufiger und schwerwiegender der Fall, als zum Beispiel bei Kindern. Wenn Senioren stürzen kommt es vergleichsweise häufig zu Knochenbrüchen. Der Grund für die Häufung von Brüchen im Alter, im Gegensatz zu beispielsweise Kindern, ist die abnehmende Widerstandsfähigkeit der Knochen. Liegt ein Bruch erst mal vor müssen in der Regel operative Eingriffe vorgenommen werden, gefolgt von einer entsprechenden Rehabilitationstherapie. Beides verschmerzen Senioren oft nicht mehr so gut, wie jüngere Menschen. Die Folgen eines Sturzes sind oft schwerwiegender, als der Sturz selbst.

 Wie kann man Stürzen vorbeugen?

Es gibt eine Vielzahl vom Maßnahmen, die der Sturzprophylaxe dienen. Wenn Sie unter Gangunsicherheiten, Sehbeschwerden und Bewusstseinsveränderungen leiden, sollten sie zur Prophylaxe ihren (Augen-) Arzt kontaktieren sich über Maßnahmen, wie beispielsweise Geh- und Sehhilfen informieren.

Wenn Sie den Verdacht haben, dass die Medikamente, die sie vielleicht einnehmen, bei Ihnen Bewusstseinsveränderungen hervorrufen, kann auch der Gang zum Apotheker helfen. Lassen Sie sich in jedem Fall medizinisch beraten.

Achten Sie außerdem auf ausreichend Bewegung. Sie müssen sich dabei nicht völlig verausgaben, schon kleine Fitness-Übungen und ein aktiver Alltag leisten ihren Beitrag zur Sturzprophylaxe, denn sie wirken dem Muskelabbau entgegen. Jede Bewegung zählt.

Auch Ihr Wohnraum lässt sich mit ein paar einfachen Schritten sicherer gestalten. Entfernen Sie alle Stolperfallen, stellen Sie sicher, dass Kabel immer nur direkt an den Fußleisten entlang liegen und sichern Sie Teppichkanten. Sollten Sie ein Haustier halten, dann setzen Sie es gegebenenfalls in einen Auslaufstall, damit es nicht zur Stolperfalle wird. Bringen Sie Haltegriffe und Handläufe dort an, wo Sie sich oft aufhalten und sich viel bewegen. Sorgen Sie außerdem immer für eine ausreichende Beleuchtung und versehen Sie trickreiche Stellen, wie beispielsweise Stufen, mit deutlich sichtbaren Markierungen.

Außerdem sollte Ihr Mobiliar, besonders Sitzgelegenheiten, möglichst gut an Ihre Körpergröße angepasst sein. Achten Sie zu guter Letzt auf richtige Kleidung und Schuhwerk. Es sollte Ihnen keine große Mühe bereiten, Ihre Kleidung selbstständig zu öffnen und zu schließen. Ihre Schuhe sollten gut passen, also weder zu groß noch zu klein sein.

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