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Umfrage zu Motivation, Zufriedenheit und Qualität

Die häusliche Pflege ist ein Vollzeitjob und viele Nichtbetroffene stellen sich die Pflege eines Angehörigen als eine der komplexesten und anspruchsvollsten Herausforderungen überhaupt vor. Dieser Thematik geht die PflegeBox in einer aktuellen Umfrage, in der 500 aktiv pflegende Angehörige befragt worden, nach.

Schwerpunktmäßig gefragt wurde, wie pflegende Angehörige ihren persönlichen Alltag erleben, was sie antreibt und was ihnen Probleme bereitet.

Ergebnisse der Umfrage bezüglich des Pflegealltags und der Motivation

Die häusliche Pflege kennt keinen Stundenplan

Die Zeit, die pflegende Angehörige aufwenden, bemisst sich sehr individuell. Ein Viertel der Befragten sieht sich beispielsweise gar nicht im Stande den zeitlichen Aufwand pro Woche überhaupt zu beziffern. Zwar gibt die Mehrheit der Befragten einen Zeitaufwand von weniger als 20 Stunden pro Woche an, doch einige Befragte benötigen nicht nur mehr als 20, sondern sogar mehr als 30 Stunden wöchentlich für die Pflege eines Angehörigen.

Dass die einzelnen Befragten sich so unterschiedlich äußern unterstreicht, wie vielfältig die Faktoren sind, die den Alltag in der häuslichen Pflege bestimmen.

  • >10 Stunden pro Woche (17%)
  • 10 bis 20 Stunden pro Woche (22%)
  • 20 bis 30 Stunden pro Woche (16%)
  • <30 Stunden pro Woche (21%)
  • Keine Angabe (21%)
  • Sonstiges (3%)

Was uns bewegt

Warum entscheiden sich Menschen dazu die Pflege ihrer Angehörigen und die damit verbundenen Aufgaben, selbst zu übernehmen? In jedem Fall handelt es sich um eine individuelle Entscheidung mit ganz persönlichen Gründen. Dennoch haben die unterschiedlichen Pflegenden oft einige Motivationen gemeinsam. So gibt die Mehrheit der Befragten an, dass sie vor allem die Nähe und die Bindung zu ihren Angehörigen zur Pflege bewegt hat. Damit einher geht ein hohes Maß an Solidarität und Selbstverständnis. Auch die Wünsche des Pflegebedürftigen fließen in den Entscheidungsprozess mit ein.

Den einen Grund, aus dem Menschen ihre Angehörigen persönlich pflegen gibt es allerdings nicht. In der Regel ist es eine Kombination aus verschieden Motivationen, die letztendlich zu der Entscheidung führt.

  • Nähe, Bindung und Zuneigung (50%)
  • Solidarität & Selbstverständlichkeit (34%)
  • Wunsch des Pflegebedürftigen (8%)
  • Wunsch nach Anerkennung (2%)
  • Fehlende finanzielle Mittel (1%)
  • Informationsmangel (1%)
  • Anderer Grund (4%)

Mit der Situation umgehen

Wenn der Pflegefall eintritt muss gehandelt werden. Pflegende Angehörige raten anderen Betroffenen vor allem dazu, Pflegebedürftigen emotionale Zuwendung zukommen zu lassen und ihre Wünsche anzuhören und ernst zu nehmen. Genauso wichtig ist der Gang zum Arzt. Auch die Beratungs- und Informationsangebote von Ämtern, Pflegekassen und Pflegediensten sollten genutzt werden. Wer gut beraten und informiert ist und eine Checkliste zur Hand hat, kann Schritt für Schritt vorgehen, sich um die Beantragung eines Pflegegrades zu kümmern und die nötigen Pflegehilfsmittel beschaffen.

Des weiteren empfehlen Betroffene nicht gegen die Situation anzukämpfen, sondern einen optimistischen und offenen Umgang, auch mit vermeintlichen Tabuthemen, zu finden. Auch raten sie, sich nicht davor zu scheuen rechtzeitig nach Hilfe zu fragen.

  • Ärztlichen Rat einholen (19%)
  • Emotionale Stärkung des Pflegebedürftigen (19%)
  • Pflegedienste, Pflegekassen und Ämter kontaktieren (18%)
  • Familiäre Unterstützung einfordern (7%)
  • In Ruhe planen, organisieren und sich aufklären lassen (7%)
  • Entsprechende Anträge stellen (7%)
  • Keine Angabe (23%)

Austausch unter Betroffenen

Nur die Hälfte der befragten Pflegenden tauscht sich regelmäßig mit anderen Betroffenen aus. Für die andere Hälfte spielt der Austausch untereinander nur eine untergeordnete Rolle. Wer sich vernetzt, der tut das vor allem innerhalb des eigenen Umfelds. Die Familie und der Freundeskreis sind Ansprechpartner Nr. 1. Selbsthilfegruppen oder spezifische Internetforen werden eher selten genutzt.

  • Kein Austausch (40%)
  • Familie und Freunde (38%)
  • Kombination von Austauschmöglichkeiten (7%)
  • Selbsthilfegruppen (3%)
  • Internet (1%)
  • Sonstiges (5%)
  • keine Angabe (47%)

Informationen zur PflegeBox-Umfrage

Die Umfrage, der die obig genannten Ergebnisse entnommen sind, wurde von Oktober 2015 bis November 2015 deutschlandweit mit 500 PflegeBox-Kunden durchgeführt. 89% der versendeten Fragebögen wurden zurückgesendet und konnten bei der Auswertung berücksichtigt werden. Da wir größten Wert darauf legen, unseren Service Ihren Bedürfnissen anzupassen, werden wir auch in Zukunft Umfragen durchführen.

Sollten Sie mehr zur PflegeBox-Umfrage erfahren wollen, zögern Sie nicht uns zu kontaktieren. Sie erreichen uns telefonisch unter 030 – 609 84 13 23.