• Osteoporose - was geschieht mit den Knochen?

Definition, Symptome und Ursachen von Osteoporose

Bei der Osteoporose, dem schleichenden Knochenschwund, gerät die Balance der knochenaufbauenden und -abbauenden Stoffwechselvorgänge aus dem Takt. In der Folge verlieren die Knochen an Stabilität. Sie werden porös und brüchig. Geringste äußere Einflüsse genügen häufig, um sie brechen zu lassen. Möglich sind starke Schmerzen.

Osteoporose ist eine Erkrankung, die sich langsam und meistens unbemerkt entwickelt. Sie tritt vermehrt im höheren Lebensalter auf. Der Grund hierfür ist, dass die Wahrscheinlichkeit für eine Abnahme der Knochendichte und -substanz ansteigt. Dies wird auch als „Knochenschwund“ bezeichnet. Zudem verändert sich die Knochenstruktur. Es kommt es zum fortschreitenden Verlust der Knochenmasse. Die Knochen werden immer instabiler und poröser. Dadurch steigt die Anfälligkeit für Knochenbrüche stark an. Die Knochen sind im Vergleich zu gesunden Personen weniger belastbar. Harmlose Stürze oder kleinste Stöße können genügen, um sich den Oberarm oder Oberschenkel zu brechen. Mitunter treten sie sogar spontan und ohne erkennbare Ursache auf.

Welche Symptome können auftreten?

  • Im Anfangsstadium ist die Erkrankung symptomfrei.
  • Im fortgeschrittenen Stadium macht sie sich häufig durch Knochenbrüche bemerkbar.
  • Besonders gefürchtet sind Frakturen an den Wirbelkörpern, am Oberschenkelhals und an den Handgelenken.
  • Bei einigen Betroffenen kann es zu Rückenschmerzen kommen, insbesondere beim Bücken oder Heben. Ein häufiger Grund hierfür sind Frakturen der Wirbelsäule.
  • In vielen Fällen verursachen sie keine Symptome, sodass sie erst beim Röntgen erkannt werden.
  • Die Rückenschmerzen ähneln häufig einem Bandscheibenvorfall.
  • Manchmal brechen Wirbelkörper in sich zusammen, wovon die Betroffenen oft nichts merken. Sie verursachen keine Schmerzen, bewirken jedoch, dass die Körpergröße abnimmt.
  • Mehrere Wirbelkörperbrüche können zu einem Rundrücken führen.
  • Im Allgemeinen verläuft Knochenschwund oftmals lange unerkannt. Vor den ersten Knochenbrüchen sind keine eindeutigen äußeren Anzeichen bekannt.

Diagnose, Behandlung und Verlauf von Osteoporose

osteoporose

Eine rechtzeitige Diagnose ist wichtig für den Therapieerfolg, beispielsweise durch eine Knochendichtemessung. Mit der Osteodensitometrie, einem Spezialverfahren der Computertomographie, kann der Mineralsalzgehalt eines Knochens bestimmt werden. Auch dieser lässt Rückschlüsse hinsichtlich der Knochendichte zu. Mit der Computer-tomographie oder Ultraschall-Untersuchung können eventuelle Knochenbrüche und eine verminderte Knochenmasse festgestellt werden.

Gymnastik kann helfen, da Bewegung die knochenaufbauenden Prozesse fördert, die Knochenstruktur verbessert und die Muskeln stärkt. Zudem sollten Sie auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung achten, die ausreichend Kalzium enthält. Daneben gibt es viele weitere Nährstoffe wie Vitamin C und K, Folsäure, Magnesium, Zink und Eiweiße, die eine wichtige Rolle spielen. Oftmals kommen auch Medikamente zum Einsatz.

Für die Heilungschancen sind eine optimale Behandlung und regelmäßige ärztliche Kontrollen entscheidend. Ohne eine Behandlung schreitet die Osteoporose immer weiter voran. Die Folgen sind dauerhaften Veränderungen, beispielsweise eine Abnahme der Körpergröße, ein Rundrücken, starke Knochenschmerzen und vermehrte Knochenbrüche. Die schwerwiegendsten Komplikationen treten meistens nach einem Oberschenkelhalsbruch auf, denn dieser Knochenbruch endet bei rund 15 Prozent der Betroffenen nach dem 70. Lebensjahr aufgrund von Folgeerkrankungen und dem erhöhten Operationsrisiko tödlich. Mehr als 50 Prozent der Erkrankten werden pflegebedürftig.

Risikofaktoren

Es gibt viele mögliche Risikofaktoren, welche eine Osteoporose begünstigen können:

  • Genetische Ursachen

    Meist spielen bei den Ursachen mehrere Faktoren eine Rolle, beispielsweise die genetische Veranlagung.

  • Das Alter

    Es kommt mit zunehmendem Alter zum Verlust der Knochenmasse, woraus eine Osteoporose resultieren kann.

  • Lebensstil

    Auch die eigene Lebensweise hat einen großen Einfluss auf die Knochendichte. Alkohol, Nikotin, Bewegungsmangel sowie Über- und Untergewicht beispielsweise beeinflussen die Knochensubstanz negativ. Zudem sollten Sie darauf achten, genügend Kalzium aufzunehmen, damit die Knochen stabil bleiben. Bedenken Sie zudem, dass das Kalzium nur in der Verbindung mit dem Vitamin D3 in den Knochen eingelagert wird. Vermeiden Sie daher auch diesbezüglich einen Mangel.

  • Hormone

    Die Hormone spielen ebenso eine Rolle bei der Entstehung der Erkrankung. Viele Frauen in oder nach den Wechseljahren sind betroffen. Der Grund ist, dass die Östrogenproduktion stark abnimmt. Doch das Hormon beeinflusst die Stabilität der Knochen maßgeblich.

    Daneben können auch Erkrankungen wie eine Überfunktion der Nebenschilddrüse und die Einnahme bestimmter Medikamente eine Osteoporose begünstigen. Auch die Osteopenie ist eine häufige Ursache. Hierbei handelt es sich um eine herabgesetzte Knochendichte. Die Arthrose und Osteoporose sind zwar sehr verschiedene Krankheiten, doch es wird vermutet, dass ein Zusammenhang besteht.

Unser Fazit

Die Osteoporose tritt meistens im höheren Alter auf. Sie ist bislang nicht heilbar. Doch eine optimale Behandlung mit Medikamenten ist sehr wichtig, um das Fortschreiten einzudämmen und Komplikationen zu verhindern. Eine Vorbeugung kann die Entstehung der Erkrankung oft verhindern, beispielsweise durch die richtige Ernährung und genügend Bewegung. Da die Einlagerung des Kalziums in den Knochen ausreichend Vitamin D benötigt, ist die gleichzeitige Zufuhr ebenso sehr wichtig. Zudem sollte auf Knochenräuber wie Alkohol und Nikotin verzichtet werden.