• MRSA - Bakterien mit gesundheitlichen Folgen

MRSA – nicht nur ein Krankenhauskeim

MRSA (Methicillin resistenter Staphylococcus aureus) sind Bakterien, die unempfindlich gegen hochwirksame Antibiotika sind. Oft verursachen sie Wundinfektionen. Infektionen sind eine große Herausforderung – vorallem in der Pflege. Mehr als 400.000 Menschen in Deutschland infizieren sich jährlich mit Bakterien, bei denen herkömmliche Therapien oft nicht mehr wirken.

Der MRSA Keim ist auch als Krankenhausbakterie oder Krankenhauskeim bekannt. Er ist ein Begriff der mittlerweile nicht nur in Krankenhäusern, sondern auch in der häuslichen und ambulanten Pflege zum Tagesgeschäft gehört. Eine gründliche Desinfektion ist das A und O in der Pflege – bezogen auf den MRSA Virus trifft dies definitiv zu!

MRSA Definition

MRSA ist eine weitverbreitete Bakterie, die Haut und Schleimhäute von Menschen und Tieren besiedelt. Gesunde Menschen werden von diesen Bakterien selten krank. Bei Menschen mit einem schwachen Immunsystem (zum Beispiel mit Diabetes, ältere und jüngere Menschen) entsteht eine Infektion. Geschwüre, Blutvergiftungen und Lungenentzündungen sind oft die Folgen.

MRSA

MRSA Übertragung

Die MRSA Übertragung kann über verschiedene Wege geschehen. In den häufigsten Fällen erfolgt eine Besiedelung spontan.

  • Von Mensch zu Mensch Die Übertragung kann zum Beispielt durch ein Händeschütteln oder einen Kuss übertragen werden.
  • Über verunreinigte Gegenstände Eine verunreinigte Türklinke, Tischoberfläche oder ein Stift kann die Übertragung verursachen.
  • Von Tier zu Mensch  Tiere wie zum Beispiel Hunde, Katzen oder Pferde können ebenfalls die Bakterie übertragen.

MRSA Symptome und Krankheitsbilder

  • Hautentzündungen wie Geschwüre oder Eiteransammlungen
  • Wundinfektionen, besonders nach Operationen
  • Entzündungen einzelner Organe (Harnwegsinfektion, Lungenentzündung oder Blutvergiftung)

Wie kann ich mich noch schützen?

  • Am wichtigsten: Eine sorgfältige Händehygiene!
  • Desinfizieren Sie sich die Hände vor und nach dem Besuch mit Desinfektionsmittel.
  • Wunden und Hautverletzungen werden mit sauberen Verbänden oder Pflastern abgedeckt.
  • Meiden Sie enge körperliche Kontakte zu Menschen mit offenen Wunden.
  • Benutzen Sie nur Ihre eigenen persönlichen Hygiene- und Badartikel wie Handtücher, Waschlappen oder Rasierapparate.

Der Selbsttest – sind Sie vielleicht Risikopatient?

Das Robert Koch-Institut (RKI) in Berlin hat Risikopatienten für eine Besiedelung definiert. MRSA-Test:

  • Ich wurde in den letzten zwölf Monaten mindestens drei Tage stationär im Krankenhaus behandelt.
  • Ich lebe in einer Pflegeeinrichtung oder einem Altenheim.
  • Ich habe eine chronische Hautläsion (Ulkus, chronische Wunde, tiefe Hautinfektion).
  • Ich bin Dialyse-Patient.
  • Ich betreibe Landwirtschaft oder habe regelmäßigen Kontakt zu Nutztieren (Schweine, Rinder, Geflügel).
  • Ich bin pflegebedürftig und habe einen Pflegegrad, musste im vergangenen halben Jahr Antibiotika einnehmen oder habe einen Katheter (Harnblasenkatheter, PEG-Sonde, Trachealkanüle).
  • Ich komme aus einer Region mit bekannt hohem Vorkommen oder lebe in einer Einrichtung, in der er gehäuft aufgetreten ist.
  • Ich hatte während eines stationären Aufenthaltes Kontakt zu anderen Trägern (durch Unterbringung im selben Zimmer).

Wenn Sie eine der Fragen mit JA beantwortet haben, gehören Sie zur Risikogruppe für eine MRSA-Besiedelung.

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