• Darmkrebs: Frühzeitig erkennen, richtig behandeln

Diagnose Darmkrebs – das ist für alle Beteiligten ein schwerer Schicksalsschlag. Deswegen ist es wichtig, rechtzeitig zur Vorsorgeuntersuchung zu gehen. Je früher eine Erkrankung erkannt wird, desto wahrscheinlicher ist die Heilung.

Vorsorge: Darmspiegelung und weitere Untersuchungsmethoden

Als Risikogruppe für Darmkrebs gelten

  • Menschen mit genetischer Vorgeschichte. Sind bereits Ihre Verwandten erkrankt, sollten Sie ab dem Alter von ca. 30 Jahren mit der Vorsorge beginnen.

  • Patienten mit einer Vorerkrankung wie Typ 2-Diabetes sind besonders gefährdet, an Darmkrebs zu erkranken

  • Menschen mit geringerem Risiko sollten ab dem 5. Lebensjahrzehnt zur Früherkennung gehen, denn mit zunehmendem Alter steigt die Gefahr.

Sie können die Darmkrebsvorsorge zunächst beim Hausarzt vornehmen lassen, der den Darm abtastet und eine Stuhlprobe entnimmt. Doch sind diese Früherkennungsmaßnahmen oft zu ungenau. Daher sollten Sie mit erhöhten Risikofaktoren eine Darmspiegelung in Betracht ziehen. Selbst kleinste Veränderungen der Darmschleimhaut werden während dieser Koloskopie erkannt.

Wer zahlt für die Darmspiegelung?

Die Darmspiegelung zahlt die gesetzliche Krankenkasse seit dem Jahr 2012 für alle Patienten ab 55 Jahren. Sie wird ambulant im Krankenhaus oder in einer gastroenterologischen Praxis durchgeführt.

Erkennung von Darmkrebs: Typische Symptome und der Weg zum Arzt

Aufgrund seiner unspezifischen Symptome ist die Erkennung von Darmkrebs schwer. Zu den Symptomen gehören Blut im Stuhl, eine unregelmäßige Verdauung oder Stuhldrang ohne anschließende Entleerung. Hinzu kommen Übelkeit und Appetitlosigkeit, aber auch ein blasses Äußeres, vermehrte Darmgeräusche und Fieber. Schmerzen treten selten auf – wenn, dann krampfartig im Bauchbereich. Auch erleben einige Patienten Schmerzen beim Stuhlgang.

 

Darmkrebs

 

Sie haben den Verdacht auf Darmkrebs? Dann suchen Sie dringend einen Arzt auf. Je früher die Krankheit erkannt wird, desto besser sind Ihre Heilungschancen. Die meisten Erkrankungen betreffen dabei den Dickdarm. Sehr selten tritt der Krebs im Dünndarm auf. Meist entsteht Dickdarmkrebs (Kolonkarzinom) durch zunächst gutartige Darmpolypen. Überwiegend bleiben diese Wucherungen in der Darmschleimhaut harmlos, entwickeln sich aber gerade bei Risikopatienten in manchen Fällen zu Krebs weiter.

Leben mit der Krankheit: Stadien und Verlauf

Fünf Stadien sind bei der Krebsart bekannt

  • 0 und I verlangen meist lediglich die Entfernung des Tumors

  • Stadium II verlangt, abhängig vom individuellen Risikofaktor des Patienten, eine ergänzende Behandlung

  • Diese ist in Stadium III obligatorisch

  • Stadium IV ist das Endstadium, in dem meist keine Chance auf Heilung besteht

Allerdings können auch in Stadium IV palliative Behandlungsmethoden die Lebensumstände des Patienten erheblich verbessern. Die Prognose über den Verlauf richtet sich nach dem Stadium des Tumors, sobald dieser entdeckt wurde. Ob er bereits in andere Organe gestreut hat, spielt ebenfalls eine Rolle. Ist das der Fall, sinken die Heilungschancen im Vergleich zu einem einzelnen Darmtumor.

Behandlung

Behandlung gegen Darmkrebs

Unabhängig des Stadiums wird der Tumor so umfangreich wie möglich operativ entfernt. Hat er bereits gestreut, folgt eine Chemotherapie. Sofern die Beseitigung des Tumors (und gegebenenfalls seiner Metastasen) nicht oder nicht komplett möglich ist, kann keine Heilung mehr erfolgen. Umso wichtiger ist die Vorbeugung von Darmkrebs durch regelmäßige Früherkennung beim Arzt.

 

Fazit: Die Hoffnung bleibt

Die Diagnose Darmkrebs ist ein Schock, aber nicht aussichtslos. Gerade die frühzeitige Erkennung spielt eine entscheidende Rolle in Bezug auf die Heilungschancen. Auch die richtige Behandlung und die Unterstützung von Freunden und Familie geben dem Patienten in der schwierigen Zeit Kraft.