• Zusätzliche Betreuungsleistungen: Was steckt dahinter?

Zusätzliche Betreuungsleistungen unterstützen pflegende Angehörige im Alltag und fördern die Selbstbestimmung des Pflegebedürftigen. Der Anspruch auf sogenannte Betreuungs- und Entlastungsleistungen ist in § 45b Sozialgesetzbuch XI festgeschrieben und beinhaltet einen einheitlichen Betrag von 125 Euro monatlich. Für die Inanspruchnahme ist ein Pflegegrad von 1 bis 5 notwendig.

Achtung! Die zusätzlichen Betreuungs- und Entlastungsleistungen gelten als Pflegesachleistungen. Es handelt sich um rein zweckgebundene Leistungen.

Was sind zusätzliche Betreuungsleistungen?

Der Gesetzgeber fördert mit dem § 45b Sozialgesetzbuch XI die Selbstständigkeit der Pflegebedürftigen.

Deshalb gehören zu den bevorzugten Angeboten die unterstützende Finanzierung von:

Außerdem die Inanspruchnahme von haushaltsunterstützenden Dienstleistungen, wie:

  • Einkaufen

  • Reinigung der Wohnung

  • Begleitung zu Arztbesuchen

  • Die Einbindung von Pflegebegleitern

Auch die Betreuung von Personen mit Demenz, die Tagesbetreuung oder spezielle Angebote zur Mobilisierung erfüllen die Bedingungen der Regelung für zusätzliche Betreuungsleistung. Ausgenommen sind die Leistungen der Selbstversorgung durch ambulante Pflegedienste bei Pflegegrad 2 bis 5.

Wer darf zusätzliche Betreuungsleistungen erbringen?

Nicht jeder Angehöriger oder Nachbar darf die vom Gesetzgeber intendierten Leistungen erbringen. Der Anbieter übernimmt die Betreuung, die nach dem jeweiligen Landesrecht dafür qualifiziert ist. Die zuständigen Pflegekassen erteilen Auskunft darüber, welche rechtlich anerkannten Dienste und Einrichtungen sich in Ihrer unmittelbaren Nähe befinden.

Auch auf dem PflegePortal finden Sie eine PflegeSuche, um ein Pflegeheim oder einen Pflegedienst in Ihrer Nähe zu finden.

Wie werden zusätzliche Betreuungsleistungen beantragt?

Der Entlastungsbetrag ist prinzipiell ein Anspruch auf Übernahme entstandener Kosten. Es handelt sich dabei nicht um einen Geldbetrag. Sie reichen Quittungen, Rechnungen und Belege für Pflegehilfsmittel nach der Inanspruchnahme ein und bekommen die Kosten erstattet. Da dieses Vorgehen viele Pflegebedürftige praktisch überfordert, hat es sich eingebürgert, dass Pflegedienste mit Abtretungserklärungen arbeiten. Damit überträgt der Pflegedürftige seine Ansprüche an den jeweiligen Pflegedienst, der seinerseits mit der Pflegkasse abrechnet.

zusätzliche Betreuungsleistungen

Was ist mit „niedrigschwelligen Betreuungsleistung“ gemeint?

Im Zusammenhang mit Erklärungen über zusätzliche Betreuungsleistungen ist auch von „niedrigschwelligen Betreuungsleistungen“ die Rede. Dahinter verbirgt sich die Einschätzung der Pflegeversicherung Pflegebedürftigen nachhaltig zu helfen. Das beinhaltet leicht zu arrangierende Dienstleistungen. In diese Kategorie fallen Haushaltshilfen oder auch die spezielle Betreuungen von Demenzerkrankten. Genaue Regelungen bestimmt das Bundesland, Auskunft erteilt die Pflegekasse.

Pflegebedürftige haben die Möglichkeit den Betrag der nicht genutzt wurde bis max. 40 Prozent für die niederschwelligen Betreuungs- und Entlastungsangebote zu verwenden.

Sinnvolles Mittel für einen selbstbestimmten Alltag

Mit den zusätzlichen Betreuungs- und Entlastungsleistungen gibt der Gesetzgeber Pflegebedürftigen und deren Angehörigen ein sinnvolles Mittel an die Hand. Die Aussicht noch lange eine Selbstbestimmtheit des Alltags zu haben.