• Pflegeformen in der Altenpflege

Das zweite Pflegestärkungsgesetz stärkt vor allem die ambulante Pflege und unterstützt pflegebedürftige Menschen mit kognitiven Einschränkungen wie mit einer Demenz mit der Einstufung in den Pflegegrad 1

Die Pflege unterscheidet drei Pflegeformen in der Altenpflege:

In der ambulanten Pflege, wird der Patient zuhause durch Angehörige, mit oder ohne Unterstützung durch einen Pflegedienst versorgt.

Teilstationär wird der Pflegebedürftige meist nur in der Tages- oder Nachtpflege versorgt.

Vollstationär in der Altenpflege bedeutet, dass der zu Pflegende in einem Alten- oder Pflegeheim wohnt und dort rund um die Uhr betreut wird. Die Altenpflege als eigenständiges Berufsbild mit professioneller Ausbildung gibt es erst seit den 1960/70er Jahren. Doch die Altenpflege kämpft noch immer mit einer leider geringen Anerkennung des Berufsbildes, niedrigen Löhnen und Fachkräftemangel.

pflegeformen pflegehilfsmittel

Ambulante Pflege in der Altenpflege bedeutet, dass die pflegebedürftige Person weiterhin, trotz Pflegebedürftigkeit, in Ihrem gewohnten Umfeld lebt. Dabei wird die Pflege in den meisten Fällen von Angehörigen und/oder nahestehenden Personen übernommen. Diese Form der Kranken- und Altenpflege macht 71 Prozent aller Pflegefälle aus. Dabei werden von insgesamt 1,86 Millionen ambulant betreuten Personen nur rund 616.000 zu pflegende durch und mit ambulanten Pflegediensten gepflegt. Die Pflege zuhause ist rein zahlenmäßig die wichtigste Organisation der Alten- und Krankenpflege.

Pflegebedürftige in der ambulanten Pflege, die einen Pflegegrad (1, 2, 3, 4 oder 5) bewilligt bekommen haben, haben Anspruch auf die Erszattung von Pflegehilfsmitteln wie Bettschutzeinlagen, Esslätzchen, Desinfektionsspray und weiteren Pflegehilfsmitteln. Informieren Sie sich hier ausführlicher!

Die zweite Pflegeform ist die teilstationäre Pflege  in der Altenpflege bezeichnet die Organisation der Pflege, die sowohl zuhause stattfindet, jedoch je nach den Bedürfnissen des zu Pflegenden als auch des Pflegenden Angehörigen zu gewissen Zeiten, meist tagsüber oder nachts, in ein Pflegeheim verlagert wird.

Die dritte Pflegeform – In der vollstationären Pflege der Altenpflege werden Kranken- und Altenpflegebedürftige rund um die Uhr von einem professionellen Pflegedienst in einem Pflegeheim oder einer anderen, vergleichbaren Einrichtung betreut. Diese Form betrifft ca. 29 Prozent aller Pflegebedürftigen. 764.000 Pflegebedürftige sind somit rund um die Uhr in Pflegeheimen untergebracht.

PERSONELLE SITUATION DER ALTENPFLEGE IN DEUTSCHLAND

Altenpflege mit großem personellem Bedarf in der Zukunft: Ab 2030 wird sich, bei gleichbleibenden geschlechts- und altersspezifischen Pflegequoten, vor allem die Anzahl der über 80-jährigen Pflegebedürftigen extrem vergrößern. Häufig besteht ein Zusammenhang von höherem Alter und größerer Pflegebedürftigkeit. Dies endet meist auch in einem höheren Pflegegrad und aufwendigerer Pflege.

In Deutschland sind über 2,6 Millionen Menschen (Statistisches Bundesamt 2013) pflegebedürftig. Davon werden rund 71 Prozent zu Hause versorgt. Diese Zahlen verdeutlichen die Wichtigkeit der ambulante Pflege im Allgemeinen und der Pflege durch Angehörige im Speziellen in der Kranken- und Altenpflege.

Dienstleister in der Altenpflege: 12.700 Pflegedienste, die ambulante Pflege leisten, beschäftigten 320.000 Pfleger. Hiervon sind 87 Prozent weiblich. In rund 13.000 Pflegeheimen, die teil- und vollstationäre Pflege leisten arbeiten 685.000 Beschäftigte. Aufgrund des demografischen Wandels wird in naher Zukunft eine hohe Zahl an neuen Pflegekräften benötigt.