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  • Gute Pflege genau dann, wenn sie gebraucht wird

Kurzzeitpflege im Überblick

Die Mehrheit der Pflegebedürftigen in Deutschland erhält die häusliche Pflege durch Angehörige oder den ambulanten Pflegedienste. Es gibt Situationen im Leben, die es vorübergehend unmöglich machen eine gute Pflege zu Hause zu leisten. Für solche Situationen gibt es den Anspruch auf Kurzzeitpflege.

Wann besteht ein Anspruch auf Kurzzeitpflege?

Jeder Pflegebedürftige mit einem Pflegegrad 2-5 hat einen Anspruch auf Kurzzeitpflege. Der Anspruch gilt nicht für Personen mit Pflegegrad 1. Pflegebedürftige mit dem Pflegegrad 1 haben die Möglichkeit, ihren Entlastungsbeitrag von 125 Euro für die Kurzzeitpflege zu nutzen. Zusätzlich gibt es die Kurzzeitpflege seit 2016 für Personen, die durch einen Unfall pflegebedürftig sind. Die stationäre Kurzzeitpflege steht Versicherten pro Kalenderjahr mit maximal 52 Tage zu. Eine ambulante Pflege ist in diesem Rahmen – im Gegensatz zu Verhinderungspflege – nicht vorgesehen. Für diese Zeit gibt es einen Zuschuss der Pflegekasse für die anfallenden Pflegekosten mit einer Pauschale von 1.612 €. Die Zulassung zur Durchführungder Kurzzeitpflege bekommt nicht jede Pflegeeinrichtung.

Durch wen erfolgt Kurzzeitpflege?

Die Versorgung erfolgt – anders als bei der Verhinderungspflege – ausschließlich in stationären Einrichtungen. Es ist demzufolge nicht gestattet sich als pflegender Angehöriger durch andere Angehörige vertreten zu lassen. Stattdessen gewährleistet das Personal der jeweiligen anerkannten Pflegeeinrichtung die Betreuung.

Ihre Erstattungsansprüche Um Ihre Erstattungsansprüche wahrzunehmen müssen Sie einen entsprechenden Antrag stellen. Diesen finden Sie bei Ihrer Kranken- oder Pflegekasse. Wenn dem Antrag stattgegeben wird, erhalten Sie einen Pauschalbetrag von 1.612€.

Kombinieren Sie die verschiedenen Angebote

Der Gesetzgeber hat die Möglichkeit geschaffen, die Erstattungsmöglichkeiten für Kurzzeit- und Verhinderungspflege miteinander zu kombinieren. Dadurch ist mehr Flexibilität zwischen den beiden Pflegeformen vorhanden, was in vielen Situationen eine große Erleichterung sein kann. Sind noch finanzielle Mittel aus der Verhinderungspflege übrig, besteht die Möglichkeit diese zur Kurzzeitpflege heran zu ziehen. Der Pauschalbetrag von 1.612 € erhöht sich maximal um weitere 1.612 € auf 3.224 €. Bei derNotwendigkeit von weiteren finanziellen Mitteln besteht die Möglichkeit einen Unterstützungsantrag beim zuständigen Sozialamt zu stellen.

Betroffene raten: Scheuen Sie sich nicht ihre Ansprüche zu nutzen. (Die entsprechende Umfrage finden Sie hier.)