VENENENTZÜNDUNG

NICHT AUF DIE LEICHTE SCHULTER NEHMEN

Eine Venenentzündung ist ein ernstes Warnsignal. Nach verschiedenen Schätzungen leidet rund die Hälfte aller Europäer an einer Venenerkrankung. Wenn die Beine schmerzen und die Beinvenen verhaltens-, veranlagungs- oder krankheitsbedingt das Blut nicht mehr ordnungsgemäß in Richtung Herzen transportieren, wird es medizinisch bedenklich.

Was ist eine Venenentzündung?

Unter einer Venenentzündung versteht man eine lokale, also örtlich begrenzte entzündliche Erkrankung der Venenwand von nahe der Hautoberfläche liegenden Venen. Der Fachbegriff dafür lautet Phlebitis. Sind Krampfadern oder Besenreiserbetroffen, spricht man von Varikophlebitis. Die Entzündung ist schmerzhaft und kann von Fieber begleitet sein, wenn sie durch eine bakterielle Infektion verursacht wurde.

Venenentzündungen treten relativ häufig auf und sollten wegen möglicher Komplikationen durch einen Arzt behandelt werden. Zum einen kann es zu einem Blutgerinnsel kommen, zum anderen muss abgeklärt werden, ob nicht eine tiefliegende Venenthrombose mit potenziell schwerwiegenden Folgen der Auslöser ist. Unter anderem besteht in diesem Zusammenhang die Gefahr einer Lungenembolie – in Deutschland die am dritt häufigsten zum Tode führende Herz-Kreislauf-Erkrankung.

Ursachen und Symptome

Eine Venenentzündung ist in vielen Fällen Folge einer Verletzung der Venenwand. Als Ursachen dafür kommen beispielsweise:

Die Symptome sind recht charakteristisch. Gerade Schmerzen in den Beinen können ein deutlicher Hinweis sein. Der betroffene Blutgefäßabschnitt zeichnet sich deutlich und häufig auch geschwollen ab; meist ist die Hautoberfläche dort gespannt, der Venenstrang tastbar hart und bereits auf leichten Druck hin erheblich schmerzempfindlich. Damit einher geht ein deutliches Wärmegefühl.

Was hilft bei Venenentzündung?

Welche Art der Therapie im Einzelfall erfolgsversprechend scheint, sollte ganz individuell mit dem Arzt besprochen werden.

Leichtere Venenentzündungen

Leichtere Venenentzündungen werden mit entzündungshemmenden und kühlenden Salben behandelt. Wichtig ist die Stärkung des Blutdurchflusses, unterstützt durch körperliche Bewegung und das Anlegen von Stützstrümpfen oder Kompressionsverbänden. In manchen Fällen wird der Arzt außerdem gerinnungshemmende Medikamente verordnen, häufig kommt dabei Heparin zum Einsatz. Bei bakteriellem Befall sind geeignete Antibiotika erforderlich. Die Behandlungsdauer beträgt in der Regel einige Tage.

Schwere Venenentzündungen

Zur Behandlung einer schweren Venenentzündung empfiehlt sich der Aufenthalt in einer darauf spezialisierten Venenklinik. Führen bestehende Venenerkrankungen immer wieder zu Entzündungen, die den Körper und die Gesundheit belasten, und dadurch nicht zuletzt zu ständig wiederkehrender Minderung der Lebensqualität, ist nach sorgfältiger Untersuchung durch einen Venenarzt unter Umständen eine Operation in Erwägung zu ziehen.

Venenleiden natürlich behandeln

Bei einer Venenentzündung ist die schulmedizinische Behandlung angezeigt. Der Arzt muss unterliegende schwerwiegendere Erkrankungen ausschließen, die Entzündung und ihre Ursachen müssen konsequent behandelt und effizient und effektiv bekämpft werden. Bei den meisten Therapien werden in Deutschland von privaten wie gesetzlichen Krankenkassen die Kosten voll oder größtenteils übernommen.

Durch Naturheilmittel kann die Behandlung unterstützt werden. So werden Rosskastanienextrakt, Anwendungen mit Arnika, Umschläge mit Retterspitz und Quarkwickel einschlägig empfohlen. Seitens der Homöopathie gelten unter anderem Lachesis und Crotalus als geeignet.

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