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Knacken Sie die Kopfnuss – Geistig in Bewegung bleiben

KopfSo lange wie möglich geistig vital zu bleiben, ist sicher unser aller Wunsch. Immer mehr Untersuchungen beschäftigen sich daher mit „Gehirnjogging“. Auch nach medizinischen Mitteln für die Fitness im Kopf wird geforscht.

Die Universität Siegen, die schon viele wissbegierige Rentner in den Hörsälen begrüßt, verzeichnet derzeit eine besondere Vorlesungsbesucherin: Rosemarie Achenbach hat ihr Philosophiestudium wieder aufgenommen und schreibt jetzt an ihrer Doktorarbeit – im zarten Alter von 90 Lenzen… Nun muss es nicht gleich ein Studium sein, um fit im Kopf zu bleiben. Doch tatsächlich freut sich unser „Schaltzentrum“ ein Leben lang über neue Anreize, um weiter Kopfnüsse knacken zu können.

Denn das Gehirn ist bis ins hohe Alter trainierbar. „Wer körperlich aktiv ist, am sozialen Leben teilnimmt und ein geistig anregendes Leben führt, hat bessere Chancen, geistig gesund zu altern“, so Ulman Lindenberger, Entwicklungspsychologe am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung in Berlin. Gemeinsam mit 70 weltweit führenden Kognitionspsychologen und Neurowissenschaftlern hat er sich zuletzt u. a. mit „Gehirnjogging“ am PC beschäftigt, also konkret mit Computerspielen, die die geistige Leistungsfähigkeit fördern und Demenz vorbeugen sollen. Doch die Fachleute sind sich einig: „Es gibt keine überzeugenden wissenschaftlichen Belege dafür, dass kommerzielle Gehirnjogging-Spiele den alterungsbedingten Abbau der geistigen Leistungsfähigkeit vermindern oder umkehren.“

Was hingegen besser funktioniert, sind gezielte Übungen, die sich an der individuellen und realen Alltagssituation orientieren. Dazu hat Annemarie Frick Salzmann im neuen Ratgeber „Geistig vital“ nicht nur Informationen zum besseren Verständnis über das alternde Gehirn, sondern auch 110 Denkübungen zusammengestellt. Die Gerontologin und Gedächtnistrainerin unterscheidet dabei behutsam zwischen Merkmalen wie etwa Namensvergesslichkeit, Wortfindungsstörungen, dem Verlust antrainierter Funktionen oder dem verlangsamten Erlernen neuer Regeln. Ziel ist, dem Kopf anhand abwechslungsreicher Fragen mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden das logische Denken, die Wahrnehmung, die Konzentration und die Merkfähigkeit zu erleichtern.

Mehr Energie fürs Gehirn
Auch Pflanzen- und Mineralstoff e verbessern die kognitive Leistung des Gehirns. So stellen der durch das Eisen bewirkte normal funktionierende Sauerstofftransport in Verbindung mit dem über das Zink bewirkten normalen Stoffwechsel von Makronährstoff en wichtige Grundlagen für ein Wohlfühlen dar. Ebenso zeichnen sich Pflanzenbestandteile etwa von Grüntee, Guarana, Ginseng und Ginkgo durch einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf unser Aktivitätspotential aus.

Buch_Geistig vital

Annemarie Frick-Salzmann, Geistig Vital | © Springer