• Die PflegeBox – Ihr verlässlicher Partner für die Pflege zuhause

Unsere Medientipps für März 2015

StillAlice_Szene6

Julianne Moore als demenzkranke Professorin Alice | © BSM Studio

Nach Til Schweigers Publikumshit „Honig im Kopf“ startet ein neuer beeindruckender Kinofilm rund um Demenz. Ein Thema, das auch im Fernsehen mit einem so aktuellen wie fundierten Drama fortgeführt wird. Außerdem erwarten Sie auf Leinwand und Bildschirm viele lang bekannte Gesichter.

Zunächst sind es nur Kleinigkeiten, die niemanden irritieren. Bei einem Vortrag fällt Professorin Alice Howland (Julianne Moore) plötzlich ein Wort nicht ein. Wenig später verliert sie beim Joggen die Orientierung. Die 50-Jährige, die an der Columbia University Linguistik lehrt, ahnt bald, dass mit ihr etwas nicht stimmt. Die Diagnose ist trotzdem so unerwartet wie erschütternd: Alice leidet an einem seltenen Fall von frühem Alzheimer.

Ihre jüngste Tochter Lydia (Kristen Stewart) ist die erste, die Veränderungen realisiert. Aber beim nächsten Familienbesuch stellt sich Alice der Freundin von Sohn Tom (Hunter Parrish) gleich zweimal vor. Und auch aus anderen Gründen können Alice und ihr Ehemann John (Alec Baldwin) es nicht länger vermeiden, ihren drei Kindern die Wahrheit zu sagen. Denn weil diese Form der Krankheit vererbbar ist, könnten sie ebenso direkt betrffen sein …

Still Alice – Mein Leben ohne Gestern zeichnet ab 5. März im Kino nicht nur eine unwiderrufliche Reise ins Vergessen nach. Sondern es ist der Schmerz, dass diese Odyssee ausgerechnet eine so junge, bildhübsche und intelligente Frau trifft, der den Nerv berührt. Zudem die Ohnmacht in ihrer Familie, die zwischen betäubender Betroffenheit und überaktivem Beistand spätestens im Ferienhaus am Meer strandet. Für ihre umwerfende Leistung in dieser US-Produktion, die seit letztem Jahr auf vielen internationalen Festivals gefeiert wird, bekam Titeldarstellerin Julianne Moore bereits manch eine Auszeichnung – darunter im Januar den Golden Globe, es folgte prompt eine OSCAR-Nominierung. So viel ist sicher: Nach „Honig im Kopf“ dürfte Mrs. Moore auch deutsche Kinofans überzeugen.

Etwas leichtere Kost für zwischendurch servieren uns die Programmmacher ab Mitte März. Da sorgt zum Beispiel Richard Gere als flotter Rentner für beste Unterhaltung im The Best Exotic Marigold Hotel 2 (ab 12. März im Kino) – der Fortsetzung des Überraschungserfolgs von 2012, in dem britische Senioren in Indien ihren (Un-) Ruhestand suchten, um ihr früheres Leben umzukrempeln. Ein Plan, der nun u. a. durch das Eintreffen des schönen Charmeurs leicht aus den Fugen gerät …

Ein „Leben ohne Gestern“ muss Max (Matthias Habich) mit Mitte 70 noch nicht führen. Doch als bei ihm eine beginnende Demenz festgestellt wird, setzt eine Richterin für ihn einfach einen Teilbetreuer ein – sogar gegen Max’ Willen. Es ist seine frühere große Liebe Leni (Thekla Carola Wied), die mit allen Mitteln versucht, diese Vormundschaft noch zu verhindern, um Sein gutes Recht (am 30. März um 20.15 Uhr im ZDF) durchzusetzen. An dieses beklemmend realistische Drama wird sich unmittelbar nach der TV-Ausstrahlung eine 30-minütige Dokumentation anschließen, die der Frage zum (juristischen) Umgang mit Demenz nachgeht.

Hingegen bodenständig kämpft Bäuerin Maria (Cornelia Froboess) am 22. März um 20.15 Uhr im ZDF um Haus und Hof: Nach einem Armbruch wehrt sich die sonst so rüstige Landwirtin dagegen, dass Fremde vorübergehend ihren Besitz verwalten. Leben ohne Gestern? Von wegen: In der Komödie Frühling zu zweit zieht Ex-Kinder Schlagerstar „Conny“ mit 71 jede Menge erfrischende Register! (ch)