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  • Pflegestufe 2 attestiert schwere Pflegebedürftigkeit

Pflegestufe 2 – Voraussetzungen und Leistungen

Voraussetzungen Pflegestufe 2: 180 Min. Pflegeaufwand täglich – davon 120 Minuten zu drei verschiedenen Zeiten für die Grundpflege

Pflegestufe 2 bedeutet Schwerpflegebedürftigkeit. Um diesen Termini bewertbar zu machen, wurden für jede Pflegestufe gewisse Kriterien festgelegt. Diese Kriterien werden nach der formlosen Beantragung einer Pflegestufe bei der Pflegekasse von einem Gutachter des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen überprüft.

Voraussetzungen für Pflegestufe 2

Um diese Pflegestufe erhalten zu können, muss ein Pflegebedürftiger täglich mindestens 180 Minuten Hilfe benötigen. Davon müssen mehr als 120 Minuten zu drei verschiedenen Zeiten auf Grundpflegeverrichtungen entfallen. Diese sind bei jeder Pflegestufe gleich definiert. Zu den Verrichtungen der Grundpflege gehören:

  • Ernährung
  • Körperpflege
  • Mobilität

Zusätzlich muss der Pflegebedürftige bei dieser Pflegestufe mehrmals wöchentlich Hilfe in der hauswirtschaftlichen Versorgung benötigen. Dazu zählt z.B. das Einkaufen, Kochen oder die Reinigung der Wohnung.

Pflegestufe 2 – Leistungen im Überblick

Die Leistungen bei der Pflegestufe 2 sind je nach Art der Unterbringung (zuhause, teilstationär oder stationär) sehr unterschiedlich.

Ambulante Pflege

Bei der ambulanten Pflege hat der Pflegebedürftige mit Pflegestufe 2 Anspruch auf ein Pflegegeld von 458 Euro monatlich, wenn die Pflege von Angehörigen übernommen wird. Wenn die ambulante Pflege dagegen von einem professionellen Pflegedienst übernommen wird, hat er Anspruch auf monatlich bis zu 1.144 Euro Sachleistung durch den Pflegedienst.

Darüber hinaus kann der Pflegebedürftige mit anerkannter Pflegestufe 2 bis zu 42 Tage im Jahr eine Verhinderungspflege in Anspruch nehmen, die bei Verhinderung des pflegenden Angehörigen in Anspruch genommen werden kann. Diese wird mit bis zu 2.418 Euro jährlich gefördert. Außerdem hat der ambulant betreute Pflegebedürftige mit attestierter Pflegestufe 2 bei Bedarf ein Anrecht auf Hilfsmittel wie Rollstühle oder einen Hausnotruf. Diese Hilfsmittel werden meist von der Pflegekasse übernommen. Genauere Informationen zu Hilfsmitteln finden sie hier. Pflegebedingte Umbauten im Wohnraum, zum Beispiel Türverbreiterungen oder Treppenlifte, werden bei Bedarf mit bis zu 4.000 Euro pro Maßnahme unterstützt.

Darüber hinaus können bei der häuslichen Pflege, die zumindest teilweise durch Angehörige geleistet wird, Pflegemittel zum Verbrauch in Höhe von 40 Euro pro Monat in Anspruch genommen werden. Die Beantragung kann selbst oder über externe Dienstleister beantragt werden.

Wenn diese Verhinderungspflege nicht in Anspruch genommen wird, kann bei einer raschen Verschlechterung des Gesundheitszustandes, während der Wartezeit auf einen Heimplatz oder nach einem Krankenhausaufenthalt eine Kurzzeitpflege in Anspruch genommen werden. Diese kann bis zu 56 Tage im Jahr genutzt werden und wird mit bis zu 3.224 Euro jährlich gefördert.

Teilstationäre Pflege

Eine Tages- oder Nachtpflege, so genannte teilstationäre Pflege wird von der Pflegekasse bei Pflegestufe 2 mit bis zu 1.144 Euro monatlich bezuschusst.

Vollstationäre Pflege

Wenn mit Pflegestufe 2 eine vollstationäre Pflege nötig ist, zahlt die Pflegekasse 1.330 Euro im Monat für eine Unterbringung in einem Pflegeheim. Da diese Summe jedoch meist nicht ausreicht um alle Kosten zu decken, muss der Restbetrag privat gestemmt werden.

Für die genaue Berechnung, vor allem im Zusammenhang mit erhöhten Leistungen durch dauerhaft erheblich eingeschränkter Alltagskompetenz nutzen Sie bitte unseren Pflegerechner.