• Die Beantragung eines Pflegegrades - ein wichtiger Schritt

Eine Pflegebedürftigkeit bedingt jede Form der Unterstützung – organisatorisch sowie finanziell. Ein wichtiger Schritt: die Beantragung eines Pflegegrades. Um Leistungen aus der Pflegeversicherung zu erhalten, ist die Beantragung eines Pflegegrades notwendig.

So funktioniert die Beantragung eines Pflegegrades

  • Erstellung des Antrages: Der Pflegebedürftige oder ein in seinem Auftrag handelnder Angehöriger sollte schnellstmöglich einen formlosen, schriftlichen Antrag für die Beantragung eines Pflegegrades bei der zuständigen Pflegeversicherung einreichen. Diese ist im Normalfall an die Krankenkasse (gilt für gesetzlich und private Krankenversicherung) angegliedert.
  • Unterstützung hinzuziehen: Zusätzlich sollten Sie sich Unterstützung von einem Pflegedienst Ihres Vertrauens holen. Dieser kann sich die Situation vor Ort anschauen und hilfreiche Tipps auch zur Beantragung eines Pflegegardes geben. Beziehen Sie auch die behandelnden Ärzte mit ein.
  • Termin für ein Gutachten vereinbaren: Haben Sie den Antrag zur Beantragung des Pflegegrades eingereicht, meldet sich ein Gutachter des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen (MDK) bei Ihnen. Dieser vereinbart mit Ihnen einen Termin für ein Gutachtung. Sie erhalten Leistungen der Pflegeversicherung erst dann, wenn Ihnen eine Pflegebedürftigkeit bescheinigt wurde und die Pflegeversicherung Ihren Antrag annimmt. Der Begutachter prüft den Pflegebedarf und macht sich ein Bild der Situation vor Ort. Bei diesem wichtigen Termin sollte der Pflegebedürftige nicht allein sein. Neben Angehörigen ist ein Beistand durch eine nahe stehende Person, die den Pflegealltag des Betroffenen kennt oder einen ambulanten Pflegedienst sinnvoll.
  • Prüfung der Beantragung eines Pflegegrades: Die Pflegeversicherung prüft das Gutachten und kann Ihnen bei Bedarf einen Pflegegrad attestieren. Dabei sollten Sie beachten, dass Leistungen frühestens vom Monat der Antragsstellung an gewährleistet werden.
  • Sammeln und dokumentieren: Für eine erfolgreiche Beantragung eines Pflegegrades sammeln Sie früh alle Unterlagen (Befunde, ärztliche Berichte), die den Pflegebedarf nachweisen können und dokumentieren Sie die tägliche Pflege- und Hilfsleistungen (z.B. in einem Pflegetagebuch), um den tatsächliche Bedarf nachweisen zu können.
  • Wenn der Antrag abgelehnt wird: Bei einerAblehnung haben Sie 4 Wochen Zeit, dagegen Widerspruch einzulegen.

Ein formloser Antrag genügt

Für die Antragsstellung reicht ein formloser, schriftlicher Antrag. Dieser könnte zum Beispiel so aussehen:

An:

Krankenversicherung/Pflegeversicherung

Anschrift:

Name des Pflegebedürftigen

Anschrift des Pflegebedürftigen

Ich beantrage hiermit Leistungen der Pflegeversicherung und bitte um einen kurzfristigen Begutachtungstermin.

Mit freundlichen Grüßen

Unterschrift