• Pflege zuhause - vorgestellt an 3 Fallbeispielen

Pflege zuhause – Möglichkeiten der Pflege und Betreuung

Im Fall der Pflegebedürftigkeit wünscht sich die Mehrheit der Senioren die Pflege zuhause statt im Altenheim. Aber welche Alternativen gibt es, um dies zu realisieren?

Pflege zuhause: Ambulante Pflege

Pflegebedürftige Versicherte haben nach §37 SGB XI Anspruch auf “Pflege zuhause” durch Pflegekräfte – die sogenannte ambulante Pflege. Dabei geht es um die Deckung der Grundpflege und der hauswirtschaftlichen Versorgung durch Geldleistung oder ambulanter Pflegesachleistung. Hier stehen dem Pflegebedürftigen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung, um die ambulante Pflege zu verwirklichen. Anhand von unten aufgeführten Beispielen versucht PflegeBox die wichtigsten Möglichkeiten zu beschreiben.

Fall 1:  Pflege zuhause – Das Pflegegeld

Ein 89-jähriger Vater wird vom Medizinischen Dienst der Krankenkassen (MDK) als pflegebedürftig eingestuft. Um seine Grundpflege und hauswirtschaftliche Versorgung zu sichern, kann dieser Pflegegeld für die Pflege zuhause bei seiner Pflegekasse beantragen. Die Höhe des Betrages hängt laut Pflegeversicherungsgesetz §40 Abs. 1 SGB XI von der Höhe der Pflegestufe ab:

  1. Pflegestufe 0: 123 Euro
  2. Pflegestufe I: 244 Euro
  3. Pflegestufe II: 458 Euro
  4. Pflegestufe III: 728 Euro

Somit stehen dem 89-Jährigen bspw. bei Pflegestufe 1 monatlich 244 Euro zur Verfügung. Über das Geld kann er frei verfügen und es z.B. seiner Frau als Pflegende geben. Falls die Pflegeperson aufgrund von Krankheit/Urlaub der Pflege nicht nachkommen kann, kann eine Pflegevertretung für eine Zeit bis zu 6 Wochen pro Kalenderjahr oder ein Betrag von 1.612 Euro in Anspruch genommen werden. Diese Regel tritt jedoch erst in Kraft, wenn die verhinderte Pflegeperson bereits mind. 6 Monate lang den Pflegebedürftigen häuslich betreut hat.

Fall 2 : Pflege zuhause – Die Pflegesachleistung

Der 89-jährige Vater wird vom MDK als pflegebedürftig eingestuft und entscheidet sich im Rahmen des Anspruchs der ambulanten Pflege für die so genannte Pflegesachleistung, anstatt für das Pflegegeld. In diesem Fall übernimmt die Pflegekasse durch vertraglich gebundenes Pflegepersonal die Pflege zuhause. Die Beantragung der Pflegesachleistungen erfolgt durch den Pflegebedürftigen bei der jeweiligen Pflegekasse. Ensprechend der vorher festgelegten Pflegestufe variiert der monatliche Betrag.

  1. Pflegestufe 0 bis 231 Euro
  2. Pflegestufe I bis 468 Euro
  3. Pflegestufe II bis 1.144 Euro
  4. Pflegestufe III bis 1.612 Euro

In Ausnahmefällen sogar bis zu 1.995 Euro

Generell gilt! Pflegegeld und Pflegesachleistung können für die Pflege zuhause auch kombiniert werden. Aufgrund der zahlreichen Möglichkeiten hat die PflegeBox einen Pflegerechner konzeptioniert der Ihnen mehr Auskunft zu den individuellen Beträgen geben kann.

Fall 3 : Pflege zuhause – Die Pflegehilfsmittel

Darunter fallen generell Pflegemittel, die die Pflege erleichtern oder zur Linderung der Beschwerden des Pflegebedürftigen beitragen oder Hilfsmittel, die zum Verbrauch bestimmt sind. Pflegehilfsmittel zum Verbrauch für die Pflege zuhause sind z.B. Inkontinenzeinlagen, Einmalhandschuhe, Desinfektionsmittel oder Schutzschürzen und werden mit bis zu 40 Euro monatlich von den Pflegekassen übernommen.