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  • Altenpflege in Deutschland -
    Ein Überblick

Altenpflege – Eine wichtige Stütze der Gesellschaft

Altenpflege bezeichnet in Deutschland die Betreuung und Pflege von alten Menschen in gewissen Organisationsformen und Institutionen. Dazu gehören:

  • Hauskrankenpflege
  • Ambulante Pflegedienste
  • Pflegeheim
  • Altenheim
  • Gerontopsychatrie
  • Teilweise auch Palliativstationen und Hospize

Das Ziel der Altenpflege ist die Erhaltung einer möglichst hohen Lebensqualität auch bei Minderung der geistigen, körperlichen und sozialen Fähigkeiten im Alter. Dabei gibt es mehrere Arten der Versorgung.

Varianten der Altenpflege: In der ambulanten Pflege, wird der Patient zuhause durch Angehörige, mit oder ohne Unterstützung durch einen Pflegedienst versorgt. Teilstationär wird der Pflegebedürftige meist nur in der Tages- oder Nachtpflege versorgt. Vollstationär in der Altenpflege bedeutet, dass der zu Pflegende in einem Alten- oder Pflegeheim wohnt und dort rund um die Uhr betreut wird. Die Altenpflege als eigenständiges Berufsbild mit professioneller Ausbildung gibt es erst seit den 1960/70er Jahren. Doch die Altenpflege kämpft noch immer mit einer leider geringen Anerkennung des Berufsbildes, niedrigen Löhnen und Fachkräftemangel.

Personelle Situation der Altenpflege in Deutschland

Altenpflege mit großem personellem Bedarf in der Zukunft: Ab 2030 wird sich, bei gleichbleibenden geschlechts- und altersspezifischen Pflegequoten, vor allem die Anzahl der über 80-jährigen Pflegebedürftigen extrem vergrößern. Häufig besteht ein Zusammenhang von höherem Alter und größerer Pflegebedürftigkeit. Dies endet meist auch in einem höheren Pflegegrad und aufwendigerer Pflege.

In Deutschland sind über 2,6 Millionen Menschen (Statistisches Bundesamt 2013) pflegebedürftig. Davon werden rund 71 Prozent zu Hause versorgt. Diese Zahlen verdeutlichen die Wichtigkeit der ambulante Pflege im Allgemeinen und der Pflege durch Angehörige im Speziellen in der Kranken- und Altenpflege.

Dienstleister in der Altenpflege: 12.700 Pflegedienste, die ambulante Pflege leisten, beschäftigten 320.000 Pfleger. Hiervon sind 87 Prozent weiblich. In rund 13.000 Pflegeheimen, die teil- und vollstationäre Pflege leisten arbeiten 685.000 Beschäftigte. Aufgrund des demografischen Wandels wird in naher Zukunft eine hohe Zahl an neuen Pflegekräften benötigt.

Pflegeformen in der Altenpflege

Ambulante Pflege in der Altenpflege bedeutet, dass die pflegebedürftige Person weiterhin, trotz Pflegebedürftigkeit, in Ihrem gewohnten Umfeld lebt. Dabei wird die Pflege in den meisten Fällen von Angehörigen und/oder nahestehenden Personen übernommen. Diese Form der Kranken- und Altenpflege macht 71 Prozent aller Pflegefälle aus. Dabei werden von insgesamt 1,86 Millionen ambulant betreuten Personen nur rund 616.000 zu pflegende durch und mit ambulanten Pflegediensten gepflegt. Die Pflege zuhause ist rein zahlenmäßig die wichtigste Organisation der Alten- und Krankenpflege.

Die teilstationäre Pflege  in der Altenpflege bezeichnet die Organisation der Pflege, die sowohl zuhause stattfindet, jedoch je nach den Bedürfnissen des zu Pflegenden als auch des Pflegenden Angehörigen zu gewissen Zeiten, meist tagsüber oder nachts, in ein Pflegeheim verlagert wird.

In der vollstationären Pflege der Altenpflege werden Kranken- und Altenpflegebedürftige rund um die Uhr von einem professionellen Pflegedienst in einem Pflegeheim oder einer anderen, vergleichbaren Einrichtung betreut. Diese Form betrifft ca. 29 Prozent aller Pflegebedürftigen. 764.000 Pflegebedürftige sind somit rund um die Uhr in Pflegeheimen untergebracht.

Leistungen in der Kranken- und Altenpflege

Die Leistungen in der Pflege beziehen sich je nach Pflegegrad und persönlichen Bedürfnissen auf sehr unterschiedliche Tätigkeiten. Die ambulante Pflege ist aufgeteilt in 2 große Bereiche, die Grundpflege, zu dieser zählen:

  • die Körperpflege (Waschen, Duschen, Baden, Zahnpflege, Kämmen, Rasieren, Darm- Blasenentleerung)
  • die Ernährung (mundgerechte Zubereitung, Nahrungsaufnahme)
  • die Mobilität ( Aufstehen, Zu-Bett-Gehen, An- und Auskleiden, Gehen, Stehen, Treppensteigen)

und die hauswirtschaftliche Versorgung. Diese beinhaltet zum Beispiel das Reinigen der Wohnung, Einkaufen oder das Kochen.

Darüber hinaus gibt es fünf Grundformen zur Erfüllung des Pflegebedarfs in der Altenpflege:

Die Beaufsichtigung in der Altenpflege soll Sicherheit bei von der Pflegeperson selbst ausgeführten Tätigkeiten geben. Dies ist vor allem bei tendenziell gefährlichen Tätigkeiten wie zum Beispiel dem rasieren wichtig. Jedoch ist damit nicht die allgemeine Überwachung gemeint, sondern nur das Überwachen spezieller Handlungen.

Das Unterstützen in der Altenpflege einer Pflegeperson besteht in der Hilfe zur selbstständigen Tätigkeit. Dazu zählt zum Beispiel das Bereitlegen der Kleidung oder das Bereitstellen eines Rollators.

Die Anleitung in der Altenpflege stellt die richtige Ausführung eines gewissen Vorgangs sicher. Dabei überwacht der Pflegende den Pflegebedürftigen und demonstriert eventuell die richtige Ausführung.

Teilweise Übernahme in der Altenpflege bedeutet eine Hilfe bei bestimmten Tätigkeiten. Beim Ankleiden muss die Pflegeperson dem Pflegebedürftigen zum Beispiel die Hose anziehen. Die Oberkörperbekleidung kann der Bedürftige jedoch selbst anziehen.

Bei der Vollständigen Übernahme in der Altenpflege wird die komplette Handlung von der Pflegeperson übernommen.

Diese fünf Arten der Unterstützung sind vor allem zum Bestimmen des Pflegebedarfs wichtig.

Solange Leistungen für die Kranken- und Altenpflege nicht durch die Krankenkasse übernommen werden, werden alle Leistungen über die gesetzliche Pflegekasse abgerechnet.