• Die PflegeBox – Ihr verlässlicher Partner für die Pflege zuhause

Interview mit Prof. Susanne Porsche

Die Film- und Fernsehproduzentin Susanne Porsche ist nach eigenen Angaben sehr privilegiert aufgewachsen: „Doch mein Vater lehrte mich: Geben ist wichtiger als Nehmen.“ Und so gibt die 62-Jährige sehr viel von ihrem Glück weiter und setzt sich voller Energie und Lebensfreude – und nicht zuletzt auf Grund ihrer persönlichen Historie – für eine Verbesserung der Pflegebedingungen für Patienten und Angehörige ein. Lesen Sie im folgenden Interview, warum ihr das Thema Pflege so am Herzen liegt und wieso sie sich als Gesellschafterin bei der PflegeBox engagiert.

Frau Porsche, wie kam es zu der Zusammenarbeit mit der PflegeBox?

Susanne Porsche: Ich habe Herrn Dr. Zimmermann, den Geschäftsführer der PflegeBox, in München kennengelernt und war sofort von dem Konzept überzeugt. Hinter der PflegeBox steht eine Ethik, die den Menschen wirklich hilft und einen echten Mehrwert bringt. Daneben hat mir auch das Team imponiert. Da war klar, dass ich mich beteiligen wollte.

Was bedeutet ‚Pflege‘ für Sie?

Susanne Porsche: Ich finde es wichtig, dass man Pflege nicht mit ‚Ende‘ gleichsetzt, sondern mit einem letzten Abschnitt des Lebens, der nicht nur belastend sein muss, sondern auch Gutes und Heilbringendes für alle Beteiligten mit sich führen kann. Natürlich gibt es traurige Seiten, aber gleichzeitig auch viele Chancen. Man kann Ballast abwerfen, wenn man weiß, dass es dem Ende zugeht. Man kann Abschied nehmen, man kann Versöhnung anbieten und Verzeihen geschenkt bekommen. Und man darf seinen Frieden machen mit den Menschen und mit Gott. Ich wünsche mir, dass mehr Leben in die Pflege kommt, dass wir wegkommen von dem rein mechanischen Vorgang der Pflege hin zum Tod. Und ja – Pflege kann auch schön sein. Für die Pflegenden ist es wichtig, dass man sowohl die körperliche Belastung als auch die seelischen Nöte nicht alleine auf den Schultern trägt, sondern dass man sich Unterstützung holt und diese auch bekommt.

Sie haben auch einmal einen Angehörigen gepflegt?

Susanne Porsche: Als ich 14 Jahre alt war, habe ich meinen Vater gepflegt. Damals bin ich von der Schule befreit worden, was natürlich nicht einfach war. Ich habe meinen Vater rund um die Uhr betreut – es kamen zwar auch immer eine Krankenschwester und der Arzt, aber ich war immer da. Aus diesem tief berührenden Erlebnis nehme ich mit, wie wertvoll die Zeit für mich als Hinterbliebene war. Sie wurde mir geschenkt. Ich glaube, mein Vater war auch glücklich. Wir haben so viel gelacht. Wir haben jeden Tag Schach gespielt, auch Skat, wenn wir noch einen ‚Dummen‘ gefunden haben. Wir saßen im Garten, die Sonne schien auf den Tisch, und wir waren fröhlich und haben uns Geschichten erzählt. Ich hatte gesehen, wie liebevoll mein Vater mit meiner Oma vor ihrem Tod umging. Dieses Liebevolle konnte ich ihm in diesem Moment zurückgeben.

Wer hat Sie in der damaligen Situation noch unterstützt?

Susanne Porsche: Damals ist der Pfarrer ins Haus gekommen. Er hat mich auch nach dem Tod meines Vaters noch besucht. Er ist zum Beispiel mit mir noch einmal in die Leichenschauhalle gegangen, damit ich meinen Vater anschauen konnte, wie er dort lag. Die Menschen sehen im Tod ja sehr friedlich und sehr schön aus. Ein Abschied, der für mich eine große Bedeutung hatte.

Haben Sie noch andere Erfahrungen mit der Pflege gemacht?

Susanne Porsche: Ich habe zunächst eine Ausbildung zur medizinisch-praktischen Assistentin gemacht und dabei viel im Krankenhaus gearbeitet. Später habe ich mein Abitur nachgeholt, um Medizin zu studieren. Während des Studiums habe ich Nachtdienste im Krankenhaus übernommen und bin dort mit vielen Patienten zusammen gekommen. Darunter waren auch langzeitkranke Kinder. Von denen habe ich viel gelernt, weil sie meist ganz fröhlich mit ihrer Krankheit umgingen. Ich habe ihnen immer Geschichten erzählt, die ich erfunden hatte. Manche haben am Tag geschlafen, um in der Nacht wach zu sein, wenn ich kam. Wir haben die Geschichten immer weiter gesponnen, und jeder hat dabei eine Rolle eingenommen. Die Kinder konnten am Tag überlegen, wie es am Abend weiterging. Das war eine sehr warme Atmosphäre.

Mein größtes Mitgefühl galt immer den Hinterbliebenen. Vielleicht hängt das damit zusammen, dass ich meinen Vater heute noch vermisse, und das Gefühl des Verlustes nie vergangen ist. Die Hinterbliebenen müssen mit diesem Verlust fertig werden und mit der Lücke in ihrem Leben, die der Verstorbene hinterlassen hat fertig werden aber auch mit dem, was sie versäumt, was sie nicht ausgesprochen haben. Manchmal auch mit den Verletzungen, die sie erleiden mussten. Das ist immer ein schwerer Weg.

Mit der PflegeBox wird die Pflege zuhause ein bisschen leichter. Warum sollte die PflegeBox in jeden Pflegehaushalt gehören, und was leistet das Unternehmen der PflegeBox noch?

Susanne Porsche: Der Inhalt der PflegeBox ist etwas, was man in der Pflege wirklich dringend braucht. Es erleichtert ganz viel. Glücklicherweise zahlt das alles die Pflegekasse. Leider wissen viele gar nicht, dass sie diesen Anspruch auf gesetzliche Unterstützung haben. Aufklärung ist daher ganz wichtig. Daher entstand auch die Idee, über die Lieferung der Pflegehilfsmittel hinaus weitere Beratungen anzubieten. Wir haben zum Beispiel auf unserer Website den neuartigen Pflegerechner, mit dem man alle seine finanziellen Ansprüche im Pflegefall berechnen kann. Das ist ein echter Fortschritt.

Wir wollen, dass sich die Menschen vertrauensvoll an uns wenden können, und wir versuchen einfach zu helfen. Wir denken mit und bestücken die Pakete der PflegeBox individuell mit dem, was zuhause wirklich gebraucht wird. Wir stellen uns auf jeden einzelnen Kunden individuell ein.

Unser kostenfreies Angebot der PflegeBox haben wir jetzt durch den Pflege-Shop erweitert. Hier kann man die Produkte ergänzen, die nicht von der Pflegekasse übernommen werden. Wir wollen möglichst alle Bedürfnisse eines Haushaltes, der mit einem Pflegefall konfrontiert ist, abdecken können.

Bekommen Sie manchmal ein direktes Feedback von Kunden oder Kundinnen?

Susanne Porsche: Ja, zum Teil bekommen wir herzzerreißende Dankesbriefe, oft mit der Hand geschrieben. Dort gibt es Aussagen wie: ‚Endlich einmal jemand, der uns an die Hand nimmt und durch den Dschungel führt.‘ Das ist unsere Philosophie: Wir betrachten uns als diejenigen, die die Menschen an die Hand nehmen. Wir drängen ihnen nichts auf, sondern sind sozusagen ihr ‚Anwalt‘.

Haben Sie noch etwas, dass sie den Menschen mitgeben möchten?

Susanne Porsche: Ich würde allen Menschen, die pflegen oder gepflegt werden, gerne sagen: ‚Nehmt es positiv an und getraut euch, auch ab und an mit dem zu pflegenden Familienmitglied zu lachen, fröhliche Momente im Miteinander zu verbringen, nicht immer nur zu trauern. Man darf nicht daran denken, dass es irgendwann zu Ende geht. Carpe Diem! Genießt jeden Tag, den ihr noch habt. Manche Tage sind trauriger und schwermütiger, aber wenn ihr morgens aufwacht, denkt dran, er kann euch auch viel Schönes bringen. Es ist ein Geben und Nehmen. Wichtig ist aber dennoch, dass man die Pflege nicht alleine auf seinen Schultern trägt, sondern dass man sich traut Hilfe zu suchen.