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Mit Checks und Fahrtraining – Sicher mobil bleiben

Etwa zwölf Millionen der geschätzten 54 Millionen Führerscheinbesitzer in Deutschland sind über 65 Jahre. Und fast zwei Millionen zwischen 75 und 84 Jahren besitzen ein Auto. So ist es kein Wunder, dass es fast allen älteren Autonutzern (93 Prozent) sehr wichtig oder wichtig ist, dass sie selbstständig mit dem Wagen mobil bleiben.

Das hat jüngst eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa im Auftrag des Deutschen Verkehrssicherheitsrates (DVR) ergeben. Befragt wurden 1.002 Autonutzer ab 65 Jahren. Davon sind 85 Prozent vor allem mit dem eigenen Fahrzeug unterwegs.

Wehrmutstropfen: Sind Senioren in Unfälle mit Personenschaden verwickelt, tragen sie, so das Statistische Bundesamt, meistens die Hauptschuld… Laut Forsa-Studie wären zwar vier Fünftel (82 Prozent) der befragten Senioren bereit, auf ihren Führerschein zu verzichten, wenn sie nicht mehr sicher fahren könnten. In der Praxis spricht jedoch nur jeder zehnte ältere Autofahrer seinen Arzt auf das Thema „Gesundheit am Steuer“ an. „Viele Gesundheitsbeeinträchtigungen stellen sich schleichend ein und werden von Autofahrern deshalb erst spät wahrgenommen“, gibt DVR-Präsident Dr. Walter Eichendorf zu bedenken. Einen einheitlichen Gesundheitscheck für Autofahrer gibt es in Deutschland allerdings nicht. In puncto Fahrtüchtigkeit empfiehlt der DVR daher rechtzeitig folgende Untersuchungen:

– ab dem Alter von 40 einmal im Jahr einen Sehcheck
– ab dem Alter von 60 regelmäßige Hör- und Aufmerksamkeitschecks

Gute Leistung durch Training

Aber: Über 70-Jährige können wieder so sicher wie jüngere Leute fahren, wenn sie ab und zu ein professionelles Training absolvieren! Das ist das ermutigende Ergebnis einer Studie des LeibnizInstituts für Arbeitsforschung an der TU Dortmund. „Das reale Verkehrstraining ist umso effektiver, je unsicherer die Fahrer und Fahrerinnen vorher im Verkehr waren“, sagt Studienleiter Sebastian Poschadel. So ein Training wirkt offenbar auch längerfristig: Noch ein Jahr später zeigten dieselben 46 Probanden bei der Studienkontrolle gute Leistungen.

Unterstützend können Assistenzsysteme u. a. für Notbremsungen eingesetzt werden. Und Spurwechselassistenten haben den „blinden Fleck“ im Blick, warnen den Fahrer frühzeitig.

Tipps rund ums Thema Autofahren im Alter gibt der DVR unter
www.dvr.de/aktionen/aktion-schulterblick.htm

Außerdem bietet etwa der ADAC bundesweit – auch für Nicht-Mitglieder – Sicherheitstrainings für die Generation Plus an
(www.adac.de/produkte/fahrsicherheitstraining/default.aspx

Empfehlenswert sind ebenfalls die Hinweise unter www.adac.de in der Rubrik „Info, Test & Rat“, bei den Links „Ratgeber Verkehr“ und „Mobil mit Behinderung“.