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Mehr Ehrenamtliche für Pflege und Senioren – Aus (k)einem Guss

Die Bundesregierung legt immer neue Programme zum demografischen Wandel auf, um das (freiwillige) Miteinander der Generationen zu fördern. Der Generali Engagementatlas 2015 ist da schon weiter.

Wenn es nach Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig geht, könnten Mehrgenerationenhäuser schon bald die Lösung auch für private Pflegebetreuung sein. 16 Millionen Euro investiert der Bund 2015, um diese 450 Wohnprojekte zu fördern. Jüngste Initiative desselben Ministeriums ist das Netzwerkprogramm „Engagierte Stadt”, das das bürgerschaftliche Engagement mit jährlich einer Million Euro (zunächst für drei Jahre) unterstützen soll. Angesprochen sind dazu etwa Freiwilligenagenturen oder Seniorenbüros, die sich für eine Finanzspritze bewerben können (www.engagiertestadt. de). Das Ziel vor Ort soll sein: eine Engagementstrategie aus einem Guss.

Wenn es jedoch nach dem Generali Engagementatlas 2015 geht, kann von „aus einem Guss“ keine Rede sein. Bei der Vorstellung dieses neuen Papiers lautete nämlich die Kernforderung: „Die Schaffung einer neuen Logik der Engagementförderung, die es den Einrichtungen vor Ort ermöglicht, eigene Strategien zu entwickeln – und sie nicht weiterhin von wechselnden ‚Moden’ oder Modellen der Engagementförderung abhängig zu machen.“

Dazu muss man wissen, dass diese aktuelle Studie auf den Engagementatlas von 2009 aufbaut, also sechs Jahre lang neu analysierte, wie 3.400 Anlaufstellen in Deutschland arbeiten – demnach die meisten ohne jede gesicherte Grundlage.

Umso erstaunlicher, was manch eine Organisation beispielsweise für ehrenamtliche Pflege schon auf die Beine stellt. Die Anlaufstellen geben an, zu 23 Prozent „oft“ und zu 24 Prozent „gelegentlich“ Pflege (inkl. Hospizarbeit) zu vermitteln – das entspricht knapp 50 Prozent ihrer Tätigkeiten. Dabei liegt dieses Thema mit Platz 9 genau in der Mitte der Angebotsskala, zwar nachSoziales (Platz 1) und Sport (Platz 8), aber noch vor Politik, Kirche, Umwelt oder Beruf (Platz 18).

Deutlicher sortiert sind die Zielgruppen: Mit 80 bzw. 12 Prozent stehen Senioren „oft“ oder „gelegentlich“ im Mittelpunkt ehrenamtlicher Leistungen – ungeschlagener Platz 1 der Angebote. Sogar Hochaltrige(Platz 6), gefolgt von pflegenden Angehörigen sind mit je mehr als 50 Prozent („oft“ und „gelegentlich“ addiert) regelmäßig im Fokus dieser Einrichtungen. Dabei kommt den bundesweit 340 Seniorenbüros – sie vermitteln Selbsthilfe zu eigenen Bedarfen genau so, wie sie Projektideen fördern – längst eine fundamentale Bedeutung zu.

Grafik_Generali

Die große Mehrzahl der Engagement unterstützenden Einrichtungen wendet sich mit ihren Angebten an alte und hochaltrige Menschen.

Kurzes Fazit: Um Senioren, Hochaltrige, Pflege und betreuende Angehörige kümmern sich zunehmend freiwillig engagierte Bürger.

Download der ausführlichen Studie als PDF-Datei „Generali Engagementatlas 2015“ des Generali Zukunftsfonds unter www.goo.gl/5JBLFi